Montag, 20. Juni 2016

Die Inseln verschieben sich, neue Perspektiven ergeben sich.  Rote kleine Häuschen tauchen auf und verschwinden . Der Himmel ist blau mit kleinen Wolken besetzt und der Wind reicht gerade um mit langsamer Fahrt nach Norden zu segeln. Einige Motorboote zerstören die Stille, in der sosnt nur einige Vögel sich was zu erzählen haben.
Momente die man gerne festhalten möchte, aber mit Fotos nicht zu halten sind. Ich versuch es gar nicht mehr.






Wir sind im Schärengarten nördlich von Vestervik und südlich von Arkösund. Für mich ja der schönste Teil. Wir ankern in einer einsamen Bucht. Wir , heisst, die Ruby ist immernoch mit der Slisand unterwegs. Abends kommt noch ein kleines schwedisches Boot rein, dreht aber ab und geht eine Bucht weiter. Man gönnt einem das allein liegen hier. Gibt es doch Buchten genug.
Am nächsten Tag liegen wir in einer noch kleineren Bucht an einem Stein. Ruby war hier schon mal. Komisch. Unzählige Möglichkeiten und doch nimmt man immer wieder die selben sicheren Plätze ein.  Am Tag darauf regnet es. Der erste lange und starke Regen, mit Ausnahme des Tages im Hafen in Torhamn, seit Beginn meiner Reise. Wie sehr freue ich mich dieses Jahr über die schon warmen Tage hier, während im Süden alles im Wasser versinkt. Letztes Jahr in Schottland, war es anders herum.



Irgendwo im Schärengarten

In einer Bucht bei Orrholmen

Wir haben im Regen nur einen kurzen Tag und motoren gegen leichten Nordwind nach Fyrudden. Einer der wenigen Häfen hier im Schärengarten. Kleiner Supermarkt und Tankstelle. Mehr braucht man eh nicht hier. Doch wir brauchen Strom, denn ohne ihn können wir den Fernseher auf der Ruby nicht anwerfen. EM Spektakel und Wilfried muss dabei sein. Ich schaue gerne mit, doch der Empfang an diesem Abend ist plötzlich gestört. Kaum hat das Spiel begonnen ist das Bild weg. Ich vermute die Antennen oder das Kabel. Geh zur Slisand und löte was Neues zusammen, doch auch das geht nicht. In der Halbzeitpause suchen wir nach einer Kneipe. Doch die Einzige hier hat wohl wegen Vorsaison noch geschlossen. Da,  ein deutsches Wohnmobil mit Sat-Schüssel. "Die schauen sicher". Wilfried klopft. Etwas verstört schaut ein älteres Ehepaar und wir erkennen. "Ist zu klein und eng dadrin".
Zurück am Schiff nutze ich meine Datenkarte im Handy und beglücke Wilfried zumindest mit Hörfunk. Und dann packt Ruth ihr Ipad und opfert ihr Datenvolumen um im schwedischen TV-Livestream noch die letzten Minuten zu schauen. Der Hörfunk ist gut 1 Minute eher dran und somit ergibt sich ein echt komische Fußball-schau und -hör Situation. Aber selbst Wilfried kann am Ende über das alles lachen. war ja eh ein "Sch.. Spiel". (Nachtrag: Fehler wurde später gefunden. Der Stecker an der Antennne war kaputt)
Fyrudden

Am nächsten Tag ist schönstes und warmes Segelwetter. Wir segeln gemütlich weiter. Machen mittags noch einen Ankerstop und sind abends in Arkösund. Am nächsten Tag soll eine Tief direkt über uns hinweg ziehen mit Wind und Regen. Da verkriechen wir uns lieber an einen festen Steg und bleiben dort einen Tag liegen. Es kommt mal wieder nicht so schlimm wie angekündigt, aber es ist gemütlich dort und wir geniesen den Tag mit Nichtstun.
In Nyköping will ich am nächsten Tag Dinko abholen, ein Freund aus München, der mit mir 1 Woche segeln wird. Dorthin ist es nicht weit und bei wieder schönem Wetter segel ich die 20 sm dorthin. Die Ruby macht diesen kleinen Umweg nicht und segelt weiter. Wir werden uns zum näschten EM abend in Trosa wieder sehen.
Vor dem schlechten Wetter in Arkösund

Kulturcentrum in Nyköping. Eine alte Brauerei

Die Burg in Nyköping

Der etwas schmucklose Gasthafen in Nyköping

Oxelösund

Sonntag, 12. Juni 2016

Begegnungen


 Torhamn mit dem Schwimmponton als Wellenbrecher
 
Wir liegen in Torhamn. Der Wind hat uns dahin geblasen. Ein Tag der mit Flaute begann und auch nicht viel mehr versprach. Doch am Ende segelten wir mit Rückenwind mit 7 kn gen Osten. Karlskrona war viel zu früh da und wir wollten in diese große unattraktive  Militärstadt nicht unbedingt rein. Die Ruby und ich sind uns schnell einig. Weiter ins Schärenfahrwasser bis Torhamn. 
Der Wind nimmt noch weiter zu und steht auf die Hafeneinfahrt und dann liegt da ein Schwimmponton vor der Hafeneinfahrt. Ich denke erst, ¨Der ist geschlossen¨, doch mit Fernglaskann ich sehen, dass dieser Ponton als Wellenbrecher dienen soll.  Die Einfahrt ist klein, der Wind bläßt mit 6 und im Hafen ist auch nicht viel Platz. Ich geh längseits und werde in die Autoreifen gedrückt. Es schaukelt. Aber es ist alles gut. 
zu Erst ist es leer im Hafen.
 
Besser als Alfred, der seit 2 Wochen im Hafen mit seinem alten 8m Stahlboot liegt und nen kaputten Diesel hat. Der Mechaniker hat zwar die langersehnte Zylinderkopfdichtung eingebaut, doch irgendwas stimmt noch nicht.
Am Freitag morgen stehe ich und schaue auf ein Segelboot , das sich dem Hafen nähert. Es kommt mir  bekannt vor und dann erkenne ich es und den weissbärtigen Skipper an der Pinne. Es ist Rüdiger und die Fiddlers Green. Wir hatten uns vor 2 Jahren hier in der Gegend kennengelernt. Ich freue mich. Auch erkennt mich schon vor dem Festmachen und winkt überrascht. Er hatte mich schon funken gehört am Tage, nur war im nicht klar wo ich war.
Der Freitag ist gewittrig und regnerisch und wir gönnen uns ne Pause. Zusammen gehen wir bei leichtem Regen Einkaufen und ne Pizza essen im Ort. Viel anderes ist auch nicht möglich hier. Rüdiger gesellt sich dazu.
Dann sehen wir bei Alfred mit seinem Motorproblemnach. Dort kommt nun Wasser aus dem Motor und der  Mechaniker kommt wieder und geht. Leider ist vor dem Wochenende keine Lösung in Sicht. Etwas Glück hat er ja. Er kann im Hafen als Notfallgasst umsonst liegen. Ich kenne dieses hilflose Gefühl mit Motorschaden fest zu liegen. Wir diskutieren eine nonstop Heimfahrt ohne Motor. 
 Nach den dunklen Wolken kommt die Sonne wieder raus
 Morgens ein Hagelschauer
 Alle vereint in Torhamn
 Gigantischer Regenbogen über Torhamn
 Nach Sturm kommt Sonnenschein

Totrhamn, ein netter Hafen. Nun noch verschlafen, das Cafe macht erst am Wochenende und nur wenige Boote sind hier.
Ein anderer Einhandsegler mit einem Retroklassiker mit Gaffelsegel und Klüverbaum kommt noch dazu und später noch ein Stockholmer Seglerpaar mitten in einem Hagelschauer.
Sie wollen mal mein Heimatrevier besegeln. Anhand von Karten gebe ich Tipps von der dänischen Südsee, der Kieler Bucht bis Rügen. Er freut sich und ich freue mich mal jemand meine persönlcihen Highlight weiter geben zu können.
Am Samstagmorgen dann große Aufregung bei Alfred. Sein Handy loggt sich nicht mehr ein. Nun auch noch ohne Kommunikation nach außen, wo ihn doch heute ein Freund besuchen kommen will.
Man denk sofort: Handy kaputt. Doch genau in diesem Moment kommt eine Spiegelonlinemeldung auf mein handy. ¨Bei Telekommobil ist der Datenserver in der Nacht ausgefallen.Selbst das Ausland ist betroffen.¨
Die Aufregung legt sich dann schnell und schon 2 Stunden später bekomme ich per SMS Nachricht, dass zumindest die Kommunikation wieder funktioniert.
Wir segeln weiter, kreuzen den Kalmarsund nach Norden. Ruby und Fiddlers Green und die Slisand. 
Kristianopel. Kleiner beschaulicher Hafen. 2 Niederländer und bestimmt 12 deutsche Yachten. Hier sammeln sie sich nun. Die, die über Bornholm in dei Ostschären segeln und die, die über die Hanöbucht kommen. Es wird voller. Dennoch immer noch eine nette Athomsphäre. VieleEinhandsegler. Mehr als früher habe ich das Gefühl.
Abends lecker Essen auf der Ruby und als Rüdiger an Bord kommt machen wir zusammen Musik und geniesen diesen einzigartigen Abend mit Sonnenuntergang.
Kristianopel am Morgen


Samstag, 11. Juni 2016

Standortmeldung

Sonntagabend 12.6. Wahrscheinlich Kalmar. Wetter ist gut und ab dann kommt estmal kein Gegenwind. Und Sonne. 

Donnerstag, 9. Juni 2016

Hanö

Ich fühl mich an Astrid Linggren erinnert, als ein kleiner Junge auf dem
Bollerwagen sitzend von seiner Mutter gezogen an der Fähre an kommt.
Neben ihm das Gepäck, auf seinem Kopf eine leicht zu große Kappe in
Hellblau. Hemd und Hose sind weit geschnitten und passen perfekt dazu.
Die Fähre von der Insel fährt nicht oft und man kennt die Zeiten. Schon
einige Bollerwagen und Handkarren sind angekommen um Gäste zu
verabschieden oder um Neue abzuholen.
Ein kleines Inselparadies, ohne Autos ist Hanö in der nach ihr benannten
Hanöbucht in Südschweden. Die Hanöbucht hat einen schlechten Ruf. Es
liegt aber nicht an der klenen Insel, sondern an der weiten und offenen
See die man überqueren muss, wenn man weiter in den Nordosten von
Schweden segeln will. Jeder ist am Ende froh wenn er diesen ersten
Meilenstein hinter sich hat.



 Jede Familie hat am Hafen ihren Handwagen

 Oben am Berg neben dem Leuchtturm hat man einen genialen Rundblick über die Hanöbucht



 Hanö, kleiner Inselhafen. Noch angenehm leer
 Vor dem Wind fleigen wir über die Hanöbucht


Während ich schreibe segle ich mit leichter Bachstagsbrise mit 4-5 kn
gen Osten. Wir haben sie heute abend hinter uns und uns hat sie sich
gnädig gezeigt.
Gestern sind wir von Simrishamn gekommen. Bei W-NW um 5 ( kurz auch mal
mehr) sind wir nach Hanö gesegelt. Schnelles Halbwindsegeln mit bis 7kn.
Man hatte zu tunan der Pinne. Geiles segeln unter erstmal Wolkigem
Himmel, später aber unter purem Blau. Den grossen Sprung über die Bucht
trauten wir uns nicht gestern, denn da war gegen 17 Uhr eine Winddreher
um 180 Grad angesagt und Boen mit bis 7 Bf.
Genau um die Zeit, wir lagen schon im Hafen von Hanö kam die Boenwalze.
Im Hafen im Westen kaum zu spüren, aber die Wetterstation oben am
Leuchturm misst 33 Kn aus Ost.
Zum Sonnenuntergang verziehen sich die dunklen Wolken aber schon wieder
und wir bekommen eine magische Stimmung mit roter Sonne im Hafen.
Wir kommen gerade gut voran. Von Haesnaes gemütlich bei fast nur 2 BF
am Sonntag nach Klintholm auf Mön. Ich nutze die ruhige See und bade das
erstemal im noch 14 Grad kaltem Wasser. Damit wäre auch das Anbaden
erledigt.
Am nächsten Tag gehts es früh los. Die weissen Klippen von Mön sind
gerade am frühen Morgen beeindruckend. Den ganzen Tag habe ich sie vor
Augen wenn ich nach hinten schaue. Der Wind ist geradeso ohne Kreuz zu
segeln, aber nimmt im Laufe des Tage zu bis auf 6. Die Welle geht bei
diesem Ostwind entsprechend hoch. Ich bin froh und erschöpft als ich in
Gislovläge fest bin. Es ist tolles segeln, aber auch anstregendes segeln.
Aber der Himmel ist blau und im Hafen im Windschutz angenehm warm.
Später kommt die Ruby dazu. Die Augusta dreht ab und segelt in den Sund
Richtung Kopenhagen.
Der nächste Tag ist mal wieder harte Arbeit. laut Wettervorhersage soll
es nachmittags der Wind leicht nach SE drehen und nachlassen. Somit
laufen wir eher später aus. Es bläßt aber leider mehr aus Ost, denn aus
Südost und so kreuzen wir Richtung Ystadt mit kräftiger Welle bei
anfangs 5, später 4 Windstärken.
Dort endlich mal wieder frische Lebensmittel einkaufen. Aber zum
fotografieren reicht heute die Kraft nicht mehr. Obwohl es ein echt
netter Ort ist.
Der nächste Tag aber bringt wie vorhergesagt angenehmen Südwind. Wir
kommen gemütlich ums Eck in die Hanöbucht bis Simrishamn. Immer mehr
Zugvögel (so nenne ich die Langzeitsegler hier) Richtung Nordosten
sammeln sich hier, dennoch sind die Häfen um die Jahreszeit noch recht
leer. Vielen sehen wir nun zum Wiederholten mal. Es nett immer wieder
gekannte Gesichter zu sehen. Manch einer erkennt auch meine OE oder
mich. Mich freuen diese Begegnungen. Gerade dieses Jahr habe ich das
Gefühl, dass es häufiger dazu kommt.
Machen sie doch eine Reise als Zeitmillionär aus. Aber auch diese
kleinen verträumten Inseln mit ihren kleinen Geschichten.

Samstag, 4. Juni 2016

Haesnaes

Früh aufwachen am Morgen, die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen durchs Fenster, der Wind ist eingeschlafen über Nacht. Nun gibt es keinen Horizont mehr. Das Meer zerfliesst in den Himmel. Der Sommer ist da. Ich laufe durch einen kleinen Ort mit ein paar reetgedeckten Häusern. Den angeblich einzigen in Dänemark. Aber wie ist das mit den Superlativen. Wenn man sucht findet man immer was einzigartiges. Es ist einzigartig friedlich hier. Als ich gestern an kam, lag nur Heinz, hier. Auch ein Einhandsegler. Er weiss was man will. Er hilft mit den Leinen beim Anlegen. Ein klleines Gespäch. Später kommen noch Augusta und Ruby und 3 andere Boote. Aber es fühlt sich leer und einsam und friedlich an hier.
Mich überkommt ein Glücksgefühl. Vorsaison segeln hat doch was. Vorsaison? Vom Kalender her vielleicht. Seit Tagen gehen die Temperaturen hoch, die Sonne versteckt sich nur noch selten hinter Wolken. Heute nun ist er da, der Sommer. Spiegelglatte See und der Wunsch nach Schatten. Ein deutliches Zeichen. Zumindest bei mir.
Gestern bin ich früh aus Warnemünde los. Die Stadt schlief noch, selbst auf dem gerade einlaufendem Kreuzfahrer standen nicht wie gewohnt die Menschen an der Reling und schauten auf die Stadt.
Es ist noch ruhig und ich motore gegen den langsam aufkommenden Wind. Wir wollen nach NordNordosten und da kommt nun mal der Wind her. Fast. Als dann 2 Stunden später der Wind kräftig genug zum segeln ist, kann ich unser Ziel, Haegnaes auf Falster, sogar anliegen. Also ein Kurs ohne kreuzen. Der Wind dreht an und an etwas, nimmt noch an Stärke zu. Aber immer so, dass es ein gemütlicher und schneller Segeltag wird. Die zu kreuzende Kadettrinne, eine der vielbefahreren Tiefwasserrinnen hier, müssen wir noch queren. Eine Fähre kommt etwas nah, aber auch das geht ohne Wegwenden gut aus und danach nur noch segeln, segeln, segeln. So könnte ich gerade weiter fahren. Doch nach knapp 8 Stunden sind wir in Haesnaes, diesem wunderbar verzaubertem Ort.








PS: Nun in Klintholmen auf Mön. Es gab doch etwas Wind um hierher zusegeln. Gemütlich langsam. Zeit sogar um mal die Ostsee auf ihr  Badetauglichkeit zu prüfen. Bei 14 Grad fast bestanden, aber ich war dennoch drin.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Es geht los


 Nun bin ich mit der Slisand seit 3 Wochen im Wasser und in Warnemünde. Langsam komme ich zur Ruhe und das Tempo geht runter. Es tut gut ein paar Tage wo zu liegen und (fast) alles am Boot ist ok. Eigentlich sollte es 3 Tage regnen und Starkwind aus NE geben.
Ich bin deshalb am Sonntag sehr früh in Burgtiefe los und habe meine dort getroffenen Freunde früher wieder verlassen, als geplant. Ben und Steffi bereiten sich in ihrer Elternzeit auf eine längere Reise vor und die Ruby  wir mich in den NE der Ostsee begleiten.
Ich dachte aber Warnemünde zum abwettern ist allemal besser als so ein Betonhafen wie Burgtiefe. Nun hab ich seit 3 Tagen Sommer, gestern sogar extremer warmer Wind dabei. Aber nie wirklich viel. Unter tags nimmt er wegen Seewind immer zu und dreht nördlich.  Nachte gab es mal ein kleinen Regenschauer, aber ansonsten ist es sommerlich schön. Der Wind bläßt aber mit 5-6 aus Nordost und somit genau daher, wohin wir hier alle wollen. Nicht nur ich haben sich hier verkrochen und warten darauf endlich weiter zu segeln.
Vor 3 Wochen wurde die Slisand in Gelting Mole gekrant. Vorher Unterwassrschiff gestrichen, Verstellprop wieder eingebaut und Ruder angeschraubt.


 Den Fäkalientank konnte ich nicht vorher einbauen, denn die Herstellerfirma hat die Anschlussstutzen zu dick montiert. Können wohl nicht lesen. Also zurück und nur einen Borddurchburch mit Seeventil versehen und los ging es nach Kappeln. Liege da neuerdings gern bei der Werft Steckmest. Nicht nur eine Schifftaufe erlebt man da, nein auch die Betreiber, wie auch die Liegeplatzhinhabe sind alles sehr freundlich und entspannt. Der richtige Ort um am Schiff zu arbeiten. Und es war Sommer, eine Woche lang. Der Schweiss lief aber pünklich zu den Eisheiligen am Pfingstsamstag wurde es kalt. Dumm, dass da gerade Margert ihren Urlaub genommen hatte. Es wurde zwar eisig kalt, aber der Himmel hat es gut mit uns gemeint und sehr oft die Sonne vorbei geschickt. Nur der Wind Gott war nicht ganz so gnädig.
Am Pfingstsonntag wollten wir nur ein kurzen Schlag nach Mommark segeln. NW war angesagt 4-5. Ein Anlieger und anfangs eher schwach. Doch mit einer sehr schwarzen Wand im Westen sprang dann der Wind um 90 Grad und wir liefen statt NNE mehr als E. Doch das führte von den dunklen Wolken weg und das war ja nicht so verkehrt. Als die Wolken sich verzogen hatten, und wir trocken blieben, drehte der Wind zurück und nahm zu. 1 Stunde später nochmal das gleiche Spiel. Nur diesmal wendeten wir mit. Dennoch blieben wir trocken. Nur der Wind blieb konstant aus NE und nahm in Boen auf 7 zu. Schnell reff rein, Fock war eh schon klein gewählt. Ob wir bei dem Wind in den nach Norden offenen Hafen von Mommark einlaufen können. Wir froren und bis zum nächsten Hafen wären es über 4 Stunden.
Doch der Wind hatte ein einsehen. Er drehte zurück auf NNW und lies nach und so war Mommark gut anzulaufen. Der Hafen neu gemacht und in der Vorsaison recht leer.
Am Tag darauf flogen wir unter kleiner Fock rüber nach Faborg. Nur 3 Stunden unter weissblauem Himmel. In Faborg ein neugieriger Blcik eine älteren Herren. OE32 Besitzer, wie sich später raustellte und wollte nur mal schauen kommen. Ein Deutscher, der seit den 60igern schon in Dänemark lebt.  Wir wurden auf seine OE eingeladen und erfuhren noch einiges über diese Boote und wie sie alle selbstausgebaut werden konnte mit Hilfe von einzelnen Baugruppen als  Bausätze. Es hat es selbst getan, ähnlich meiner, dennoch anders. Gerade deswegen besuchen sich OE Eigner sich gerne untereinander. Sein Boot war nur unwesesentlich jünger, fast das selbe Baujahr.
Am nächsten Tag vor dem Wind bei 5-6 und trockenem Himmel weiter nach Svendborg. Auch leer der Hafen, wie auch Faborg. Doch sehr teuer geworden. Für eine 10m Boot 260 DKR, dass sind ca. 30 Euro. Für die dän. Süssee doch Spitze  (normal 150+/-20 kronen). Dafür tolle Duschen mit vorbestimmter Wassertemperatur. Eine Temperatureinstellung fehlt.
Am nächsten Tag Richtung Marstall. Der Wind hat nachgelassen und leider nach Süd gedreht. Wir kreuzen bis Rudköping und dann die enge Rinne unter Brücke doch unter Motor zu fahren.
Ja das entspannt. Endlich mit gewarteter neuen Schraube und funktionierendem Motor ohne Macken auch mal gegen den Wind Fahrt zu machen.
Aber wir können dann doch wieder die Segel setzen und bei 3-4 bis Marstall segeln.  Auch dort leer, aber nicht ganz. Erst besucht mit Oli, den ich über das SF kenne und seit 2 Jahren nicht gesehen habe. Danach entdecke ich Frank mit seiner Cornish Crabber am Steg. Ihn kenne ich von München. Er hat nun sein Boot in Laboe. Am nächstenMorgen liegen dann Brötchen im Boot, als ich vom Duschen kam. Danke nochmal dafür.
Es ist windstill und diesig. Die Aussichten mit E bis SE lassen uns Richtung Kiel motoren. Gegen Mittag kommt dann ein schwacher ESE auf. Wir können den Spi setzen. Es geht gut vorran und der Tag ist sonnig und warm. Um nicht zu früh wieder im Hafen zu sein, ändern wir den Kurs und segeln unter Spi bis Eckernförde. So entspannt könnte es öfters sein. kommen abends entspannt und etwas von der Sonne verbrannt mit dem letzten Wind an.

Dann geht es zurück in die Schlei.  Bei SSW 4-5 Ist das eine schnelle Angelegenheit. Schon gegen Mittag sind wir wieder in Kappeln und abends grillen wir bei Michael und Anna, die seit einigen Jahren in traumhafter Lage dort wohnen, bei sehr wechselhaften Wetter. Dennoch kommen wir spät in die Koje.
Den letzten Tag für Margret verbringen wir im Auto. Wir fahren nach Flensburg und besuchen auf dem Rückweg noch Freunde die neu nach Schlewig gezogen sind.
Sonntag früh bin ich dann allein und mein Auto mit Margret auf dem Weg nach München. Ich habe nun den Fäkalientank in den Händen. Und?? ja ich glaube es nicht. Die Anschlussstutzen sind zu klein. Statt wie gesagt 38mm sind es nur 36mm. Ich verdicke das mit Tape. Ob es dauerhaft hält weiss ich nicht. Mit dem Hersteller mache ich aus, dass ich ihm das Teil im Herbst wieder bringe. Unglaublich.
Der Deckabsaugungsstutzen ist schnell eingebaut und die Schläuche verlegt. Ich bin froh nun dies fertig zu haben. Denn die Elektik hat auch noch ihr Macken. Die Logge geht nicht, Radar nicht und AIS spinnt auch. Ich vermute einen Elektrikkobold.
Logge wird von innen gezogen und gereinigt. Geht! Radar- ein Stromkabel an der Mastfussverbindung war rausgerutscht.Geht!  Nur das AIS läßt mich verzweifeln. Das alte wollte nicht mehr, aber ich habe das gleiche gebraucht gefunden und zu Michael schicken lassen. Doch nun klappt es nicht mehr. Ich checke alle Kabel, Update meinen Kartenplotter. Schreibe Emails an Hersteller und Importeur und sonstwohin. Nichts tut sich. Dann ein Tip im Internet, den Margret gefunden hat, und da heisst es: ein unterschiedlicher Innenwiderstand des Lowrance und des AIS lassn diese Problem entstehen. (komsich früher gings doch auch). Ein Kondensator mit 100nf in der NMEA + Leitung würde das Problem lösen. Nur wo herbekommen? 2 Anrufe später hab ich einen sehr netten Elektroniker am Telefon und der will mir so ein Teil heute noch vorbeifahren. Ruft nochmal an. Und er kommt und schenkt mir das kleine Teil. Uwe Klein in Grodersby, danke. Und es geht nun wirklich. Unglaublich. Keine kannte die Lösung. Es kommt über ein amerikanischen Forum. Kobold???
Bei Steckmest lerne ich noch Carsten und Conny kennen. Beide wollen auch dieses jahr zu den Aalands und erkennen meine Slisand, die ihnen von meinen Filmen vertraut sind. Wir weren uns noch öfters sehen. Sie segeln einen wunderschönen schnellen Nissen Design mit Holzausbau.
Nun gut gelaunt segele ich dann nach Kiel. Michael  kommt mit und freut sich endlich mal OE segeln zu können. Der Wind ist super und ich setze sogar den Spi. Wie immer fahre ich nach Kiel, wo ich viel Freunde habe. Hier starte ich immer meine Törns. Steht ja auch auf dem Boot, als Heimathafen. In Wellingdorf werden auch gleich meiner Leinen angenommen. Ist wie Heimkommen. Den ganzen Abend sitze ich mit Freunden zu sammen. Später lerne ich noch Michael (noch einen) und Anne kennen, die mit ihrem "neuen" 100 Jahre altem Haikutter nun hier am Steg liegen. Gut im Zustand dürfen wir ihn sogar Innen besichtigen. Sie haben nur noch eine kleine Wohnung im Ort und leben die meiste Zeit auf dem Schiff und gehen von hier aus zur Arbeit.  Es wird ein langer Abend, denn es ist auch wieder warm geworden.
Mit Rainer und Sabine aus HH segele ich dann am nächsten Morgen über Bagenkop nach Burgtiefe. Bei wenig Wind und meiner riessigen Genua geht es auch fast bis Fehmarn. In Burgtiefe bin ich mit Ben und Steffi und ihren kleinen Kindern verabredet. Sie wollen die Elternzeit nutzen und mit einer Phantom 39 in die Welt hinaussegeln. Doch es ist immer noch soviel zu tun. Blöd dass man das Schiff noch gar nicht so lange hat und deshalb nun etwas in Druck gerät, weil man immer was neues verpfuschtes findet.  Ich wünsche ihnen so sehr, dass alles klappt. Ich habe die beiden 2014 in den Ostschären kennengelernt.
In Burgtiefe treffe ich auch Ruth und Wilfried mit ihrer Ruby. Mit den beiden werde ich den Sommer verbringen. Wir wollen beide zu den Alands. Dumm nur, dass sie am Montag noch zollfreie Ware bunkern wollen und die letzte Chance auf eine ruhige Überfahrt am Sonntagmorgen nicht mit machen können. So liege ich nun in Warnemünde, hab ein Segel zum Segelmacher (Kleinigkeit) und den Rest der kleinen Arbeiten erledigt.
 Gut dass  der Regen nicht wie vorhergesagt gekommen ist. Wind ist aber genug dagewesen.
Auch Carsten udn Conny haben bis hierher geschafft. Liegen aber drüben in der Hohen Düne. Und heute kommt die Ruby nach Warnemünde. Also bleibe noch ein Tag, obwohl es heute mich schon sehr stark weiter nach Dänemark drängt.
Dennoch ist es schön mal soviel Zeit und Ruhe zu haben und in einem Hafen länger zu bleiben. Danke an das Wetter.
 Bei Michael lassen wir es uns gut gehen
 Mommark auf Als
 Die Cornish Crabber von Frank
 Cafe Sorgenfrei in Burgtiefe

 Hier bleibe ich länger. Mein Liegeplatz in Warnemünde mit schöner Aussicht und ab Mittag die Sonne im Cockpit und unter der Spryhood geschützt vor dem Ostwind
 Wahrzeichen in Warnemünde
 Der Strand, der Sand ist noch kühl, aber tut so gut für die Füsse.

 PS: Nachtrag:
Im Winterlager wurde mein Außenborder gestehlen. Die Hallen wurden alle aufgebrochen und alle Aussenborder gestohlen. meiner ar zwar angeschlossen am  Boot. Hat aber nichts genutzt.
Die Versicherung botz mi 100 Euro nach Abzug meiner Selbstbeteiligung an. Dumm, dass ich aber mich schon bei den anderen betroffenen Informiert habe. Bei Einbruchdiebstahl fällt keine SB an.
Doch, so das Argument danach der Versicherung, ich hätte den AB nicht gemeldet. Pech für mich. Ich aber habe gemeint, dass man darüber nicht informiert wurde beim Anschluss und fragte nach dem Beratungsprotokoll. Tja und da wurde es es lustig. 1. Stellten sie fest, dass die SB nun shcon länger nicht 600 , sondern nur 300 Euro beträgt und weil sie nun auch nicht lumpen lassen diese 300 mit mir noch teilen wollen. Weil ich ja vlt auch einen kleinen Fehler gemacht habe und den AB nicht angegeben habe, bekomme ich nun 550 Euro. Also fast mein Einkaufspreis.Es lohnt sich dran zu bleiben.
Von Michael habe nun einen gebrauchten alten AB bekommen und bin somit wieder vollständig und die Sache erledigt.
Und ich ahbe nun der Versicherung eine bebilderte Ausrüstungsliste (alles was nach dem Kauf noch ins Boot kam) gemacht. Ab nun wird das nicht mehr gelten, dass ich was vergessen habe. Ein Tipp auch für Andere


Sonntag, 3. April 2016

Logbuch Schottland 2015 ist als PDF abrufbar

Hi, endlich habe ich das Blog-Logbuch als PDF zum leichteren Lesen fertig. Einige Bilder sind mit drin, aber nicht alle.  Wer sehen will muss dann zu den einzelnen Tagen direkt. Viel Spass

Norwegen folgt demnächst.

http://modellsegeln.net/logbuch2015schottland