Freitag, 8. August 2008

Kreis geschlossen


Bild von Axel

Bild von Axel

Broxelkrok auf Öland




Da braut sich was zusammen.


Deshalb haben wir das Boot noch gegen den Wind ausgerichtet. Hier liegen einige Boote fest, die wie wir nach Süden wollen. Dazu wird es dann morgen kommen. Eine große Armada nach Süden.


Machen heute erst mal Pause. Der Wind ist zwar schon längst wieder weg, nur die Richtung stört noch. Außerdem ist es hier einfach schön und wir haben durch den "mutigen" Tag gestern wieder Zeit gewonnen.

Axel und Silvia haben heute von der Radtour in den Zauberwald im Nordosten Ölands faszinierende Bilder mitgebracht. Eine kleine Auswahl hier


Eine kleines Noor direkt vor Vestervik. Kaum zu glauben, dass hier keiner ist.



Am Abendhimmel zeigt sich schon was morgen kommt: Regen.

Gestern Abend habe ich meine Kurslinie gekreuzt. Ich bin wieder in Broxelkrok an der Nordspitze von Öland angekommen. Die letzten Tage haben Nerven gekostet. Jeder Wetterbericht war etwas anders, keiner stimmte genau mit dem, was ich sah, überein.

Gemeinsam hatten sie alle nur den Starkwind von vorn. Ich gebe zu, mein Fehler bei der Törnplanung war, dass ich für diese Rückreise zu wenig Zeit eingeplant habe. Nun stehe ich unter Druck.

Also sind wir jeden Tag losgesegelt, vorgestern sogar fast nur unter Motor bei sehr starkem Schwell (obwohl eigentlich noch Wind vorhergesagt war). Gestern wieder los, nachdem der schwedische Wetterbericht von etwas weniger Wind sprach als der deutsche. Es regnete und eigentlich hätte man gemütlich in der Bucht bleiben können, die wir ca 2 sm vor Vestervik gefunden hatten. Oder man hätte 1-2 Tage in Vestervik faulenzen können.

Nein, also los bei Regen. Aber wie es nun mal mit den Vorhersagen so ist: Es kam ganz anders. Mit kleinem Segel gings los, in Erwartung des starken Windes. Am Ende große Tücher und Motor um gegen die Welle überhaupt noch etwas Fahrt im Schiff zu haben. Die war enorm. Nach 1-2 Stunden Motorunterstützung kam der Wind wieder - und ideal für unseren Kurs. Entspannt segelten wir mit Sonne im Gesicht bis nach Öland.

Da kann man mit Internet und Handy die ganze Welt bereisen und Kontakt halten, aber ein verlässlicher Wetterbericht ist immer noch unmöglich.


Ich bin froh, dass wir das Stück gestern gemacht haben. Heute ist der Wind da. Dazu Sonne, der Regen kommt wohl erst später. Mal sehen, ob wir hier bleiben oder bei Abflauen des Windes noch ein Stück Richtung Süden segeln.
Nun bin ich entspannter.

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