Mittwoch, 30. Juli 2008

Zeitlosigkeit


Eine wunderbare Bucht, leider wissen das sehr viele. Abends wurde es voll.

2 Stühle im Felsen.

Möven stehen scheinbar auf dem Wasser - ein überspülter Stein hilft.

Die Abendstimmung senkt sich über die Bucht.

Segeln zwischen Felsen.

Landsort, eine wichtige Wegmarke ist geschafft.

Die Algenblüte wird zur Plage.


An Land auf der Insel: schattiger Kiefernwald.

Walter bei seiner Lieblingsbeschäftigung.

Eine Möve steht im Wasser auf einem überspülten Stein, am steinigen Ufer stehen 2 Stühle mit Tisch. Die gehören zum kleinen Motorboot darunter. Die Sonne beleuchtet noch einen Teil der Bucht in Gelb, die einen sitzen schon mit Pullover, die anderen rennen noch halbnackt auf und ab.

Wir liegen in einer wunderbaren Bucht vor Anker. Warum nicht an den Schären, wie alle? Weil ich auch im Kino lieber hinten sitze als vorn. Hier sieht man alles, in jede Richtung ist was los. Das Boot dreht sich immer wieder - und immer wieder ein neuer Film. Hafenkino.

Die Insel Fifong liegt am Hauptfahrwasser nach Södertalje, steht in jedem Handbuch und ist damit recht voll. Aber hier vor Anker bekommen wir erst zu später Stunde Gesellschaft. Vorher können wir ungestört baden und Gitarre spielen. Abends läßt der schöne Segelwind wieder nach, die Fische springen nach Futter und die Möven lauern nur darauf. Es ist richtig friedlich. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Es geht uns richtig gut. Alles stimmt. Leben in Zeitlosigkeit.

Montag, 28. Juli 2008

Auf der Suche


Ideale Segelbedingungen. Gerade geht der Spi hoch.

Walter fotografiert gern. So erwischt er mich leider auch des Öfteren.

Der südliche Vereinshafen von Nynäshamn. Im Hintergrund eine intakte Badeanstalt.

Schärentreffen

Ein guter Anfang für den Abend.

Der Hafen liegt in einer netten kleinen Bucht.

Mit großer Genua und Wind um 3-4 sausen wir gen Süden. Auch heute wieder ein super Segeltag. Gestern Abend haben wir eine kleine Bucht auf der Ostseite von Ornö gefunden. Es waren zwar 2 größere Steganlagen dort, doch es war kaum ein Haus zu sehen und nur einige Badende am Ufer. Ein Gewitter zog auch umher, aber erst am frühen morgen fiel etwas Regen.

Nur Mücken gibt es etwas zu viele. Abends mit Walter noch bis zum Dunkelwerden Gitarre gespielt, dann aber schnell vor der Invasion der blutgierigen Tierchen geflohen. Gut, dass wir alle Öffnungen mit Fliegengitter verschließen können.

Morgens wieder Sonne, eine leichte Brise, die sich mit dem täglichen Seewind zu einem klasse Segelwind steigert. Leider hat so viel Sonne nun auch die Algenblüte enorm begünstigt. Seit heute Mittag sind größe trübe, grüne Felder zwischen den Inseln unterwegs. Das lädt nicht zum Baden ein. Hoffentlich wird das nicht noch ein Problem hier oben.

Ein anderes Problem hatten wir bei der Liegeplatzsuche. 2 sehr einsame, felsige Buchten sind wir angelaufen, haben dann aber festgestellt, dass wir im militärischen Sperrgebiet gelandet sind. An Land auch einige Anlagen, die nicht einladend aussahen. Im ganzen Gebiet ziehen sich hier rote Makierungen durch die Karten. Etwas verunsichert haben wir uns in einen Hafen geflüchtet.

Keine schlechte Wahl. Sind in einem Vereinshafen mit einigen Gastplätzen südlich des großen Hafen Nynäshamn gelandet. Ein altes Badehaus am Ufer, auf deren Terrassen laufend weiße Bademäntel flanieren, ein ebenso nettes Clubhaus mit Sauna und im Hafen eine Flotte 30er Schärenkreuzer vom Bodensee. Sie sind unterwegs zu ihrer 100-Jahr-Jubiläusregatta nächstes Wochenende bei Stockholm.

Es geht uns gut hier. Wie manchmal kleine Ärgernisse (Sperrgebiet) zu schönen Zielen führen.

PS: Habe abends versucht im großen Yachthafen beim Hafenmeister die Geheimnisse um das Sperrgebiet zu ergründen. Leider wussten die dort gar nichts. Aber heute Morgen im Vereinshafen komme ich mit einem Segler ins Gespräch und der sagt, "das ist alles alt, das gilt nicht mehr, anker wo du willst, kann nur sein, dass man sich mal mit dem Anker an einer Mine verhakt. Aber das ist kein Problem" ...

Sonntag, 27. Juli 2008

Richtung Süden


Durch einen engen Kanal zwischen hohen Schären mit tollen Häusern geht es Richtung Süden.

Manche Durchfahrt ist gerade mal 20 m breit.


Ein aufziehendes Gewitter lässt uns früh eine Bucht zum Ankern suchen.
Das kühlende Wasser ist einfach super.


Das heiße Stockholm hinter uns gelassen.Heute morgen musste ich mich von Heilke verabschieden. Nach 5 gemeinsamen Wochen fällt das nicht leicht. Eine schöne Brise aus Ost treibt uns dann aber schnell aus dem Hafen und läßt den Schmerz etwas vergessen.

Erst müssen wir noch durch ein sehr enges, aber beeindruckendes Fahrwasser, dann nach 1,5 Stunden Motorfahrt heißt es endlich Segel hoch. Fast mit Rumpfgeschwindigkeit sausen wir los. Als Mitsegler ist nun Walter an Bord. Er ist das erste Mal hier oben unterwegs.

Kaum sind Tentakeln Stockholms entflohen, wird es auf dem Wasser auch wieder ruhiger. Ich genieße das sehr. Nun segeln wir mit kühlendem Wind nach Süden. Mal sehen, wo wir heute Nacht unseren Anker schmeißen werden.

Samstag, 26. Juli 2008

Stockholm


Unser "Hafen" in Stockhom, Navishamn.

Stadtansicht.

Im Wasa-Museum. Der beste Ort bei 30 Grad im Schatten.
Der Crew-Wechsel wird begossen.

Lauer Abend, alte Häuser, viele Straßenkneipen und ein kleiner Platz in der Altstadt. Die Sonne strahlt die Giebel goldgelb an. Es spielt ein Musiker, man kann auf Bänken, die es zu Hauf gibt, sitzen und das Treiben beobachten. Ein Flair von Italien.

Wir sind heute am frühen Mittag (aus Angst wieder keinen Liegeplatz zu bekommen) in Stockholm eingelaufen. Haben den Tipp aus einem Buch genommen und sind nicht in den üblichen Gästehafen beim Wasa-Museum gegangen, sondern etwas weiter draußen (Navishamn).

Aber selbst abends hätte man hier noch Platz gefunden. Hängen erst mal die Batterien an den Landstrom, bunkern Wasser und nehmen eine Dusche. Mir reicht der kalte Wasserschlauch, Heilke nimmt die warme im Clubhaus. Es ist fast unerträglich heiß. Also beschließen wir erst am Abend in die Stadt zu gehen. Machen nur einen kleinen Spaziergang in einem netten, schattigen Park direkt am Hafen.

Ein kühlende leichte Brise in der Stadt und viel Schatten durch die tiefstehende Sonne machen die heiße Busfahrt schnell vergessen und wir genießen das quirlige Touristenleben in der Gamle Stan (Altstadt). Ein Stimmengewirr diverser Sprachen. Aber vor allem Deutsch ist zu hören - wie auch im Hafen sehr viele Deutsche liegen. Auf meiner ganzen Reise bin ich noch nicht so vielen deutschen Booten begegnet, wie hier auf einmal im Hafen liegen. Haben alle den selben Reiseführer ...

Spät am Abend holen wir Walter am Busterminal ab und sitzen noch lang in der kühlen Nacht im Cockpit. Der heißeste Tag des Jahres steht uns bevor (laut Hafenmeister) und wir wollen uns eigentlich die Stadt anschauen. Würde ja am liebsten schnell wieder das Weite suchen. In den Schären ist es so viel schöner, selbst wenn es dort inzwischen auch recht voll ist.

Freitag, 25. Juli 2008

Das größte Freibad Stockholms


Der Schwell der vielen großen Boote nervt gewaltig.

Unsere letzte Bucht vor Stockholm

Früh Morgens weht kein Lüftchen.

Eng ist es im Fahrwasser nach Stockholm, wenn die Fähren kommen.

Der Chronist bei der Arbeit: Erster Versuch in Stockholm ins Internet zu kommen.

Die Lufttemperaturen erreichen fast 30 Grad, das Wasser hat fast 20, jeder versucht der Hitze irgendwie zu entfliehen. Es geht hier zu wie am Stachus zum Sommerschlussverkauf. Rasende Motorboote, wegen Windmangels motorende Segler, auf allen Steinen sitzen Menschen und sonnen oder baden. Wir sind im Freibad Stockholm angekommen.

Nur ist es überall so voll, dass wir auch heute unseren Hafenaufenthalt absagen mussten. Gleich 5 Boote wollten den nicht mehr vorhandenen Liegeplatz am Steg haben. An Land wimmelte es wie im Ameisenhausen.

Wir liegen jetzt 15 sm vor Stockholm in einer Bucht vor Anker. Nicht die schönste bisher, dazu ist es zu voll, aber immerhin mit kühlendem Wind und direktem Seebadzugang. Nur der Strom ist unser Problem. Obwohl wir fast 3 Stunden motort sind, ist er inzwischen recht knapp. Wir brauchen so 50 Ampere in 24 Stunden. Hätte die Lichtmaschine eigentlich schaffen sollen. Na ja, geht schon irgendwie.

Morgen nun endgültig ins heiße und überfüllte Stockholm. Mir graut.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Es wird wieder dunkel


Eine große Bucht bei Gallnö.

Immer wieder beeindruckende Abendstimmungen.

Langsam zieht die Landschaft vorbei.

Die Einfahrt zur Bucht bei Gallnö.

2 alte Boote liegen an Land vertäut.

Auf der Suche nach einem Kaufmann finde ich schöne Stellen.

Der Kaufmann auf der Insel Gallnö.

Der Mond scheint und der Himmel ist so was von schwarz. Ja, das Jahr geht weiter, Mittsommer ist nun schon 1 Monat vorbei und wir kommen südlicher.

Sind heute noch mal in eine Bucht gefahren (Gällnö: 59 24N 18 39 E). Es ist einfach zu schön um im Hafen zu liegen. Hier kann ich, wann immer ich will, einfach von Bord springen. Die Sonne brennt nun vom Himmel. Der Sommer hat begonnen. Dafür haben wir etwas Strommangel. Leider hat die kleine Solarzelle ihren Dienst quittiert. Hätte zwar auf Dauer nicht gereicht, aber fehlen tut sie schon.

Heute war Schwachwindsegeln angesagt. Langsam schoben sich die Inseln vorbei. Wie Kino, nur viel langsamer. Leider nerven die vielen Motorboote mit ihren digitalen Gashebeln. Vollgas und Leerlauf. Wenn ich mal reich, bin kaufe ich das ganze schöne Gebiet hier und lasse nur noch Langsamfahrer zu.

Zum Glück haben wir heute eine Bucht gefunden, wo nicht viel los ist. An allen Seiten liegen einige Schiffe und wir schwojen in der Mitte um unseren Anker. Und fast keine Motorbootfahrer die hier ihre Runden drehen.

Ich mag lieber frei in der Mitte liegen, als zu dicht bei anderen oder unter dunklen Bäumen. Meist habe ich so länger Sonne und auch die Mücken kommen später. Mit dem Schlauchboot kommt man auch überall an Land.

Heute war Wandertag. Da heute Morgen der Anleger beim Kaufmann total überfüllt war und wir abdrehen mußten, bin ich mit Wanderschuhen und Kompass zum nächsten Ort gelaufen. Dachte, es wird schwer, quer duch den Wald den Weg zu finden. Aber schon als ich an Land war, gab es einen Trampelpfad der mich zum nächsten Ort brachte. Als mir noch 2 mit Einkaufstüten bestückte Wanderer entgegen kamen, wusste ich, dass ich richtig war. War also kein großes Abenteuer.

Morgen gehts aber wieder in die Zivilisation. Brauchen mal wieder ne volle Batterie und nen vollen Wassertank. Und Internet für die Bilder.

Dienstag, 22. Juli 2008

Schärenwelt


Am Felsen in Granhamn.



Holzboote sieht man hier viel. Einfach schön. Hier in Ostholmen bei Möja.

Der Ankerplatz füllt sich langsam. Draußen ankert die Slisand.

Die Sauna (rechts) und das Haus mit Herz (Mitte).

Die Perspektive machts. Und schon ist man allein.


Die Sonne geht hinter den Steinen unter, der Wind schläft langsam ein, uns glühen die Köpfe. Zum einen von der vielen Sonne heute, zum anderen vom Scrabble, dass wir gerade im Cockpit spielen. Sind nun die 2.Nacht hier im Schärengarten vor Stockholm.

Gestern Nacht lagen wir am Fels, festgebunden an einem Baum, heute schwojen wir in einer Bucht vor einem kleinen Anleger mit Sauna. Reger Betrieb. Aus allen Nebenbuchten tuckern die kleinen Motorboote an, um hier zu schwitzen. Mir reichen dazu die Sonne und das Bad vom Boot aus.

So könnte es weitergehen. Tagsüber toller Wind zum Segeln, abends die Seele baumeln lassen in einer Bucht. Gestern haben wir zum 3. Mal einen Seehund gesehen. Mit einem kräftigen Schnaufen neben dem Boot machte er auf sich aufmerksam. In Finnland habe ich auch schon welche gesehen, nicht ganz so deutlich wie gestern.

Und wenn wir schon beim Wiedersehen sind. Die Mäd Börkel aus Lübeck verfolgt mich seit Tallin. Erst 2-mal in Finnland und nun liefen sie uns gestern wieder über den Weg. Über solche Zufälle freue ich mich immer wieder.

Langsam geht es Richtung Stockholm und wieder steht eine Trennung an. Heilke fliegt am Sonntag zurück. 5 Wochen sind dann vorbei. Das macht auch mir klar, dass es auf nach Hause geht. Habe zwar dafür noch 6 Wochen Zeit und noch einige liebe Mitsegler, aber ich merke langsam, die Reise ist endlich.

Sonntag, 20. Juli 2008

Mir geht es gut


Restaurant mit Ausblick und Sonnenschein

Nörrtälje, eine beschauliche Kleinstadt am Ende eines Fjordes.

Leider hat die Sonne sich gerade versteckt.


Wenn der Eindruck entstanden ist, dass es mir nicht gut geht: Dem ist nicht so. Beim Segeln liegen nur Momente des Glücks und Tiefschläge/Trauer sehr nah beieinander. Darüber habe ich schon mal geschrieben. Aber gerade deswegen mag ich diese Art des Reisens.

Es hängt von vielen kleinen Dingen ab. Manchmal ist es der richtige Wind, das Wetter, manchmal ein Motor und manchmal sind es Begegnungen mit Menschen. Alles läßt das Gefühlspendel in beide Richtungen ausschlagen. Man ist da mittendrin.

Gestern war es die Ankerbucht, die auf den ersten Blick gar nicht so idyllisch aussah (- kleiner Anleger und einige Häuser waren da -). Aber eigentlich war es wunderschön. Ruhig, aber nicht einsam. Am Strand badeten Kinder, einige Motorboot kamen und gingen. Etwas Leben und ich sitze mittendrin genieße die Abendsonne, ein gutes Essen, Wein und ein Buch. Manchmal braucht man nicht viel zum Glücklichsein.

Mit Henk stehe ich per SMS in Verbindung. Freue mich wie er die Meilen nach Norden absegelt. Seine Windbedingungen werden härter. Wir dagegen sind hier in den Schären sehr geschützt und es kann fast kommen was will.

Heute war ein genialer Tag. Meist konnte man segeln, nur in einem engen Sund lief der Motor. Wir sind sehr spät aus dieser schönen Bucht aufgebrochen, es war einfach zu schön. Doch als man im Paradies das Wasserskilaufen entdeckt hatte, war ein Grund zum Aufbrechen gefunden.

Wir sind nach Nörrtalje gesegelt. Ein kleiner netter Ort nördlich von Stockholm, haben geduscht und uns ein gutes Essen im Hafenrestaurant gegönnt. Kochen können die hier. Hat zwar seinen Preis, aber in der feinen, leckeren Art zahlt man bei uns mindestens den gleichen Preis.

Internet ist etwas schwierig. Irgendein schwaches Wlan angezapft (geht nur draußen im Cockpit und dann auch nicht stabil) und meine Bilder hochgeladen. Tja, das sind die Sorgen des mobilen Lebens. Wetter, Wind, Essen, wo bleibe ich heute Nacht, ist das geschützt? Und ab und an Dusche und Internet. Wie einfach doch das Leben ist.

Samstag, 19. Juli 2008

Abschied


Das kleine rote Segel verschwindet

Der nördlichste Punk meiner Reise. 60°13,4 N

Eines von sehr vielen schönen Grundstücken am Väddökanal.
Das könnte mir gefallen.

Auch wenn man nicht segeln kann, macht der Kanal uns Freude.

Viel Grün. Der eigentliche Kanal ist recht eng.
Eine nette Bucht nimmt uns für die Nacht auf.

Das kleine rote Segel verschwindet am Horizont. Es segelt nach Norden, wir drehen nach Westen ab um in den Öregrundschären und dem Väddökanal Richtung Süden zu segeln. Ja, es tut schon etwas weh, aber das gehört dazu, wie Henk sagt. Man trifft sich, verbringt etwas Zeit, manchmal sehr gute und nahe Zeit miteinander und dann geht jeder wieder seiner Wege.

Ich glaube das ist etwas, woran ich mich nicht gewöhnen kann. Mir fehlen schon meine Freunde - neue findet man zwar ab und an, aber läßt sie dann wieder hinter sich. Dagegen steht eine Freiheit, um die mich bestimmt viele beneiden. Die Münze hat immer 2 Seiten.

Auf Henks Boot wird dafür die Aalandflagge wehen, die schon die Slisand gefahren hat, wenn er vom Norden zurück kommt.

Ich hatte gestern vergessen unseren Fototermin auf hoher See zu erwähnen. Mit 2 Stunden Vorsprung haben wir es gerade kurz vor Schweden geschafft die Sogno d'Oro einzuholen, um von beiden Booten Bilder unter Vollzeug zu machen. Leider waren wir sehr schnell, als wir Henk erreicht hatten. Sein Vorschlag, doch Heilke als Bremse ins Wasser zu hängen, wurde nicht gern gehört.

Am Abend bekam ich dann die Strafe, oder wie soll man es nennen, wenn ein Vogel mir seinen Mist auf die Schulter schmeißt. Vor allem, da ich geschützt im Niedergang stand. Der hat mich mit Windhilfe oder wie auch immer erwischt. Naja, soll ja Glück bringen.

Glück haben wir immer noch mit dem Wetter, wenn auch immer wieder dicke Wolken über uns hinweg ziehen. Außer einigen Tropfen wollte uns aber kein Regen treffen. Gut auch, dass einige Wolken die Sonne verhüllt haben, sonst wäre der Anblick der vielen netten Häuser mit großem Garten und eigenem Anleger hier im Väddökanal in Sozialneid gemündet.

Wo wir heute die Nacht verbringen ist noch unklar. Irgendwo im Süden des Kanals werden wir eine Bucht finden. Dann werde ich hören ob Henk gut nach Norden gekommen ist und hoffen, dass wir uns mal wieder sehen.