Sonntag, 30. Mai 2010

Rudköping auf Langeland


Badhuetten in Marstall





Marstall

Marstall

So nun mal wieder Internet. Liegen nach einem kurzen Segeltag, patschnaß in Rudköping. Nichts los hier. Irgendwie ist immernoch Vorsaison.
Etwas mehr Leben war gestern in Marstall auf Aerö.

Nachdem ich Christiane in Schleswig vom Zug abgeholt hatte, ging es schnell nach Missunde, weil wir dort verabredet waren. Nein nicht mit Wilfried Erdmann den mehrfach Weltumsegler, der da gerade mit seiner neuen X79 liegt. Aber den haben wir getroffen und uns kurz und nett unterhalten. Scheint ihm noch nicht so recht geheuer zu sein, dieser flotte kleine Flitzer unter Segel.Will damit nächste Woche mit seiner Frau Astrid nach Norwegen aufbrechen.
Gut gegessen im Fährhaus am Abend, ging es am Samstag los Richtung Kappeln. Mit gemütlichen achterlichen Winden, durch 2 Brücken bei idealen Segelbedingungen wollten wir einfach den Tag nicht sofrüh beenden. Vorallem weil ich den Wetterbericht für Sonntag kannte. Ostwind und Dauerregen. Also nicht lange fackeln und durchgesegel bis Daenemark. Der Brief der undedingt noch in Deutschland zur Post muss, wurde einem Segler in Kappeln an der Pier beim Vorbeisegeln in die Hnadgedrueckt.
Bei der schwachen achterlichen Brise sind wir vorm Dunkelwerden schon noch da, dachten wir. Aber es kam anders. Vor Schleimünde dreht der Wind nach kurzer Pause auf SE nimmt bis fast 4 Bf zu und läßt uns mit fast 6 kn nach Marstall segeln. Schon um 19 Uhr liegen fest am Gästesteg. Ein netter dänischer Hafen den jeder mal besucht haben sollte. Kleiner Strandspaziergang am Abend mit Christianes Liebingsbeschäftigung: Steinesammeln. Die Ostsee ist da sehr ergiebig.
Bis spätnachts dann noch am Laptop Lena Sieg in Oslo mitverfolgt und mit Regentropfen an Deck am Morgen aufgewacht.
Nach kleinem Stadtspaziergang reizt uns der nette Wind SE 3-4 (der Regen eher weniger) doch auf zubrechen, um die 10 sm nach Rudköping zu segeln. So ganz untätig können wir dann doch nicht sein.
Hier leider weiterhin Regen und nicht mal der Hafenkiosk hat offen. Gut das der Kühlschrank gut gefüllt ist....

Morgen gehts nach Norden. Mal sehen wie weit. Der Regen soll sich dann auch verzogen haben.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Endlich Unterwegs
















2 Tage gearbeitet, angefangen mit dem Unterwasseranstrich, dem Polieren der Schraube, damit nicht wie letztes Jahr die wegen Pockenbewuchs unbrauchbar wird, und ich in der kalten Ostsee tauchen muss um sie zu säubern.

Dann einige neue elektische Spielsachen (neuer Plotter und AIS mit Antenne) einbauen, Kabelverbindungen Mast/Schiff erneuert. Gearbeitet bis Mittnacht. Wenig Schlaf, aber das Adrenalin hilft. Bin von Vorfreude auf 5 Wochen segeln ganz aufgedreht.
Dann 3 Stunden eher in Wasser, Maststellen, Motortest. Alles OK!!!

Noch einige Stunden Segelklar machen, Einkaufen, stauen und noch den Mietwagen weg. Ja, und dann endlich....

Leinen Los heute um 11 Uhr. Bei leichter NW-Brise mit einem Kreuzschlag an Kalkgrund vorbei Richtung Schleimünde. Natürlich dann mit Spi, auch wenns am Ende nur 3 kn sind. Muss wieder aus der Hektik des Alltags raus und die Langsamkeit geniesen. Erinnerungen an meine Reise mit Motorhandicap werden wach.
Gut eingepackt am Morgen noch wurde es mir immer wärmer. Am Ende saß ich in Shorts und T-shirt im Cockpit. Wunderbarer Segeltag. Später drehte der Wind auf Ost. Ich motorte den Rest ab Schleimünde nach Kappeln.
Schwieriger Anleger bei kräftigem Strom im ASC.
Hab leider im Winter vergessen meine Allroundfock zum Nähen zu bringen. Das muss nun morgenfrüh hier noch gemacht werden. (Nur schnell die wichtigen offenen Nähte). Nachmittags muss ich nämlich in Schlewig Christiane abholen, die mich bis Kopenhagen begleitet. Danach segle ich bis Nyköping alleine. 10 Tage alleine. Solange bin ich noch nicht allein gesegelt. Eine neue Erfahrung. Bin mal gespannt.

Mittwoch, 21. April 2010

Bald gehts los

Es ist nicht leicht. Überall wird gekrant, Masten gestellt, die ersten Törn gesegelt, und ich habe noch 5 Wochen Arbeit vor mir. Dann aber, Mai gehts schnell ins Wasser mit der SLISAND und wir machen uns in einem 5 Wochentörn auf nach Stockholm. (über Kopenhagen und Bornholm).

Samstag, 6. Februar 2010

DVD- ist fertig!!!

Ich habs geschafft. Computer hat genervt, viele Abstürze, aber es wurde eine complette DVD mit Menüführung. 40 Min.

Segeln unter Weißen Nächten
- meine Sommersegelreise in den Nordosten der Ostsee 2008.

Wer sie will. Preis incl. Porto Deutschland 8 Euro. Bestellen über: aschi1711@aol.com

Mittwoch, 3. Februar 2010

Sonntag, 10. Januar 2010


BIlder Sommer 2009
















Nachtrag


















Lange ist es her, dass ich das Logbuch weiter geführt habe. Nun ist es Winter und ich denke schon an den nächsten Sommer. Dennoch eine kleine Auffrischung und Aktualisierung.

Nachdem ich Pfingsten die Slisand einhand nach Kiel zurück gebracht hatte und ich das Alleinsegeln wirklich genossen habe, (aufstehen und lossegeln und solange segeln wie man mag, und auch kurzfristig Änderungen im Tagesplan ohne rechtfertigungen, verwirklichen konnte), weiss ich nun, ich werde das noch öfters geplant machen.
Im August gab es dann ruhiges Segeln durch die dänische Südsee und Smallandfahrwasser nach Kopenhagen, mit Crewwechsel dort und wieder zurück mit meinen Söhnen. Der Hinweg mit eher wenig Wind, zrück dann etwas mehr. Rundum wunderbare 3 Wochen.
Zum Formstreff wieder zurück in der Schlei wurde die Slisand noch zum Filmstar. Segelfime.de macht Bootsportaits für YachtTV. Frank mit seiner Hanse 31 und meine OE32 waren die ersten. Und während ich noch schreibe, dass der Film nochnicht online ist, kommt die Mail mit dem Link zum Film. Zufall?
http://www.segel-filme.de/boote/mein-bestes-stueck-oe-32/

Dann ging es früh ins Winterlager (was für ein wort im ende August), denn ich musste den Rest des Urlaubes mein Haus renovieren und damit war die Segelsaison viel zu früh zu Ende.
Dieses Jahr geht es Ende Mai los über Kopenhagen, Bornholm, Kalmar nach Stockholm. Dort bekommt sie eine kleine Pause (wenn nicht Freunde von mir sie etwas bewegen) um dann im August in 5 Wochen wieder zurück gesegelt zu werden.

Mittwoch, 17. Juni 2009

wieder daheim


Christiane bleibt in Odden zurück

Bei besten Bedingungen ging es los

Aber immer wieder zogen Regenschauer heran.


So nun geht die Geschichte noch zu Ende.

Ich bin also noch bis zur großen Beltbrücke gekommen. Im Abendlicht legte ich mich in Korsör außen an einen Steg, schlief einige Sunden und bin morgens um 4 Uhr wieder los.
Ich wollte Klaus und Evi von der Alegria nicht zu lange warten lassen. Hatte mir vorgenommen um 18 Uhr in Laboe zu sein. ca 70 sm. Gut das der Wind aus NW mit fast 5 Bf schieben half, denn die Ströung im Belt stand an manchen Stellen mit fast 2,5 kn dagegen. Dabei baute sich, wie bei Strom gegen Wind üblich, eine gemeine kurze Welle auf. Nicht leicht da das Boot am laufen zu halten. Wenn ich nicht gerade andereitig beschäftigt war und meine Windfahne steuerte, legt ich selbst Hand an, damit die seitlichen Auschläge am Kurs nicht zuviel Zeit kosteten
.
Spät abends an der Großen Belt Brücke

In der Kieler Bucht, wo ich gegen 13 uhr endlich an kam und den Strom verließ, verließ mich erstmal auch der Wind. Um meine mir gesetzte und bekanntgegebene Ankunftszeit zu halten setzte ich bei 3-4Bf noch den Spi und surfte mit 6,5 kn dahin. Dabei wollte ich mich nun wirklich nicht auf die Windfahne verlassen und es wurde ein zwar anstrengender aber geiler schneller Ritt über die Ostsee. Am Ende waren nach knapp 12,5 Stunden auf der Logge 80sm. Also über 10 sm nur durchs Wasser gesegelt und nicht über Grund. Sysiphos

Gegen 16.45 lag dann der Hafen von Laboe vorraus, Klaus und Evi hatten schon ´ne Box organisiert und winkten von der Mole. Der Rest war Routine.

Mit Klaus und und Evi verbindet mich inzwischen eine sehr innige und vertraute Freundschaft. Ich kenne die beiden vom letzten Jahr. In Kurresarre haben wir uns getroffen. Im Winter haben wir sie in Berlin besucht und hatten uns nun viel zu erzählen. Die beiden sind auf dem Weg nach Hamburg zu diversen Familenfeiern. Es wurde ein langer und feuchter Abend.





Am nächsten Tag dann langer Reger, kalt und kein Wind. gut das ich die lange Strecke nun schon hinter mir hatte. Am Nachmittag kam Christiane wieder an Bord.

Die nächsten beiden Tage gönnten wir noch Medikamentenversuchen und segelten mit verschiedenen Mitteln über die recht milde gestimmt Kieler Förde. Christiane war glücklich, endlich auch mal das Segeln geniesen zu können. Wollte das Ruder gar nicht mehr hergeben.



Am Donnerstag, unserem vorgezogenen Abreisetag, regnete und bließ es aus allen Rohren. Wir hatten die richtige Entscheidung getroffen. Am Abend trafen wir nochmal kurz in Hamburg Klaus und Evi, die im Citysporthafen einen doch recht unruhigen Liegeplatz hatten. Nichts für Seekrankempfindliche Mägen.

PS: Vom letzten Jahr gibt es youtube einen ersten Teil eines Films meiner Segelreise.

http://www.youtube.com/watch?v=Yq3CFNzuprw

Samstag, 6. Juni 2009

Heimwärts

Lange nichts geschrieben. Jetzt bin ich auf See, Kurs Süden im großen Belt. Nach recht viel Starkwind bei schönem Wetter, weht nun ein angenehmer Ostwind. Dafür regnet es manchmal etwas.
Heute bin ich los in Odden, ganz im Nordwesten der großen Insel Seeland. Dort hat christiane die Fähre genommen, denn das kleine Boot mit seinen heftigen Bewegungen fördern ihre Seekrankheit. Gerade gestern, nur ein kurzes Stück von Hundested nach Odden, war eine starke Restdünung, bei eher wenig Wind ließ sie fürchterlich leiden. Leider war auf allen Seestücken immer recht viel Seegang. Auch von Hogenäs nach Gilleleje, wo uns abends ein gewaltiger Sturm im Hafen stark leiden ht lassen. Deshalb hat Christiane mit dem Bordfahrad eine 40km lange Landpartie an der Küste entlang gemacht, während ich die Slisand bei noch recht kräftigem Wind und Seegang, nur unter kleinster Fock nach Hundested gesegelt habe. Dort genießen wir einen gemütlichen Hafentag und die Hoffnung auf abnehmende Winde. Doch darauf kann man sich leider nicht, trotz gegenteiliger Wettervorhersagen, verlassen. Da wir nicht zu sehr in Terminnot geraten wollen machen wir uns dann gegen Mittag auf. Doch auch hier wieder nur Leiden für Christiane.
So nun besucht sie eine Freundin, während ich in großen Sprüngen nach Kiel segle und wir uns da am Dienstag wieder sehen.
Wenn der Wind heute so weiter weht, schaffe ich es im Hellen noch bis zur großen Beltbrücke. Danach:...???Alles Möglich. Das ist die Freiheit die ich mag beim Alleinsegeln. Jetzt kommt auch noch die Sonne raus....