Samstag, 17. August 2013

Bilder von Mull und Staffa




Tobermory

Vor Anker

Vor Anker



Auf Landausflug



Staffa


Staffa

Staffa

Staffa




In kleinem Bootren werden Touristen auf Staffa angelandet

Staffa










Sprachlos

Nun wieder in Oban nach einem kleinen Ausflug nach Tobermory und dem
Loch Sunhart. Nicht die Orte waren aber das tolle, sondern jeweilsdie
Segeltage. Durch Wetter, mit allem was das Jahr zu bieten hat und
vorallem mit allem an Wolken und was sonst noch zwischen Himmel und Erde
ist. Die Insel Mull ist wunderschön, auch wenn sie sich gerne zwischen
den Wolken versteckt. Die hohen Berge an denen immer irgendwelche
Wolkenfetzen entlang ziehen, oder kleinen Täler aus denen Nebel
hervorzieht. Dann unerwartet wieder ein Lichtstrahl, der dem ganzen ein
mystisches Ganzes gibt. Wer die Nebel von Avalon gesehen hat und all
diese ähnlichen Filme, weiss spätestens ab hier, dass das alles so hier
gedreht werden kann ohne Nachbearbeitung. Nur Augen auf und etwas
warten. Mir fehlen die Worte dies alles wirklich zu beschreiben, dieses
gribbeln in mir, wenn ich das sehe. Versuche hunderte von Fotos zu
machen und scheitere dies für andere festzuhalten. Vielleicht liegt es
auch an der Art zu reisen. Langsam dahin zu segeln (oder auch mal zu
motoren) ist die richtige Geschwindigkeit um die Zeit zu haben, dies
alles in sich auf zusaugen. Das ist in Bildern leider schwer zu vermitteln.
Gestern haben wir das mal geändert und haben eine organisierte Tour
unternommen. Erstmal von Oban aus mit der "großen" Fähre nach Craignur
auf Mull, dann mit dem Kleinbus zu sechst auf die andere Seite von Mull.
Über "singleroads" durch wahnsinnige Landschaften, die wie oben schon
erwähnt zwischen Wolken und Sonne dauernd ihr Ansehen änderten. Nur fuhr
der Bus zu schnell und man kam mit dem Sehen nicht mehr hinterher,. Die
Kamera immer im Anschlag um wenigstens hinterher nochmal Zeit zum
Schauen zu haben. Dann weiter mit einem kleinen Motorboot (nun schon
etwa 30 Leute)an der Insel Ulva vorbei zur Insel Staffa. Etwa 1 Stunde
im gewohnten Tempo, vorbei an der fast menschenleeren Westküste Mulls
zur berühmten Insel mit den ungewöhnlichen Gesteinsformationen. Leider
war kein Geologe anwesend, der mir das hätte erkläen können. Werde mal,
wenns passt das Internet bemühen. Dort wurden wir für 1,5 Stunden uns
selbst überlassen. Habe immer nach dem Pub für die Besucher gesucht, bin
aber nicht fündig geworden. dafür war ganz gut was los. 3 Boote voll
Leuten suchten alle nach den tollsten Motiven auf der Insel, standen
sich immer gegenseitig im Weg, oder fotografierten sich einfach
gegenseitig..
Geplättet von soviel Erlebten, die Kameraakkus waren auch leer, waren
wir abends wieder in Oban.
Vergessen darf ich nicht unseren Ausflug ins Loch Sunhart. Irgegendwo
soll es dort ja Ansiedlungen geben. Wir haben nur Berge und Einsamkeit
gesehen. Vor Anker gegangen sind wir in einer völlig geschützten Bucht,
etwas nah am Ufer, da es sonst mir zu tief für den Anker schien.
Einsamkeit, die wir aber am Ende doch mit einigen anderen Booten
teilten. Aber das machte nichts. An den steilen Bergen unter denen wir
lagen schützte uns eine grüne Wand aus Bäumen und Vegetaion. Ein Vorteil
wenns so oft regnet. (tat es auch an diesem Abend). Alles ist grün und
man fühlt sich fast etwas wie im Dschungel hier. Am Morgen hörte man ein
kleines Bächlein plätschern, dass sich über Nacht wohl am Berg gebildet
hat. Einfach traumhaft.
Gegen mittag wollen wir nach Tobermory zurück, denn die Tour ( s.o.)war
eigentlich als Whalewatchtour ab Tobermory gedacht gewesen. Doch nach
checken des Wetterberichtes für die kommenden Tage entschlossen wir den
idealen Segelwind zurück nach Oban zu nutzen und umzuplanen und vorallem
die schöne Metall-Teekanne, die wir eigentlich noch in Tobermory kaufen
wollten, auf ein anderen Besuch zu verschieben.
Wieder alles Jahreszeiten an einem Tag, segelten wir durch den Sound of
Mull. Berge in Wolken und Nebel. Und wieder sprachlos.

Montag, 12. August 2013

Richtung Norden

Nach unserem Whiskyaufenthalt in Port Ellen auf Islay entscheiden wir dem aufziehendem Starkwind weiter innen im geschützten Insellabyrinth zu entgehen. Leider kommt vor dem Sturm meist noch ne Flaute und da wir am Ende doch nicht gewillt waren 60sm zu motoren entschieden wir gegen abend nach Colonsay zu segeln.

Beeindruuckend war erstmal der Sound of Islay. Starke Gezeitenströme erforderten wieder mal genaues Timing. Mit bis zu 4-5kn Strom ging es gegen Norden. Die beiden Destillerien im Sund eher nur gerochen (und das war enorm) als gesehen (wegen der schnellen Fahrt) und noch weniger einem Besuch abstattend (wegen guter und sicherer Anleger). Danach eine schöne Abendbrise nutzend segeln wir auf Salasaig zu. Eine kleine Ansiedlung an der Ostküste von Colonsay. Nebem dem Fähranleger ist wenig Platz zum Ankern. Die Bucht südlich wäre bestimmt besser, aber wir hatten vor an Land zu gehen und das schien in der Bucht vorher etwas schwierig. 3 mal holte ich die 30m Kette und den Anker wieder hoch, bis er faßte. Derweil versuchten 3 von Russen gecharterte Segelboote an der bei Niedrigwasser riesig erscheinenden Pier festzumachen. Hat länger als unsere Ankermanöver gedauert. Sie haben uns aber ins Päckchen an ihre Seite eingeladen als wir später mit ihnen Kontakthatten. Sie konnten gar nicht verstehen, dass wir lieber unabhängig draußen vor Anker liegen wollten.

Es wäre bestimmt ein langer Abend geworden, wenn man weiss wie Russen feiern koennen. Wir wollten aber um 5 Uhr ankerauf gehen, denn die Tide liegt mal wieder auf sehr früh oder sehr spät am Tag.

Nachts schlecht geschlafen. Die Fallboen des ausziehenden schlechten Wetters und der nur sehr geringe Abstand zur Felsenküste liess mich nicht zur Ruhe kommen.

Mit diversen Regenschauern und schönem Schiebewind gings dann nach Norden in den Lorn of Firth. Im Westen kommt im Morgenlicht die Isle of Mull heraus. Beeindruckende hohe Berge und steile Küsten. Überhaupt, auch am Vortag fiel uns schon die doch eher recht karge Bebauung der Inseln auf. Ganz vereinzelt mal ein Haus, eher Hütten und viel karge Landschaft in so vielen Grüntönen die jeder Sprache an ihre Grenze bringen wird.

Wir geniesen die ab und an hinter den dicken Wolken hervorkommenden Morgensonne.Sahen jede Minute ein anderes beeindruckende Bild, modeliert von Sonnen und Wolken in eine sagenhafte Kulisse. Fotos schaffen es leider nicht, dies nur annähernd wieder zu geben. Also Herz auf und speichern für die bald segelfreien Abende wieder zu hause.

Leider liess uns dann der Wind etwas im Stich und wir mussten den Motor bemühen.

Im Sund von Keterra, kurz vor Oban steht schon ein leichter Strom gegenan. Aber für mich war eher spannend, endlich die Kulisse zu sehen von dem das Buch, "Der keltische Ring" erzählt.Wieviel wurde dazugedichtet und wieviel ist echt von der Ruine am Ende der Insel?

Wir gehen in die Marina Oban, die gegenüber auf der Stadt auf der Insel Keterra liegt und kostenlos alle Stunde mit einer kleinen Personenfähre mit der Stadt verbunden ist.

Mal wieder ne gute Dusche, nen Internetwlanspot vom Boot aus. Zivilisation du hast uns wieder.

Leider regnet es recht oft und der Stadtbesuch wird eher ein Pubbesuch mit lecker Essen und Billiard.

Heute etwas mehr Sonne, aber nie ohne kurze Regenschauer. Wir machen uns auf den Weg mal unsere Lebensmittelvorräte aufzustocken und die Destillery Oban zu besuchen. Hat sich mal wieder gelohnt. Einiges Neues erfahren und wieder einige Whiskys reicher an Erfahrung.

Die nächsten Tage wollen wir im Sound of Mull mal ein paar Buchten und Fjorde anschauen. Sind perfekt im Zeitplan und lassen uns mal etwas Zeit.

Oban

Im Islay Sound

Alles Wettersituationen in wenigen Minuten

Vor Anker vor Colonsey

Scalasaig auf Colonsay

Schnee? oder doch nur die aufgehende Sonne

Sieht schlimmer aus als es war. Die Rückseite der Regenwolke

Isle of Mull im Morgenlicht




Vor Colonsay

einsame Insel Colonsay


Kriegerdenkmal auf Colonsay

Troflandschaft auf Colonsay


Vor Anker in Colonsay. im Hintergrund die hohen Berge von Jura


Oban

Oban

Spielende Kinder auf Colonsay