Donnerstag, 9. Juni 2016

Hanö

Ich fühl mich an Astrid Linggren erinnert, als ein kleiner Junge auf dem
Bollerwagen sitzend von seiner Mutter gezogen an der Fähre an kommt.
Neben ihm das Gepäck, auf seinem Kopf eine leicht zu große Kappe in
Hellblau. Hemd und Hose sind weit geschnitten und passen perfekt dazu.
Die Fähre von der Insel fährt nicht oft und man kennt die Zeiten. Schon
einige Bollerwagen und Handkarren sind angekommen um Gäste zu
verabschieden oder um Neue abzuholen.
Ein kleines Inselparadies, ohne Autos ist Hanö in der nach ihr benannten
Hanöbucht in Südschweden. Die Hanöbucht hat einen schlechten Ruf. Es
liegt aber nicht an der klenen Insel, sondern an der weiten und offenen
See die man überqueren muss, wenn man weiter in den Nordosten von
Schweden segeln will. Jeder ist am Ende froh wenn er diesen ersten
Meilenstein hinter sich hat.



 Jede Familie hat am Hafen ihren Handwagen

 Oben am Berg neben dem Leuchtturm hat man einen genialen Rundblick über die Hanöbucht



 Hanö, kleiner Inselhafen. Noch angenehm leer
 Vor dem Wind fleigen wir über die Hanöbucht


Während ich schreibe segle ich mit leichter Bachstagsbrise mit 4-5 kn
gen Osten. Wir haben sie heute abend hinter uns und uns hat sie sich
gnädig gezeigt.
Gestern sind wir von Simrishamn gekommen. Bei W-NW um 5 ( kurz auch mal
mehr) sind wir nach Hanö gesegelt. Schnelles Halbwindsegeln mit bis 7kn.
Man hatte zu tunan der Pinne. Geiles segeln unter erstmal Wolkigem
Himmel, später aber unter purem Blau. Den grossen Sprung über die Bucht
trauten wir uns nicht gestern, denn da war gegen 17 Uhr eine Winddreher
um 180 Grad angesagt und Boen mit bis 7 Bf.
Genau um die Zeit, wir lagen schon im Hafen von Hanö kam die Boenwalze.
Im Hafen im Westen kaum zu spüren, aber die Wetterstation oben am
Leuchturm misst 33 Kn aus Ost.
Zum Sonnenuntergang verziehen sich die dunklen Wolken aber schon wieder
und wir bekommen eine magische Stimmung mit roter Sonne im Hafen.
Wir kommen gerade gut voran. Von Haesnaes gemütlich bei fast nur 2 BF
am Sonntag nach Klintholm auf Mön. Ich nutze die ruhige See und bade das
erstemal im noch 14 Grad kaltem Wasser. Damit wäre auch das Anbaden
erledigt.
Am nächsten Tag gehts es früh los. Die weissen Klippen von Mön sind
gerade am frühen Morgen beeindruckend. Den ganzen Tag habe ich sie vor
Augen wenn ich nach hinten schaue. Der Wind ist geradeso ohne Kreuz zu
segeln, aber nimmt im Laufe des Tage zu bis auf 6. Die Welle geht bei
diesem Ostwind entsprechend hoch. Ich bin froh und erschöpft als ich in
Gislovläge fest bin. Es ist tolles segeln, aber auch anstregendes segeln.
Aber der Himmel ist blau und im Hafen im Windschutz angenehm warm.
Später kommt die Ruby dazu. Die Augusta dreht ab und segelt in den Sund
Richtung Kopenhagen.
Der nächste Tag ist mal wieder harte Arbeit. laut Wettervorhersage soll
es nachmittags der Wind leicht nach SE drehen und nachlassen. Somit
laufen wir eher später aus. Es bläßt aber leider mehr aus Ost, denn aus
Südost und so kreuzen wir Richtung Ystadt mit kräftiger Welle bei
anfangs 5, später 4 Windstärken.
Dort endlich mal wieder frische Lebensmittel einkaufen. Aber zum
fotografieren reicht heute die Kraft nicht mehr. Obwohl es ein echt
netter Ort ist.
Der nächste Tag aber bringt wie vorhergesagt angenehmen Südwind. Wir
kommen gemütlich ums Eck in die Hanöbucht bis Simrishamn. Immer mehr
Zugvögel (so nenne ich die Langzeitsegler hier) Richtung Nordosten
sammeln sich hier, dennoch sind die Häfen um die Jahreszeit noch recht
leer. Vielen sehen wir nun zum Wiederholten mal. Es nett immer wieder
gekannte Gesichter zu sehen. Manch einer erkennt auch meine OE oder
mich. Mich freuen diese Begegnungen. Gerade dieses Jahr habe ich das
Gefühl, dass es häufiger dazu kommt.
Machen sie doch eine Reise als Zeitmillionär aus. Aber auch diese
kleinen verträumten Inseln mit ihren kleinen Geschichten.

Samstag, 4. Juni 2016

Haesnaes

Früh aufwachen am Morgen, die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen durchs Fenster, der Wind ist eingeschlafen über Nacht. Nun gibt es keinen Horizont mehr. Das Meer zerfliesst in den Himmel. Der Sommer ist da. Ich laufe durch einen kleinen Ort mit ein paar reetgedeckten Häusern. Den angeblich einzigen in Dänemark. Aber wie ist das mit den Superlativen. Wenn man sucht findet man immer was einzigartiges. Es ist einzigartig friedlich hier. Als ich gestern an kam, lag nur Heinz, hier. Auch ein Einhandsegler. Er weiss was man will. Er hilft mit den Leinen beim Anlegen. Ein klleines Gespäch. Später kommen noch Augusta und Ruby und 3 andere Boote. Aber es fühlt sich leer und einsam und friedlich an hier.
Mich überkommt ein Glücksgefühl. Vorsaison segeln hat doch was. Vorsaison? Vom Kalender her vielleicht. Seit Tagen gehen die Temperaturen hoch, die Sonne versteckt sich nur noch selten hinter Wolken. Heute nun ist er da, der Sommer. Spiegelglatte See und der Wunsch nach Schatten. Ein deutliches Zeichen. Zumindest bei mir.
Gestern bin ich früh aus Warnemünde los. Die Stadt schlief noch, selbst auf dem gerade einlaufendem Kreuzfahrer standen nicht wie gewohnt die Menschen an der Reling und schauten auf die Stadt.
Es ist noch ruhig und ich motore gegen den langsam aufkommenden Wind. Wir wollen nach NordNordosten und da kommt nun mal der Wind her. Fast. Als dann 2 Stunden später der Wind kräftig genug zum segeln ist, kann ich unser Ziel, Haegnaes auf Falster, sogar anliegen. Also ein Kurs ohne kreuzen. Der Wind dreht an und an etwas, nimmt noch an Stärke zu. Aber immer so, dass es ein gemütlicher und schneller Segeltag wird. Die zu kreuzende Kadettrinne, eine der vielbefahreren Tiefwasserrinnen hier, müssen wir noch queren. Eine Fähre kommt etwas nah, aber auch das geht ohne Wegwenden gut aus und danach nur noch segeln, segeln, segeln. So könnte ich gerade weiter fahren. Doch nach knapp 8 Stunden sind wir in Haesnaes, diesem wunderbar verzaubertem Ort.








PS: Nun in Klintholmen auf Mön. Es gab doch etwas Wind um hierher zusegeln. Gemütlich langsam. Zeit sogar um mal die Ostsee auf ihr  Badetauglichkeit zu prüfen. Bei 14 Grad fast bestanden, aber ich war dennoch drin.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Es geht los


 Nun bin ich mit der Slisand seit 3 Wochen im Wasser und in Warnemünde. Langsam komme ich zur Ruhe und das Tempo geht runter. Es tut gut ein paar Tage wo zu liegen und (fast) alles am Boot ist ok. Eigentlich sollte es 3 Tage regnen und Starkwind aus NE geben.
Ich bin deshalb am Sonntag sehr früh in Burgtiefe los und habe meine dort getroffenen Freunde früher wieder verlassen, als geplant. Ben und Steffi bereiten sich in ihrer Elternzeit auf eine längere Reise vor und die Ruby  wir mich in den NE der Ostsee begleiten.
Ich dachte aber Warnemünde zum abwettern ist allemal besser als so ein Betonhafen wie Burgtiefe. Nun hab ich seit 3 Tagen Sommer, gestern sogar extremer warmer Wind dabei. Aber nie wirklich viel. Unter tags nimmt er wegen Seewind immer zu und dreht nördlich.  Nachte gab es mal ein kleinen Regenschauer, aber ansonsten ist es sommerlich schön. Der Wind bläßt aber mit 5-6 aus Nordost und somit genau daher, wohin wir hier alle wollen. Nicht nur ich haben sich hier verkrochen und warten darauf endlich weiter zu segeln.
Vor 3 Wochen wurde die Slisand in Gelting Mole gekrant. Vorher Unterwassrschiff gestrichen, Verstellprop wieder eingebaut und Ruder angeschraubt.


 Den Fäkalientank konnte ich nicht vorher einbauen, denn die Herstellerfirma hat die Anschlussstutzen zu dick montiert. Können wohl nicht lesen. Also zurück und nur einen Borddurchburch mit Seeventil versehen und los ging es nach Kappeln. Liege da neuerdings gern bei der Werft Steckmest. Nicht nur eine Schifftaufe erlebt man da, nein auch die Betreiber, wie auch die Liegeplatzhinhabe sind alles sehr freundlich und entspannt. Der richtige Ort um am Schiff zu arbeiten. Und es war Sommer, eine Woche lang. Der Schweiss lief aber pünklich zu den Eisheiligen am Pfingstsamstag wurde es kalt. Dumm, dass da gerade Margert ihren Urlaub genommen hatte. Es wurde zwar eisig kalt, aber der Himmel hat es gut mit uns gemeint und sehr oft die Sonne vorbei geschickt. Nur der Wind Gott war nicht ganz so gnädig.
Am Pfingstsonntag wollten wir nur ein kurzen Schlag nach Mommark segeln. NW war angesagt 4-5. Ein Anlieger und anfangs eher schwach. Doch mit einer sehr schwarzen Wand im Westen sprang dann der Wind um 90 Grad und wir liefen statt NNE mehr als E. Doch das führte von den dunklen Wolken weg und das war ja nicht so verkehrt. Als die Wolken sich verzogen hatten, und wir trocken blieben, drehte der Wind zurück und nahm zu. 1 Stunde später nochmal das gleiche Spiel. Nur diesmal wendeten wir mit. Dennoch blieben wir trocken. Nur der Wind blieb konstant aus NE und nahm in Boen auf 7 zu. Schnell reff rein, Fock war eh schon klein gewählt. Ob wir bei dem Wind in den nach Norden offenen Hafen von Mommark einlaufen können. Wir froren und bis zum nächsten Hafen wären es über 4 Stunden.
Doch der Wind hatte ein einsehen. Er drehte zurück auf NNW und lies nach und so war Mommark gut anzulaufen. Der Hafen neu gemacht und in der Vorsaison recht leer.
Am Tag darauf flogen wir unter kleiner Fock rüber nach Faborg. Nur 3 Stunden unter weissblauem Himmel. In Faborg ein neugieriger Blcik eine älteren Herren. OE32 Besitzer, wie sich später raustellte und wollte nur mal schauen kommen. Ein Deutscher, der seit den 60igern schon in Dänemark lebt.  Wir wurden auf seine OE eingeladen und erfuhren noch einiges über diese Boote und wie sie alle selbstausgebaut werden konnte mit Hilfe von einzelnen Baugruppen als  Bausätze. Es hat es selbst getan, ähnlich meiner, dennoch anders. Gerade deswegen besuchen sich OE Eigner sich gerne untereinander. Sein Boot war nur unwesesentlich jünger, fast das selbe Baujahr.
Am nächsten Tag vor dem Wind bei 5-6 und trockenem Himmel weiter nach Svendborg. Auch leer der Hafen, wie auch Faborg. Doch sehr teuer geworden. Für eine 10m Boot 260 DKR, dass sind ca. 30 Euro. Für die dän. Süssee doch Spitze  (normal 150+/-20 kronen). Dafür tolle Duschen mit vorbestimmter Wassertemperatur. Eine Temperatureinstellung fehlt.
Am nächsten Tag Richtung Marstall. Der Wind hat nachgelassen und leider nach Süd gedreht. Wir kreuzen bis Rudköping und dann die enge Rinne unter Brücke doch unter Motor zu fahren.
Ja das entspannt. Endlich mit gewarteter neuen Schraube und funktionierendem Motor ohne Macken auch mal gegen den Wind Fahrt zu machen.
Aber wir können dann doch wieder die Segel setzen und bei 3-4 bis Marstall segeln.  Auch dort leer, aber nicht ganz. Erst besucht mit Oli, den ich über das SF kenne und seit 2 Jahren nicht gesehen habe. Danach entdecke ich Frank mit seiner Cornish Crabber am Steg. Ihn kenne ich von München. Er hat nun sein Boot in Laboe. Am nächstenMorgen liegen dann Brötchen im Boot, als ich vom Duschen kam. Danke nochmal dafür.
Es ist windstill und diesig. Die Aussichten mit E bis SE lassen uns Richtung Kiel motoren. Gegen Mittag kommt dann ein schwacher ESE auf. Wir können den Spi setzen. Es geht gut vorran und der Tag ist sonnig und warm. Um nicht zu früh wieder im Hafen zu sein, ändern wir den Kurs und segeln unter Spi bis Eckernförde. So entspannt könnte es öfters sein. kommen abends entspannt und etwas von der Sonne verbrannt mit dem letzten Wind an.

Dann geht es zurück in die Schlei.  Bei SSW 4-5 Ist das eine schnelle Angelegenheit. Schon gegen Mittag sind wir wieder in Kappeln und abends grillen wir bei Michael und Anna, die seit einigen Jahren in traumhafter Lage dort wohnen, bei sehr wechselhaften Wetter. Dennoch kommen wir spät in die Koje.
Den letzten Tag für Margret verbringen wir im Auto. Wir fahren nach Flensburg und besuchen auf dem Rückweg noch Freunde die neu nach Schlewig gezogen sind.
Sonntag früh bin ich dann allein und mein Auto mit Margret auf dem Weg nach München. Ich habe nun den Fäkalientank in den Händen. Und?? ja ich glaube es nicht. Die Anschlussstutzen sind zu klein. Statt wie gesagt 38mm sind es nur 36mm. Ich verdicke das mit Tape. Ob es dauerhaft hält weiss ich nicht. Mit dem Hersteller mache ich aus, dass ich ihm das Teil im Herbst wieder bringe. Unglaublich.
Der Deckabsaugungsstutzen ist schnell eingebaut und die Schläuche verlegt. Ich bin froh nun dies fertig zu haben. Denn die Elektik hat auch noch ihr Macken. Die Logge geht nicht, Radar nicht und AIS spinnt auch. Ich vermute einen Elektrikkobold.
Logge wird von innen gezogen und gereinigt. Geht! Radar- ein Stromkabel an der Mastfussverbindung war rausgerutscht.Geht!  Nur das AIS läßt mich verzweifeln. Das alte wollte nicht mehr, aber ich habe das gleiche gebraucht gefunden und zu Michael schicken lassen. Doch nun klappt es nicht mehr. Ich checke alle Kabel, Update meinen Kartenplotter. Schreibe Emails an Hersteller und Importeur und sonstwohin. Nichts tut sich. Dann ein Tip im Internet, den Margret gefunden hat, und da heisst es: ein unterschiedlicher Innenwiderstand des Lowrance und des AIS lassn diese Problem entstehen. (komsich früher gings doch auch). Ein Kondensator mit 100nf in der NMEA + Leitung würde das Problem lösen. Nur wo herbekommen? 2 Anrufe später hab ich einen sehr netten Elektroniker am Telefon und der will mir so ein Teil heute noch vorbeifahren. Ruft nochmal an. Und er kommt und schenkt mir das kleine Teil. Uwe Klein in Grodersby, danke. Und es geht nun wirklich. Unglaublich. Keine kannte die Lösung. Es kommt über ein amerikanischen Forum. Kobold???
Bei Steckmest lerne ich noch Carsten und Conny kennen. Beide wollen auch dieses jahr zu den Aalands und erkennen meine Slisand, die ihnen von meinen Filmen vertraut sind. Wir weren uns noch öfters sehen. Sie segeln einen wunderschönen schnellen Nissen Design mit Holzausbau.
Nun gut gelaunt segele ich dann nach Kiel. Michael  kommt mit und freut sich endlich mal OE segeln zu können. Der Wind ist super und ich setze sogar den Spi. Wie immer fahre ich nach Kiel, wo ich viel Freunde habe. Hier starte ich immer meine Törns. Steht ja auch auf dem Boot, als Heimathafen. In Wellingdorf werden auch gleich meiner Leinen angenommen. Ist wie Heimkommen. Den ganzen Abend sitze ich mit Freunden zu sammen. Später lerne ich noch Michael (noch einen) und Anne kennen, die mit ihrem "neuen" 100 Jahre altem Haikutter nun hier am Steg liegen. Gut im Zustand dürfen wir ihn sogar Innen besichtigen. Sie haben nur noch eine kleine Wohnung im Ort und leben die meiste Zeit auf dem Schiff und gehen von hier aus zur Arbeit.  Es wird ein langer Abend, denn es ist auch wieder warm geworden.
Mit Rainer und Sabine aus HH segele ich dann am nächsten Morgen über Bagenkop nach Burgtiefe. Bei wenig Wind und meiner riessigen Genua geht es auch fast bis Fehmarn. In Burgtiefe bin ich mit Ben und Steffi und ihren kleinen Kindern verabredet. Sie wollen die Elternzeit nutzen und mit einer Phantom 39 in die Welt hinaussegeln. Doch es ist immer noch soviel zu tun. Blöd dass man das Schiff noch gar nicht so lange hat und deshalb nun etwas in Druck gerät, weil man immer was neues verpfuschtes findet.  Ich wünsche ihnen so sehr, dass alles klappt. Ich habe die beiden 2014 in den Ostschären kennengelernt.
In Burgtiefe treffe ich auch Ruth und Wilfried mit ihrer Ruby. Mit den beiden werde ich den Sommer verbringen. Wir wollen beide zu den Alands. Dumm nur, dass sie am Montag noch zollfreie Ware bunkern wollen und die letzte Chance auf eine ruhige Überfahrt am Sonntagmorgen nicht mit machen können. So liege ich nun in Warnemünde, hab ein Segel zum Segelmacher (Kleinigkeit) und den Rest der kleinen Arbeiten erledigt.
 Gut dass  der Regen nicht wie vorhergesagt gekommen ist. Wind ist aber genug dagewesen.
Auch Carsten udn Conny haben bis hierher geschafft. Liegen aber drüben in der Hohen Düne. Und heute kommt die Ruby nach Warnemünde. Also bleibe noch ein Tag, obwohl es heute mich schon sehr stark weiter nach Dänemark drängt.
Dennoch ist es schön mal soviel Zeit und Ruhe zu haben und in einem Hafen länger zu bleiben. Danke an das Wetter.
 Bei Michael lassen wir es uns gut gehen
 Mommark auf Als
 Die Cornish Crabber von Frank
 Cafe Sorgenfrei in Burgtiefe

 Hier bleibe ich länger. Mein Liegeplatz in Warnemünde mit schöner Aussicht und ab Mittag die Sonne im Cockpit und unter der Spryhood geschützt vor dem Ostwind
 Wahrzeichen in Warnemünde
 Der Strand, der Sand ist noch kühl, aber tut so gut für die Füsse.

 PS: Nachtrag:
Im Winterlager wurde mein Außenborder gestehlen. Die Hallen wurden alle aufgebrochen und alle Aussenborder gestohlen. meiner ar zwar angeschlossen am  Boot. Hat aber nichts genutzt.
Die Versicherung botz mi 100 Euro nach Abzug meiner Selbstbeteiligung an. Dumm, dass ich aber mich schon bei den anderen betroffenen Informiert habe. Bei Einbruchdiebstahl fällt keine SB an.
Doch, so das Argument danach der Versicherung, ich hätte den AB nicht gemeldet. Pech für mich. Ich aber habe gemeint, dass man darüber nicht informiert wurde beim Anschluss und fragte nach dem Beratungsprotokoll. Tja und da wurde es es lustig. 1. Stellten sie fest, dass die SB nun shcon länger nicht 600 , sondern nur 300 Euro beträgt und weil sie nun auch nicht lumpen lassen diese 300 mit mir noch teilen wollen. Weil ich ja vlt auch einen kleinen Fehler gemacht habe und den AB nicht angegeben habe, bekomme ich nun 550 Euro. Also fast mein Einkaufspreis.Es lohnt sich dran zu bleiben.
Von Michael habe nun einen gebrauchten alten AB bekommen und bin somit wieder vollständig und die Sache erledigt.
Und ich ahbe nun der Versicherung eine bebilderte Ausrüstungsliste (alles was nach dem Kauf noch ins Boot kam) gemacht. Ab nun wird das nicht mehr gelten, dass ich was vergessen habe. Ein Tipp auch für Andere


Sonntag, 3. April 2016

Logbuch Schottland 2015 ist als PDF abrufbar

Hi, endlich habe ich das Blog-Logbuch als PDF zum leichteren Lesen fertig. Einige Bilder sind mit drin, aber nicht alle.  Wer sehen will muss dann zu den einzelnen Tagen direkt. Viel Spass

Norwegen folgt demnächst.

http://modellsegeln.net/logbuch2015schottland


Freitag, 1. April 2016

Kommentare zum Film



Hab mal ohne die Lobenden zu fragen die Komemntare zum Film zusammengefasst.
Danke für Kommentieren

Rai....:
moin Andreas,toll, sehr professionell

Pe...:
Klasse Klasse Klasse!
In Vorbereitung auf unseren Schottland Törn in 2017 ist das einfach spitze!
Danke für Deine Freude/Mühe/Spaß/......

Kl....:
Von mir gibt es 10 von 10 Punkten für diesen Film. Professionell gemacht (wen wundert das? ), unaufgeregte, sehr passende Musik und dazu Andreas angenehme Erzählstimme. Ich war begeistert und finde: Dieser Film ist jeden Cent wert. Die Bilder vermitteln ein sehr realistisches Bild von dem Segelgebiet, soweit ich das aus meinen Erfahrungen beurteilen kann. Ganz witzig fand ich die von Andreas öfter gemachte Bemerkungen zur Strömung, die ihm gelegentlich zu schaffen machte. Das erinnerte mich an die ständige Wiederholung unserer YM-Instruktorin: "Strömung schlägt Wind, immer"

Ra...:
Danke Andreas für dein Arbeit, sehr schöner Film. Du macht Lust in Schottland zu segeln, auch wenn das Wetter erwartbar durchwachsen sein wird. SailScotland sollte Dich "featuren".

Slp...:
sehr professionell, vielen Dank! Seehr interessant. Frohe Ostern!

Ham..:
Lieber Andreas,
der Osterhase hat mir Dein Film ins Nest gelegt.
Großes Kompliment! Sehr professionell gedreht und schön erzählt.
Vielen Dank.

Gui...:
hey andreas, habe den film angeschaut. wie immer sehr schön !! viele grüsse

Wil...:
Hallo Andreas, 
dein neuer Film ist wirklich Spitze und ist allemal das Geld Wert, freue mich auf die Fortsetzung.

Wil...:
ich wollte Dir eigentlich schon länger einmal mitteilen, dass ich deine Videos einfach gut finde. 
Deine unnachamliche Art der Komentierung deiner Segeltörns in Verbindung mit professionel-
lem (Einhand) Segeln machen die Filme zu einem Vergnügen für jedem Fahrtensegler, gerade
für Wiedereinsteiger nach dem Berufsleben.



Mittwoch, 23. März 2016

Der Film ist Fertig




Der Film  2015 ist fertig, nicht ganz, nur der 1.Teil. Schottland
Norwegen wird folgen.Irgendwann. Filme drehen macht ja Spass, man ist unterwegs und dreht mal mehr mal weniger. Aber das Sichten und Schneiden. 200 Arbeitsstunden stecken da nun drin. Nur im 1.Teil. Mit neuer Software und verbessertem Rechner, weil es sonst in HD gar nicht gehen wollte. Und das kostet. Deshalb werde ich die beiden Filme diesmal nicht kostenlos verbreiten können. Bitte unterstützt mich und gebt den Film nicht kostenlos weiter.
Mit 14,90 für 65 min Segeln und wunderbare Landschaft in HD Qualität ist, denke ich, vertretbar.
Einen Trailer findet ihr bei youtube:

Schottland 2015

Den HD Film gibt es im Shop von www.segel-filme.de zum Downloadkauf

hier der Link direkt dorthin

 Bei Wunsch nach einer Bluray oder DVD bitte mir mailen: aschi1711@aol.com


Samstag, 29. August 2015

Fast zuhause

Die Sonne geht im Westen am blauen Himmel unter. Ich liege vor Anker vor Marstal auf Ärö in Dänemark. Sie tut das nun schon sehr früh. Ein Zeichen, dass es Herbst wird. Auch heute als wir hoch am Wind den Langeland Belt nach Süden gesegelt sind, merkte man den Herbst in der Luft. Es war kühl. Im Hafen dann, aber nochmal Shorts und T-Shirt raus. Ein schönes Ende meines Sommertörns, der am Anfang so wenig mit Sommer zu tun hatte. Nun die letzen Wochen kann ich mich nicht beklagen. Ganz Skandinavien wettert über den "schlechten" Sommer, so wie es auch die Schotten taten. Ich bin im großen und ganzen zu frieden. Das Schlechte (kalte) vergisst man eh und zurück bleiben die schönen Erinnerungen an sommerliche Segeltage in Norwegen und Schweden. Oder auch Dänemark. An ruhige Sonnenuntergänge in Traumbuchten.
Über Kopenhagen, wo Margret ausstieg und ich allein weiter segelte bin ich in die bezaubernde Inselwelt Süddänemark eingetaucht. 
Letzten Ostwindtag nutzend bin ich  von Dragör, kleines zauberhaftes Fischerdorf südlich von Kopenhagen, in den Bögestrom in der Faksebucht gesegelt um auf der Insel Nyord meine Freunde von der Ruby zu treffen. Der Wind war stark und am Ende auf die Nase. Meine Schraube hat immer noch nicht die Schubkraft wie am Anfang der Reise. Keine Ahnung was sich da verstellt hat, aber ich kam einigermaßen gut dort an. Raus aus dem kleinen Hafen ging es dann nur Rückwärts, denn ich bekam mit lahmen Motor die Slisand nicht gedreht. Rückwärts kommt der Motro nicht auf Drehzahl.
Es folgten wunderbare Segeltage zusammen mit der Ruby. Manchmal mit etwas Regen und immer hoch am Wind nach Agerö (bei Omö im großen Belt). Starker SW hielt uns da dann auf. Doch die Aussichten waren nicht so toll, sodass wir uns am geplanten Hafentag, dann doch aufmachten um West zu machen. Nyborg lag da genau richtig. Mit kleinem kurzem Kreuzschlag ging es  nur unter kleiner Fock und Rumpgeschwindigkeit über den Großen Belt. Am nächsten Tag, nicht der angesagte West, nein, weiter SW, etwas schwächer und hoch am Wind mit kurzem Holeschlag nach Lundeborg. Dort verbrachten wir einen wunderbaren Abend mit der Crew der Viking, die wir in Agerö schon getroffen hatten. Uner Rubys cockpizelt ist einfach gut Platz. Die Abende werden kühl.
Heute dann zum letzten Schlag durch die schöne Landschaft Dänemarks. Wie anders ist es hier zu segeln, als im rauen felsigen Norden und Nordwesten. Eine Augenweide, die farbigen Äcker und Wälder. Geschützter Seeraum. Da macht auch Kreuzen Spass. Was für ein herrlicher Segeltag. Dann schenkte man mir noch Schiebestrom durch die Brücke bei Rudköping. Ruby habe ich in Lundeborg verabschiedet.  
Nur kurz hielt ich es am Samstag Nachmittag in Marstall aus. Deutsches Wochenendziel der Kieler Bucht.  Ich suchte das Weite und das liegt ganz nah vor dem Hafen Marstall.  Der Wind schläft mehr und mehr ein. Ich hoffe auf eine ruhige Nacht. Nun noch Kiel und von dort in dei Geltinge Bucht. Das Wetter wird unstet und die Vorhersagen alles andere als sicher. Jeden Tag ändert sich die Vorhersage für nächste Woche.  Sicher ist nur. Am nächsten Samstag ist Krantermin.

PS: Das war nun das Ende des Bloges für dieses Jahr. Es werden noch Bilder kommen und ein kleiner Beitrag als Zusammenfassung und Tipps fürs altägliches bei Segelreisen in die Länder. Aber das kann noch dauern. Danke fürs dabeisein. 
Andreas





Von Samsung-Tablet gesendet

Dienstag, 18. August 2015

Bilder


Hoch am Wind bei 5-6 gegen Süden

Torekov Lotsenhaus

Torekov ist gemütlich
Wir verbringen die Nächte gern vor Anker. Der Sommer ist endlich da






Eine Rutsche für Vögel oder Kunst?
kaltbadeanstalt in Varber
mit orientalischem Einschlag
Varbergs Rathaus
Liegeplatz im Stadthafen von Varberg

Göteborgs Innengasthafen Lilla Bommen     
  
Die Viking, eine 4 Mast Bark in Göteborg ist kein Museum sondern eine Kneipe. Gut so.

Sonntag, 16. August 2015

Ein Tag im Leben eines Fahrtenseglers

"Beep, beep, beep" macht es kurz nach Mitternacht. Ich hab darauf gewartet. Es ist der Ankerarlam auf 20m eingestellt. Nachts sollte der Wind auf Ost drehen und zunehmen ich war daruf vorbereitet. Ich mache meinen Kontrollblick , wir haben uns brav gedreht, der Anker hält. - Ich hatte ihn in diese Richtung am Abend, mit der Windentwicklung im Hinterkopf, eingefahren-.
Um 5 Uhr rumst es kräftig und ich höre Stimmen auf dem Deck. Es war das passiert, was ich mir abends noch gedacht hatte. Die Bucht ist groß. denoch legt sich ein 40Fuss Boot derart nah zu uns, dass ich mir gedacht habe, "das könnte eventuell  zu nah sein, wenn der Wind dreht und der nicht eingefahrene Anker nicht hält".
Nun hatten wir Gäste. "der Anker" murmelt er nur kurz und hat startet den Motor und seine Frau sucht die Fernbedienung für die Ankerwinsch.  Und ich glaube es kaum. Sie legen sich wieder knapp vor uns. Nur dass diesmal der Mann als Ankerwache im Copit bleibt. Sie rutschen wieder etwas und gegen 6 höre ich sie Ankeraufgehen.
Wir gehen, wie meist am späten Vormittag, Anker auf und wollen im nahen Hafen von Vängrö uns noch etwas umsehen. Schon beim losfahren merke ich, dass etwas mit dem Getriebe (so meine Diagnose) nicht stimmt.
Als wir dann, im sich schon füllenden Hafen einlaufen, der Wind mit 4-5 gut blässt und wir versuchen zu stoppen, geht gar nichts mehr. Das Schiff fährt weiter. Ich fahr die Hafenmanöver eh immer langsam und hatte heute den Heckanker wurfbereit in der Hand und so kommt es zu keiner Katastrophe- Vorne etwas abgehalten und ich hinten am Anker ziehend. Buh das war knapp. Nur was ist mit dem Getriebe. Die Insel liegt in den vorgelagerten  Schären vor Göteborg und es ist Freitagmittag. Der nette Schwede, der uns auch mitgebremst hat, hat eine Idee, als ich bei VolvoPenta Göteborg nur auf eine schwedische Computerstimme treffe. Ich finde die mir empfohlene Nummerim Internet,  aber leider seien alle Mechaniker im Einsatz, aber im Nebenhafen könnte es gehen. Er will mich zurückrufen. Er tut es und ich bekomme eine Telfonnummer mit einem englischsprechenden Menschen.
Wir sollen nach Langedrag kommen. Da waren wir vorgestern. Den Hafen kenne ich, da könnten wir eventel unter Segel rein. Wie lang wir brauchen? 2 Stunden (immer im Kopf, die arbeiten nur bei 16 Uhr).
Unser nette Schwede von nebenan will uns mit rausschleppen aus dem Hafen und dem Schärengewirr,  wo es sehr schwer geworden wäre unter Segel frei zu kommen. Es bläßt mit 5 aus Ost.
Im nu sind wir vor Langedrag. Kein Ukw und kein Telefonanruf beim Hafenmeister bringt uns eine Schlepphilfe und so bleibt nicht anderes übrig als rein zu segeln. Ich binde ein Reff ein und mit nur einer Wende in der Hafeneinfahrt sind wir drin und haben einen Platz wo wir längseits gehen können.
Der Mechaniker kommt nach einem Telefonat sofort und stellt fest.  Getriebe ist ok. Welle dreht. Es muss der Propeller sein.
Ok, ich ins Neopren und tauchen. Ja er ist lose und fällt fast ab. Nur die Zinkanode hält ihn noch. Glück gehabt.  Wir binden ihn fest und müssen raus gehoben werden. Eventuel heute aber nicht mehr, er muss erstmal telefonieren. Ich bekomme aber mit, wie sehr er sich einsetzt, dass wir das heute noch machen. Ok. Nur der Lift ist ca 500m weiter im Hafen.In Luv. Dahin segeln geht nicht. Die Idee es mit meinen 2 PS und dem Dinghy zu schleppen gebe ich nach einer kräftigen Boe im Hafen auf und mache mich auf dem Weg zum Hafenmeister. Glück, die 2 Jungs die das heute machen, sitzen gelangweilt rum und freuen sich, was zu tun zu haben.  Längseit gezogen kommen wir zum Travellift. Dort einbugisieren ist etwas aufwendig, denn der Wind drückt. Ich spiele mit dem Dinghy dann Bugsierer. Achterstag los und ab nach oben. Die Mutter der Welle liegt im Hohlraum der Zinkanode. Sie ist schnell wieder drauf und die Madenschraube, die eigentlich das Aufdrehen verhintern soll fest gezogen. Richtig vertrauen habe ich nicht. Ob das hält?
Nun gut:  Es geht gegen 16 Uhr wieder ins Wasser, ich bin 450 Euro ärmer aber ich habe wieder Schub in beide Richtungen im Schiff.  Puh, da war aber viel Dussel im Spiel an diesem  Tag. Abends leisten wir uns, weil es ja eh schon Wurst ist, und wir echt Glück hatten, ein gemütliches  Essen auf der Terassse des Segelclubrestaurant.
Und es war Sommer. Durch die ganze Action am Tag, haben wir nicht gemerkt, wie wir uns einige Sonnenbrände über den Körper verteilt geholt haben.
PS:
Am nächsten Tag geht es weiter gegen Süden. Erst können wir bei 5-6 gut anliegen, dann aber  dreht der Wind uns auf die Nase und bringt auch noch ein Gewitter mit starkem Schauer mit. Danach dreht der Wind aber wieder zu unseren Gunsten und nach knapp 9 Stunden sind wir in Varberg. Eine nette kleine Stadt an der Westküste Schwedens. Dort machen wir dann mal einen Tag Pause.

Dienstag, 11. August 2015

Zwischen den Schären nach Süden.

Es ist warm geworden, wir schwojen vor Anker zwischen den Schären. Es hat sich zu unserer Lieblingsart des Übernachten entwicklet. Gehen vom Boot aus Baden. Nur kurz, denn es ist kalt. Aber Sommer ist Sommer und da gehört das dazu.
Von Oslo, wo es Tag für Tag leerer wurde und man das Ende der Hochsaison spürte sind wir nach Süden. Inzwischen ist Margret an Bord und begleitet mich bis Kopenhagen. Oslo war schön, aber als wir ablegen macht der verhangene Himmel es uns leicht wieder raus zu fahren. Der Wind ist schwach und von vorne. Wir werden uns daran gewöhnen unter Motor zu fahren.
Die erste Nacht verbringen  wir wieder in der Bucht in der ich Samstags noch fast 50 Boote vor Anker gezählt habe. Heute liegen da gerade mal 4. Es ist eine ruhige Nacht und morgens ist es neblig und der Wind wieder leicht aus Süd, unserer Richtung. Doch es reißt auf und der Wind dreht etwas zu unseren Gunsten und wir kreuzen nach Süden zum Ausgang des Oslofjord. Immer wieder schwankt der Wind und wir in unserem Ziel. Am Ende gehen wir nach Hankö. Auch hier leere Stege und ein gemütliches Liegen. Zum Ort auf der anderen Seite des Sundes gibt es eine kleine Fähre die je nach Bedarf (man klingelt am Steg)fährt.
Man hätte bestimmt auch an eine der Bojen gehen können die im Sund zu hauf ausliegen, doch keiner konnte mir diesbezüglich etwas sagen. Vielleicht hätte man nicht fragen sollen und wie andere,  einfach daran festmachen.
Der nächste Tag fängt wieder wie der vorherige mit diesigem Nieselwetter an und verändert sich aber in einen wunderbaren Sommertag gegen Mittag. Wir wollen zu den Koster Inseln. Wieder kein Wind und wieder unter Motor. Den Tank haben wir in Hankö nochmal mit den restlichen Norwegischen Kronen gefüllt.
Auf den Klosterinseln ist noch nicht Nachsaison. Es ist Freitag und ein Tummelplatz der Norweger. Hier kann man billiger Alkoholtrinken es sind nur wenige Seemeilen von Norwegen hierher. Es ist voll an allen Stegen, das Wetter ruhig und warm. Und so legen wir uns zwischen die Steine südwestlich des Sundes zwischen Nord- und Südkoster und fahren mit dem Dinghy die kurze Strecke in den Ort. Trinken auch ein "billiges Bier" (ca 12 euro für 2x 0,4). und geniesen diese echt sehenswerte Insel und den Flair.




 Am nächsten Tag ist Wind aus Südost angesagt, der im Lauf des Tages nach Südwest drehen und stark zu nehmen soll. Wir also früh raus um vor dem Winddreher Süd zu segeln. Das klappt auch gut, der Dreher kommt etwas eher, aber mit einem kurzen Kreuzschlag schaffen wir es ins Binnenfahrwasser nach Süden. Wir wollen nach Fjällbacka. Dort sind wir mit meinem Freund Aleander verabredet, der mich einige Tage zuvor angeschrieben hatte, nachdem er über Facebook gesehen habe, wo ich bin. Er ist ebenfalls auf dem Weg nach Süden und es passt perfekt.  Sein Boot Uppumpköft eine Willing 31 ist das Boot auf dem ich 1990 meinen BR-Schein gemacht habe. So lange kennen wir uns auch schon.  Am Abend kommt noch Reinhard mit seiner Capirinha rein. Reinhard traf ich einige Tage vorher in Oslo.  Er ist auch schon seit Monaten unterwegs. Er musste noch auf seinen Mitsegler warten und hat uns doch wieder eingeholt. Außerdem kennt er zufälligerweise auch Alexander. Kleine Seglerwelt.
Es ist recht voll in Fjällbacka. Ein netter touristischer Ort und die Stege sind gegen Nachmittag schon recht voll. Eingezwengt liegen wir dort zwischen 2 großen Yachten. Haben kaum Sicht nach Hinten mehr. So richtig ist das nicht, das was wir suchen.
Am nächsten Tag bläßt es kräftig aus Süd. wir schlengeln uns durchs Binnenfahrwasser nach Süden. Die Sonne scheint und der Wind ist recht warm. Nur an manchen Stellen ist auch das Binnenfahrwasser nicht sehr geschützt und wir spüren was  draußen wohl los ist bei Süd 6-7.


Hamburgsund und Sotekanal sind bezaubernd und man sollte sie nicht auslassen. Um nicht nochmal in ein trubeligen Hafen zu kommen, lassen wir Smögen rechts liegen und suchen uns in den Schäreninseln davor einen Liegeplatz. Geschützt ist der Platz zwar, aber der starke Wind pfeift durch eine Senke direkt auf unseren Ankerplatz. Die Nacht ist etwas unruhig, auch wenn ich meinem Ankergeschirr vertraue, bleibt das Unterbewußtsein immer in Habacht.

Am Morgen hat der Wind etwas nach West gedreht und wir können die Segel setzen und noch bei kräftigem Wind in den Sund Kalviken segeln. Dort ist ein enges beschauliches Fahrwasser. Am Bootsmuseum von Bassholmen machen wir fest. Machen eine kleine Pause und vertreten uns die Beine. Den Kaffee (wie lange der da schon auf seiner Wärmeplatte steht) und die Muffins (eingeschweisste Industrieware) im Cafe schenken wir uns. Dafür geniesen wir den Blick über die Schären und die Sonne. Danach fahren wir weiter nach Henan auf Orust. Einst  wurden hier die Boote der Marke Najad gebaut.  Doch es gefällt uns nicht. Schnell duschen und den offenen Supermarkt nutzen, und dann weiter. Hier sind soviele Möglichkeiten zu Ankern, dass es ein Frevel wäre es nicht zu tun.
Wir finden nördlich der Insel Kalvön eine schöne größe Bucht für uns allein. Der Wind läßt uns ruhig schlafen und die Sonne scheint bis zum Horizont am Abend. Wunderschön.
Der Wind ist auch am nächsten Tag wieder schwach und wie sollte es anders sein aus Süd. So motoren wir den ganzen Weg um die Inseln Orust und Tjörn herum. An der Insel Lille Dyrön zwischen den  Steinen dort fällt der Anker. Nicht ganz allein hier aber dennoch wunderschön. Wir steigen auf den Berg der Insel und haben einen wunderbaren Blick weit über die Schären.



Heute sind wir nach Marstrand. Es wirklich Nachsaison. So leer kennt man das sonst nicht. Wir treffen wieder Reinhard und machen mal Klarschiff. Abends wollen wir weiter. Das Ankern gefällt uns. Schwojend zwischen den Steinen