Sonntag, 7. Juli 2013

Portsmouth und Yarmouth

 So sieht es an einem normalen Tag auf dem Solent aus. AIS wird irgendwann chaotisch wenn selbst die kleinsten senden. da hilft nur Ausschau halten. (Bilder anklicken zum vergrößern)
 Der Spnnakertower, Portsmouth Wahrzeichen seit 2005
 In der untersten Palttform auf 100m kann man über einen Glasboden direkt in die Tiefe schauen. Höhenangst ich tu dir das nicht an.
 Die Victory von Lord Nelson. Im historischen Dockyard
 Die Engländer lieben ihr gewonnenen Seeschlachten.
 Auf der Fähre nach Gosport
 Die Warrior, von 1860. Bei Ebbe im Hafen
 Johannes ist da.
 Dinghy am Steg in Yarmouth
 Wir liegen außen am Pontoon ohne Landzugang
 Yarmouth
 Nettes kleines touristisches Kaff am Westende der Isle of Wight
 Hier unser Lunchpub
 Nelsons Kanonen auf der Victory
Yarmouth, im Hintergrund der Ort. Mit sonnendach, denn es Brennt die Sonne runter. 30°im Schatten

Crewwechsel in Portsmouth

Nun ist es also vorbei. Die 1.Etappe. Heute ist nun auch Axel zum Zug
gegangen, wie gestern schon Gotthard. Tut immerwieder weh so ein
Abschied und es bleibt etwas Leere zurück. Immerhin ist gestern abend
mein Sohn Johannes gekommen und segelt nun bis Dublin mit.
Portsmouth haben wir (Gotthard und Axel und ich) noch ausgiebig
erkundet. Erst war das berühmte Dockyard dran. Ganz neu ist dort dieses
Jahr das Mary Rose Museum eröffnet worde. Ein in den 80igern gehobenes
Kriegsschiff das vor Portsmouth 1545 gesunken ist. Die im Meeresschlick
konservierten Rumpfteile und Ausrüstungengegenstände sind dort in einem
besonderen Bau ausgestellt. Ketzerisch frage ich mich ja schon warum wir
Menschen so altes Holz ausbuddeln um es auszustellen.
Spannender ist die da schon das Flagschiff Victory von Lord Nelson aus
der Schlacht bei Trafalgar 1805 auf der der Lord auch starb. Für die
kleinen anderen Ausstellungen die wir für unser Pauschalticket bekommen
haben reicht dann kaum mehr die Zeit. Denn pünktlich um 17:30 schliesst
das Museum. Gut dass das Ticket ein Jahr gilt. Axel und ich nutzen das
dann nochmals am Samstag morgen und schauen uns noch die HMS Worrierer
an. Sie war zu ihrer Indienststellung 1860 das bestgepanzerte
Kriegsschiff. Aber irgendwann geht einem die naviale
Selbstbeweihräucherung der Briten dann doch auf die Nerven.
Am Freitagabend abend waren dann noch auf der Suche nach dem
eigentlichen Portsmouth. Keiner wußte so genau wo es liegt.Wir fragen
uns durch, keiner weiss es genau. jeder zeigt mit dem Finger woanders hin.
Zuerst landen wir im neu angelegten Gunwarft mit dem neunen Wahrzeichen,
dem Spinnackertower. Als Milleniumstower geplant, aber erst 2005 fertig,
brauchte es einen neuen Namen. Sieht ja auch aus wie ein Spinnacker.
über 100m hoch sind die Aussichtsplattformen, wir haben uns das Geld für
die Aussicht gespart.
Dafür sind wir am Fischerhafen vorbei in das "alte" Portsmouth. Alte
Festungsanlagen, alte nette Häuserzeilen, Kirchenruinien und am Ende
sogar die Cathetrale von Portsmouth.
Am Ende war es uns dann aber doch lieber in Gosport auf der anderen
Flußseite ein Pub zu suchen. Erstens liegt da unserer Schiff und
zweitens ist es da nicht so touristisch wie in Portsmouth. Ein riesiges
Pub, es läuft Wimbeldon und die Kneipe hat am Ende eine fast
schmerzhafte Lautstärke. Der Abend der Jugend. Aufgebrezelte Mädchen und
angetrunkene Jungs treffen aufeinander.
Wir geniesen den letzten gemeinsamen Abend an Bord. Das Wetter ist
inzwischen wunderbar warm. Fast windstill dafür blauer Himmel.
Auch Samstags wird es heiss. Nach einem kurzen Stadtausflug und
Museumsbesuch (s.o.) verbringen wir die heissen Nachmuittagsstunden
lieber an Bord im Schatten des Sonnensegels.Abends gehts wieder ins Pub.
Und siehe da. Nun hat sich das Publikum gewandelt. Ist ja auch ne Stunde
früher und die älteren Semester wie wir essen hier noch. Johannes
bekommt kein Bier, da er seinen Ausweis nicht dabei hat und man ihm
seine 20 nicht glaubt. Als dann Axel ihm ein Bier holt, kommt doch
tatsächlich eine Konrolle vorbei und will ihm sein Bier aus der Hand
nehmen. Naja dann trinke ich halt mal Guinness. (...bis die Kontrolle
weg ist). Müsssen aufpassen nicht noch raus zu fliegen.
Heute morgen dann Abschied von Axel. Johannes und ich machen uns, bei
morgens schon um 25°Grad und Windstille, auf den Weg nach Yarmouth. Die
Strömung im Rücken dafür den kaum vorhandenen Wind im Gesicht lassen wir
uns durch den Solent treiben. Die British Classic Week mit ihren Booten
versuchen auch nen Regattalauf. Länger als 10min halten die das aber
auch nicht durch und es wird abgeschossen. Am Ende motoren wir fast den
ganzen Weg nach Yarmouth. Nicht ohne vorher noch nen Badestopp auf See
einzulegen.
In Yarmouth gehen wir an den Pontoon.Steg ohne Landanschluss. Wir nutzen
unserer Dingi und zahlen nur 12 Pfund (statt den üblichen 25-30).
Leider weiss der Wind nicht was machen soll. Die Vorhersagen lauten auf
Ost. Heute war er aus allen Richtungen schwach zu spüren. Zu schwach um
die 30°Hitze zu kühlen. Ich muss immerwieder auch im Hafen mein Köpfchen
kühlen und kletter an der Leiter ins Wasser. Das kühlt!
Tja, der Sommer ist da, Urlaubsfeeling. Die harten Tage des Segeln
erstmal vorbei und auch die beiden Mitkämpfer wieder daheim.

Freitag, 5. Juli 2013

Fotos von der Südküste

 In Harwich. Ohne Komfort, aber mit flair und nettem Bootsnachbarn, mit dem wir einen langen Abend haben.
 Iin Harwich im Pub. Der Chef grillt, uns reicht was kleines. Super Athmosphäre im "Biergarden"
 Der Biergarden von außen
 Soreham in Southwiek bei Bristol. Im Industriegebiet schimpft sich das Marina
 Träume rotten vor sich hin
 Cowes, nettes kleines Stadtchen ganz im Zeichen des Segeltourismus.
 Die Seebrücke in Brighton

 In Park hinter dem Royal Palace gönne wir uns einen Tee
 Es Gab auch mal nen Tag "Vor dem Wind"
 Segeln in die Nacht. Selten wars so schön
 Die eher wohlhabende Gegend von Brighton
 Und immer wieder sieht man das Wasser in Brighton
 Die Abwechslung in Brighton. Ein nettes Viertel hier

Der Tee im Park

Donnerstag, 4. Juli 2013

Fehlentscheidungen

Ja Fehlentscheidungen gibt es immer, wenn man bei Segeln, Wetter,
persönliche Leistungsfähigkeit, Lust und Laune und einiges mehr zu

berücksichtigen hat. Hatten wir endlich super Wind und sind nicht
druchgesegelt. Hat einiges an Zweifel aufkommen lassen.

Morgens läuft es von Dover kommend echt gut, irgendwann setzt eine
netter Südwind ein, der uns das erste Mal unter Segel gut voranbringt. Wir

lassen den angeblich sehr teueren Hafen Brighton steuerbord liegen und
segeln einige Meilen weiter nach Shoreham. es ist erst Mittag, aber

alles sind rechtschaffen müde.
In Shoreham trennt eine Schleuse den inneren Hafen vom Meer und macht
ihn gezeitnunabhängig. Wir haben Glück, die Schleuse wartet noch

auf uns ein paar Minuten. (ich hatte vorher per Funk hoefflich
angefragt). Doch welche Enttäuschung als die Schleuentore sich öffnen. Eine

Marina, die den Namen nicht verdient. Nur viele vor sich hinrottende
Boote. Hier vergammeln Träume von Aussteigern und Mittellosen hat man

das Gefühl. Die Facilities sind wenig berauschend, dafür wird aber der
selbe hohe Preis verlangt wie überall hier an der Küste. 25Pfund ist hier

Einheitspreis. Meistens bekommt man aber super gepflegte Häfen mit
Zubehör geboten. Dennoch hat der Ort Flair. Nette Pubs, und Goottahrd

lern Billiard spielen.
Ausserdem kommt mit den wenigen Menschen die hierher kommen schnell ins
Gespräch. Da es nur einen Gastplatz gibt, liegen wir im

Päckchen mit einer anderen engl. Yacht. Ein sehr nettes altes Ehepaar.
Auch auf dem Weg in den Westen. Sieht man bestimmt wieder.
Der Ort zum Hafen heisst Southwiek und liegt ca 6km von Brighton weg.
Der Bus hält am Hafen und wir machen am nächsten Morgen einen

Ausflug und sehen uns Brighton an. Eine richtige Großstadt mit
auffälligen vielen Linienbussen. U-Bahn am Meer und Tram bei den steilen

Bergen machen hier auch wenig Sinn. Tolle Häuser. Klein und schnuckelig
und groß und protzig in Abwechslung. Gefällt mir gut da.
In einem Park am Royal-Pavillion gönnen wir in netter Athmosphäre einen
Tee. Später essen wir in einem Indischen Vegetarischen Restaurant

von einem "all you can eat" Büffett. Lecker, nur etwas zuviel gegessen.
Durch viel Laufen versuchen wir den Kalorienverbrauch zu steigeren.
Lassen uns treiben und nehmen erst kurz vor dem Heimathafen wieder den
Bus für den Rest.
Die berühmte Seebrücke von Brighton mit seinem Jahrmarkt war ne
Enttäuschung. In der Sammlung "Plätze die man sich sparen kann", kommt

die bestimmt ganz nach vorne. Wo es doch so viele verschönte Aufnahmen
davon gibt und ich unbedingt deshalb dahin wollte. Naja. Nun warne

ich euch halt.

Wieder am Schiff ein kleiner Kletterausflug in den Mast. Da einem
Holländer in Ramsgate das Großfall gebrochen war, wurde mir klar, dass ein

Ersatzfall schon im Mast eingezogen (Platz ist davor vorgesehen) nicht
schaden kann. Und nun habe ich noch meine beste Crew an Bord.

Außerdem macht die 3-Farbenlaterne im Masttop bei harten
Schiffbewegungen in der Welle gerne Morsezeichen. Auch da wollte ich mal
nach

sehen. Kurzum: Oben angekommen bekomme ich die Laterne nicht richtig zu
fassen. Kann sie nur einmal auf und zu drehen und die Sorgleine

für ein neues Fall will einfach nicht in den Mast. Also ohne Erfolg
wieder runter und in der nächsten Nachtfahrt zu merken. Das mit der
Laterne ist

nun noch schlimmer. Satt ab und zu auszugehen, geht sie nun nur ab und
zu an. Also da muss ich wohl nochmal rauf.

Der Nebenlieger hatte dann auch die Nase voll, vom gemütlichen Hafen und
will noch einige Meilen gegenankreuzen. Der Himmel ist blau, der

Wind läßt nach, der Wetterbericht bestättigt das und so nehmen wir dann
auch hastig die nächste Schleuse und sind wieder frei. Gute

Entscheidung. Segeln in bei erst harten Bedingungen unter kleiner Fock
und 2 Reffs in eine sternklare Nacht. Vorher ein gigantischer

Sonnenuntergang.
Später wird es ruhiger, wir können nach 3 Kreuzschlägen den Solent an
liegen. Dumm nur, dass wir nicht vorher darüber nachgedacht haben,

wo wir eigentlich hin wollen. Die beiden Häfen die zu Auswahl stehen,
sind viel zu nah. Bei Niedrigwasser und Dunkelheit keine Chance. Da wir

noch nicht nach Portsmouth wollen, fällt die Entscheidung auf Cowes. Das
Mekka der Segler.
Morgen um 6 suchen wir in einem recht leeren Hafen ein Platz. (es regnet
plötzlich) Die Peter von Danzig aus Kiel ist auch da. (von der Karibik

zurück, auf dem Weg nach Kiel). Der leere Hafen ist verdächtig. Es
liegen nur Regattaboote hier.. Also ins andere Becken. Und richtig geraten.

Nach einigen Stunden Schlaf erfahre ich bei der Anmeldung, dass dort
morgen das IRC Nation Championship ausgetragen wird. Und mein

Liegeplatz wird morgen für die British Cassic Week gebraucht. Der Hafen
ist recht geschäftig, überall wird dafür aufgebaut. Seglermekka halt.

Der Ort Cowes ist sehr nett. Besteht zwar nur aus ein paar Straßen, aber
die sind gemütlich. Pubs und Seglerläden natürlich in der Überhand.

Heute gegen Mittag kommt der Sommer. Wir legen alles zum Lüften und
Trocknen raus. Durch die rauhe See kommt doch überall mal ein

kleines Rinnsal ins Boot. Die salznassen Klamotten tun ihr Übrige. Also
mal das Innere nach Außen kehren.

Morgen gehts dann zum ersten Etappenhafen. Wir sind im Zeitplan, wer
haätte das gedacht. Die erste Crew mustert ab. Bin schon recht

wehmütig. War es doch die richtige Crew für die nicht ganz einfach Fahrt
hierher. Hätten nicht viele durchgehalten bei dem dauerenden

Starkwind von vorne. Werden mir sehr fehlen. Axel und Gotthard.
Ab Morgen soll nun der Ostwind kommen und übermorgen mein Sohn Johannes.
Das wird dann hoffentlich endlich wie Urlaub. Und so waren

dann doch alle Entscheidungen richtig.

Dienstag, 2. Juli 2013

Es geht voran an der Suedkueste

Nachtfahrt. Motoren von Dover nach???Brighton. Man soll Ziele auch ins Logbuch nicht vor der Ankunft einschreiben. Also.

Auch Newhafen oder Estbourne liegen noch voraus. Schauen wir mal. Sind gestern nach dem Abendessen in einer echt urigen

Kneipe am Hafen von Dover ("Sitting at the Dock of the Bay", stand da in großen Lettern über der Tür) los um die flautige

Nacht zu nutzen. Ist zwar kein Geniestreich fürn Segler, aber wenn man seit 10 Tagen nur den Wind auf die Schnautze hat,

hat man die irgendwann auch voll. Man will ja günstig und schnell segeln, also segelt man möglichst mit dem Strom, aber

da gibt es noch den Satz,es soll "nie Wind gegen Strom" stehen, denn dann sind die Wellen eckelhaft steil und kurz. Ja

das haben wir nun schon des oefteren erfahren.
Am Sonntag morgen sind wir sehr früh in Harwich los (5 Uhr)um den Westwind zu nutzen bevor der Süd wieder kommt. (hatten

nen schönen Abend in einem Pub mit "Biergarten"und später noch mit Adrian, einem englischen Segler, nette Gespäche und

Musik an Bord der Slisand. Harwich hat sich gelohnt)Nur der der West war zu schwach und hielt nicht lange durch und so

motorten wir die meiste Zeit quer über die Themsemündung mit ihren vielen Sandbänken. Dazu noch diverse Windparks die

bewährte Routen nicht mehr zu ließen.
Nur wenige Seemeilen vor Ramsgat kommt Punkt 14 uhr dann der Südwind. Und wir haben mitlaufenden Strom und segeln unter

Vollzeug gerade so schön dahin. Innerhalb von 10 Minuten legt der Wind bis auf 5-6 zu. Und genauso schnell kommt ne

unangenehme Welle dazu. Die Genua war längst zu groß. Nur jetzt noch wechseln. Luftlinie nur noch 6sm. Dafür in die

Waschmaschine nach vorne oder Höhe verschenken, weil die Vorsegel am besten vor dem Wind zu wechseln sind. Schnell 2

Reffs eingebunden und Augen zu und durch. Ging alles gut, aber ich hatte noch nie soviel Wasser im Cockpit. Man waren wir

froh, als wir im Schutz des großen Vorhafens von Ramsgate unsere Segel bergen konnten. Das braucht man nicht so oft.

Und immerwieder Wetterkarten checken. Mit Internet hat man ja heute soviele Quellen. Manche versprechen einem besten

Wind, denen will man ja gerne glauben, andere das genaue Gegenteil. Leider haben die für uns schlechten am Ende immer

recht.
Also war die Taktik: Erst am Abend raus und den abflauenden Wind zu nutzen, denn am Dienstag abend war schon wieder

Starkwind angesagt, der auch noch 2 Tage bleiben soll. Aber Taktik hin oder her, und auch wenn Ramsgate echt ein Ort zum

Verweilen ist, (wirklich schön und lebendig), juckt es uns schon den ganzen morgen als wir sehen wie wenig Wind uns auf

die Nase blasen würde. Also nach dem Mittagessen (mal wieder Fish n Chips) gleich los. Nur PunkU 14 Uhr, wie am Vortag

(wie blöd kann man sein), kommt, kaum dass wir die Nase aus dem Hafen stecken, der gute 5-6 (27kn am Wind gemessen)bei

Strom gegen Wind. Es hackt, zwar steht aus der Erfahrung des Vortages die kleine Fock und bald auch das 3.Reff und wir

kommen einigermaßen voran. Doch nach 4 Stunden reicht es uns erstmal und wir beschliessen in Dover erstmal Pause zu

machen.und später zuentscheiden, welcher Wetterbericht recht behält.
um halb 10 also wieder los und wir motoren über eine alte Windsee bei fast Null Wind gegen südwesten. Endlich mal Strecke

machen ohne Kampf.
Na und nun soll ja eigentlich ein Sued mit 3-4 kommen. Noch warten wir, doch noch kommen wir trotz Gegenstrom gut voran,

denn unter Segel, würde wieder kreuzen anstehen und das ist bei Gegenstrom (schlechter Wendewinke) und Mitstrom (hohe

wellen) kein spaß. Und Wenden haben wir bald genug gefahren. Der Bizep wächst schon.

Ob hier an der Südküste auch soviel Wind kommen wird wie in der Enge bei Dover wird sich zeigen.Die Wetterkarten werdenes

vorgeben zu wissen. Wir sind zuversichtlich bis zum Wochenende im Solent (Portsmouth) zu sein.

Samstag, 29. Juni 2013

 Der Norfolk and Sufolk Royal Yachtclub. Toles Gebäude. Irre gemütlich auch innen. s.u.
 Gegenüber im Harbour Inn essen wir uns erstmal satt.
 Fish and Chips. danch brauchst du nichts mehr
 Das Habour Inn von außen
 Absacker im Yachtclub
 Nein kein Museum. Der Yachtclub von innen
Abendstimmung. Der Regen zieht ab.Lowestoft

Freitag, 28. Juni 2013

Very Britisch

Nach einem Traumsegeltag folgt ein weiterer.  Guter Wind aus NW und wir werden das erste Mal durchs Wattermeer segeln. Ein kleines

"Wattenhoch" ist genau zu Hochwasser zu passieren, wenn man den Strom richtig nutzen will. Ich rechne und schätze unsere Zeit dorthin und,

Anfängerglück, wir kommen auf die Minute dort an und habe wie angekündigt beste Bedingungen. Gegen Ende, im breiten Fahrwasser vor Texel

noch ein paar Kreuzschläge und der kurze 30sm Törn ist schon vorbei. Wieviel alte Traditionssegeler sich hier tummeln, hätte ich nicht gedacht.
Da ist ein Bild für nen Kalender und alle irgendwie unter Segel.
In Texel erwartet uns Henk. Mein Freund seit wir uns in Estland  2008 getroffen haben. Weitgereist (einmal in 26Fuß um die Welt inzwischen) hat

viel zu erzählen. Er hat uns Pfannkuchen versprochen und die bereitet er wirklich perfekt zu. Wir sitzen zu 4 in seiner kleiner Midget 26 und

geniesen Festes und Flüssiges. Er fährt morgen die selbe Strecke zurück. Hat hier auf uns gewartet und uns mit den Paffkuchen gelockt.

Wir gehen am nächsten Tag mit HW in Texel los (ca 11 Uhr) und haben die erstmal längste Strecke vor uns. min.120sm. Irgendwie über den

Kanal nach England. 3 Orte stehen zu Wahl, je nach Wind und Strömung. Erstmal Harwich, dann doch ganz vermessen Ramsgate, am Ende

doch wie zu allererst mal berechnet Lowestoft.
Eine Nacht in der etwas Zweifel bekomme, ob ich mir und vorallem dem Boot zuviel vorgenommen habe. Erstmal erwischt uns eine kräfte See

aus NW mit kräftigem Wind, der leider doch mehr aus West kommt als angekündigt. Wir können den Wunschkurs nicht anliegen. Soll

irgendwann weniger werden und drehen. So die Vorhersagen. Wir sind auf alles gespannt. Am tag vorher wären die bedingungen besser

gewesen, aber dann hätten wir auf Henks Pfannkuchen verzichten müssen. So bezahlen wir nun dafür.....Es ist es wert.

Um 6 uhr ist dann schon ziemlich plötzlich ist der Wind weg. Schaukeln sehr unangenehm in der noch fast 2m Welle. Werden hin und

hergeworfen.. Wenn segeln bei hoher steiler Welle schei.... ist, dann ist es Motoren noch ne Steigerung. Versuchen etwas West zu machen, aber

es ist fast unmöglich. Ne halbe Stunde später spüre ich wie der Wind aus SW zurück kommt. Natürlich mit eigener Windsee und der alten

Dünung aus Norden. Klasse. Kreuzseeen sagen Fachleute. Es kracht, es schauckelt, Essen machen, schlafen und andere menschliche Dinge

werden zur Tortur.
Wer sagt, er beneidet mich um meine Reise? Seit 1 Woche unterwegs und immer diese Wellen. (ausser im Wattenmeer, das war wie im

Paradies). Mir reichtes. Habe Sorge um Material. Alte Lady und alter Kerl..
Überlege schon irgendwo nach Holland abzulaufen, denn Kreuzen bei Strom gegenan ist nicht sehr effektiv.
Dann kurz vor dem Verkehrstrennungsgebiet wo ein Frachter dem nächsten folgt, fällt das AIS (automatisches Schiffidentsystem) aus. Mist.

Genau dazu braucht man dies doch um entspannter da durch zu kommen. ne gute Stunde später und einiger Improvisation läuft es wieder.

Lötstelle im Antennenstecker hat sich verabschiedet, Gaslötkolben wollte nicht an gehen...usw.)
Gerade die vielen Schiffe hier, Fischer dazwischen unkoordiniert hinherfahrend machen es doch recht anspruchsvoll. Das AIS hilft doch sehr.

Dabei immer hoch am Wind dahin stampfend. Zwischendurch überzeuge ich einen Fischer noch per Funk mir netterweise doch etwas

auszuweichen. Man muss nur freundlich mit den Leuten reden. Das wäre sonst blöd geworden.
Wer uns nie im Stich läßt ist meine Windfahnensteuerung. Die macht das ohne zu murren die ganz Nacht. Danke
Gegen 5 ist dann der Wind mehr und mehr eingeschlafen und das Meer beruhig sich.  Leider müssen wir dann die letzen 50sm motoren. Egal

endlich direkt in die richtige Richtung und das Schaukeln ist angehm. Vollgetankt haben wir in Texel. Also alles bestens. Ich geh dann mal für

länger schlafen und als ich aufwache, ist es grau, doch dazwischen schaut kurz mal die Sonne raus. Es sind nur noch 17 sm. Ich habe gut

geschlafen.
Genau zu HW erreichen wir dann Lowestoft. Eine wirklich nette kleine Stadt mit einem ehrwürdigen Royal Yachtclub. Tolles Haus und drinnen ist

gemütlich, die Duschen warm, Wlan und Waschmaschine auch noch. Was braucht man noch mehr?
Sonne! Denn mit den letzen Meilen fängt es an zu regnen und hört nicht auf. Regen!? Wir sind in England. Ist das nicht immer so?

So, fest in Lowestoft. Das nette Städtchen empfängt very Britisch mit Regen.

Kurz vor Lowestoft

So nun um 11:30 noch ca 18sm bis Lowestoft. ETA 1400 Localtime
Anstrengende Nacht mit viel Grossschifffahrtsverkehr vielen wellen und gegenwind. Seit 5 ist der Wind weg und wir Motoren Richtung Westen.
Stimmung an Bord gut, wetter gemischt. gerade schaut die Sonne raus.
später mehr.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Im Kanal

Langsam wirds ruhiger. Anfangs stand hier bei NW5so eine See, das mir ganz anders wurde. Nun wird besser. Leider dreht auch der Wind uns auF die Nase. Mal sehen wo ankommen werden und wann.Seit HW Texel sind wir unterwegs und haben die ersten %50sm gesxchafft.
Melde mich morgenfrüh wieder.