Dienstag, 3. Juli 2007
Nachtrag
Hier nun einige Bilder
Samstag, 30. Juni 2007
Angekommen!
Ein Restaurant-Tipp an der Schlei: Das Epinard in Borgwedel südöstlich von Schleswig. Ein kleines gemütliches Landlokal mit "cuisine à la minute" - alles frisch zubereitet. Da haben wir gestern gar köstlich geschlemmt! (http://www.epinard.de/)
Und noch ein Tipp in Maasholm: Die Fischerhütte am Ende der "Hauptstraße": eine urige Pinte, wo wir eine Riesenportion perfekt gebratenen Dorsch verdrückt haben. Das müssen wir mit unserem Grill erst noch hinbekommen.
Warum geht jeder Urlaub so schnell vorbei - oder verfliegen die Tage auf dem Wasser in doppeltem Tempo? Es fällt schwer, sich gedanklich an Land zu begeben, aber neue schöne Törns werden folgen.
Freitag, 29. Juni 2007
Geiler Ritt
Heute sind wir in Lindaunis in der Schlei noch mit Freunden verabredet und haben uns einen faulen Tag mit kurzem Stadtbummel in Kappeln gegönnt. Wind und Wetter luden auch nicht wirklich zum Segeln ein und wir waren froh schon ein gutes Stück Richtung Kiel gekommen zu sein. Das werden wir morgen noch vollenden. Leider wohl wieder mit viel Wind und Welle. Aber mit der richtigen Besegelung hält das Schiff mehr aus als seine Crew.
Ich hab sie richtig liebgewonnen die SLISAND.
Donnerstag, 28. Juni 2007
Sonne!!!!
Mittwoch, 27. Juni 2007
Zu viel Wasser im Schiff, zu wenig unterm Kiel
Die Tropfsteinhöhle von Faaborg
So nun reicht´s aber. Es bläst immer noch mit geballter Kraft, der Regen macht keine Anstalten nachzulassen. Unser Schiff ist eine wahre Tropfsteinhöhle. Man weiss gar nicht mehr wo es leckt oder wo es "nur" Schwitzwasser ist. Trocknen schon alle Sachen am Heizlüfter. Aber es kondensiert einfach an allem was mit der Außenhaut verbunden ist. Fenster, freie Gfk-Flächen, auch die unterm Holz und da rinnt es dann irgendwann raus. Aus allen Ecken und Enden. Grrrrr...
Und nun fällt auch noch das Wasser. Bestimmt über 1 m fehlen schon. Habe mit dem Handlot nachgemessen. Haben noch 40 cm unterm Kiel. Viel darf da nicht mehr verschwinden. Gestern konnte man noch einfach die Poller belegen, nun braucht man schon ´ne Leiter. Dafür könnte es heute abend Muscheln geben. Schade, dass das Schlauchboot schon verpackt. ;)
Hier im Hafen hängen alle Boote so schräg drin.
Sturm abwettern
Auf in den sicheren Hafen
So, früh aufgestanden und um kurz nach 8 Uhr auf dem Wasser. Dadurch noch schönes Rückseitenwetter mit Morgensonne und Schäfchenwolken. Das blieb aber natürlich nicht so. Der Wind kam aus SSW mit 5-6. Durch Gegenstrom und hoher Welle musste so viel vorgehalten werden, dass am Ende hoch am Wind gegen Wind und Welle gekämpft wurde. Dann noch ein Winddreher auf Süd mit einer dunklen Wolke und es hieß: „klar zur Wende“. So war das nicht ausgemacht...
Naja, gegen Mittag dann endlich angekommen, Regenschauer sind inzwischen auch aufgezogen und wir sind froh, geschützt die nächsten Tage zu verbringen zu können – sogar mit kostenlosem W-Lan.
Eine gute Entscheidung
Von Sejerö geht es in schnellen Schritten weiter den großen Belt nach Süden. Endlich mal wieder richtiges Segeln, des einen Freud des anderen (oder besser dessen Magen) Leid. Mal kein Regenschauer, schöner konstanter Wind um 4 und die SLISAND segelt einfach klasse. Wieder über den Großschifffahrtsweg. Diesmal nur ein kurzer Ausweicher, dann mit Vollspeed (dem Wind und Boot sei dank) rüber. In Kerteminde einer großen Marina suchen wir lieber am Rand einen Platz. Seltsam tot und unersönlich, trotz Midsommerwochenende. Jetzt sind wir im Prinzip auf dem Heimweg. Nein wir haben grade mal Halbzeit, also Kursänderung, wieder zurück nach Norden. Außerdem ist heute Sonnenwendfeier und überall gibt es schöne Feten und Feuer. Und den Naturhafen an Fünen Nordspitze (Korshavn) wollten wir schon immer mal testen. 1 Gewitter, 1 Schauer, später kommt zum Abend die Sonne wieder raus und es gibt lecker Essen in einer der schönsten Ankerbuchten in Dänemark. Komisch, dass ich da noch nie war. Kurz mal das Schlauchboot aufgepumpt, Landgang, vom großen Zelt und feierndem Segelverein mit totem Spanferkel geschockt, ziehe ich mich zum Feuer aufs Schiff zurück. Dort haben wir alles was wir wollen. Der Himmel brennt, Qualm von Land, das man fast nichts mehr sieht – nein, kein plötzlicher Seenebeleinfall - und ein wundervoller friedlicher und gemütlicher Abend an Bord. Dann, weil alle ein Licht an haben, wo doch die Nacht nur 3 Stunden hat, unsere neue Ankerlaterne rausgehängt. Der Bordfrau zuliebe.
Am Sonntag Morgen mit kurzem Bad in der Ostsee und Frühstück im Cockpit alles bestens. Weiter Richtung Westen. Dahin wo man noch selten hinkommt. Diesmal Bogense. Kleinste Stadt Fünens. Kreuzkurs bei 3-4 und kleinen Schauern. Marina und Stadt leider sehr tot. Lieber weiter.
Regen, Regen und kein Wind. Was gibt schöneres?.... Nein wir legen ab, wollen in Middelfahrt noch einkaufen und dann weiter bis Arösund. Der Regen hört sogar manchmal auf, ab Middelfahrt wird auch mehr und mehr das Segel genutzt und zwischen durch ist sogar die Sonne zu erahnen (wird gleich zum Trocknen genutzt). Aber wie soll es anders sein, direkt vorm Anlegen ein heftiges Gewitter und wir sind beide wieder patschnass. Morgen weiter bis Faaborg um dann die nächsten 2 Tage den Starkwind mit faulenzen in einem netten Städtchen abzuwetten. Bilder
Flaute auf der Ostsee
Am nächsten Tag weiter Richtung Nordosten. Da ging sogar mal was mit Segeln. Selten so wenig Wind in der Ostsee erlebt. Vorbei an Tunö, was bestimmt ein Stopp wert wäre, aber es ist noch früher Nachmittag. Also weiter um die Nordspitze von Samsoe und hinein in ein Labyrinth aus kleinen Inseln und fest in einem der schönsten Häfen in der Ostsee. Langör auf Samsö. Das letzte Mal, vor 2 Jahren, war es sehr voll. Diesmal dagegen sehr beschaulich. Dafür werden wir gleich von einem Schwesterschiff, der Pille Palle aus Flensburg begrüßt und zu einem Drink und Schiffe vergleichen eingeladen.
Am nächsten Tag leihen wir uns Räder, einfach 120 DK in einen Kassenschlitz stecken und Fahrrad nehmen. Kein Schloss, keine Personalien. Na ja, weit kommt so ein Rad ja nicht, - ist ja ne Insel. Wir dann durch wechselnde Natur in den Norden der Insel. Dort in Norby dann erste touristische Bilder mit weiteren Touris geteilt. Es geht aber noch etwas weiter. Einen Hang hinauf, wo wir dann einen schönen Blick auf die Insel Tunö haben. Genau dort sind wir am Vortag gesegelt.
Über Nacht dann starker Regen, dafür am Morgen wieder Sonne. Später wird es sehr diesig, was es uns beim Queren des Verkehrstrennungsgebietes (einer Art Autobahn auf See) etwas spannend macht. Wir suchen uns die kürzeste Strecke und in 2 Etappen klappt es (einmal kurz gestoppt auf dem Mittelstreifen).
Leider alles unter Motor. Deswegen auch bald in Sejerö festgemacht und Insel erkundet. Man merkt, dass Samsö eine Touriinsel ist. Hier dagegen geht es sehr ruhig und etwas ärmlicher zu. Nicht mehr ganz so puppenstubenidyllisch. Dafür gibt es hier auch noch Fischer. Für etwas mehr als 3 Euro gibt es einen ganzen Dorsch und ich filetiere meinen ersten Fisch, den es dann auf unserem Bordgrill gibt. Sehr lecker. Bilder
Erste Urlaubsmeldungen
Dann hat es doch auch noch aufgehört zu regnen, was uns natürlich gleich zum Dinner nach draußen trieb. Hühnchencurry. Hühnchen, was ich zu Fuß im 5 km entfernten Nordborg gewildert hatte. Netter Spaziergang an endlosen Straßen.
Am nächsten Morgen ging es in Shorts und sonst nichts los, aber schon nach 1 Stunde stand im Süden ein dickes Gewitter. Also Ölzeug an, die Dame unter Deck in Bereitschaft. So eine Dusche hatte ich lange nicht gehabt. In Sekundenbruchteilen literweise Wasser über mir und Wind. Einen faszinierende Stimmung (leider keine Bilder), wenn es nicht dauernd noch geblitzt und gedonnert hätte. Dann klarte es aber doch noch auf, leider blieb der Wind dabei auf der Strecke und unter Motor und starkem Gegenstrom schafften wir es gegen Abend nach Middelfahrt, am Nordende des kleinen Beltes. In einer neuen kleinen Marina direkt am Kulturhaus (gute Lage, sonst abgezockt). Nettes Städtchen.
Am Montag nach kurzen Einkäufen (frischer Fisch, „Merlin“ bestimmt nicht aus der Ostsee), ging es auf Motorbootfahrt nach Juelsminde. Ca 20 sm im Norden. Für Heilke eine Freude (wenig Seekrankheitswellen), denn bei dem Wetter kann man super die in der Gegend häufig vorkommenden Schweinswale, eine ca. 1,5 m lange Walart beobachten. Sehen ein bisschen aus wie Delfine, sind aber keine. Früher gab es sie überall in der Ostsee, heute sind sie vom Aussterben bedroht (www.gsm-ev.de). Abends dann in Juelsminde ein köstliches Dinner mit Abendrot nachts um halb 11. Hier die Bilder.




