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Montag, 20. Juni 2011
Raus aus der Schleuse
| Vor der letzten Schleuse, ein Blick zurück auf den Kanal und Ben Navis |
| Letzter Liegeplatz im Kanal. Im Hintergrund das Meer |
| Bei Sonnenschein ist das Land unbeschreiblich schön |
| Und dann endlich wieder unter Segel |
Oban
Das gefühl gestern durch die Schleuse zu gehen und wieder freies Wasser vor dem Bug zu haben war unglaublich.Dazu Sonne und eine grandiose Landschaft die im Licht und Schattenspiel dauernd neue Höhepunkte mit sich brachte. Nach ca 1 Stunde kam der Wind. Zwar wie immer von vorne, aber nach soviel Segelentzug war mir das egal. die Tide schob eh mit und so war es ein unbeschreibbares Gefühl. Der Versuch mit Fotos nur annähernd das alles festzuhalten scheitet. 10% sind Bild. Alles andere ist Gefühl.
Samstag, 18. Juni 2011
Neptuns Staircase
Wir müssen 1,5 Std. warten bis wir dran sind. Es geht in 8 Schleusenkammern um ca 20 m nach unten.Und das Dauert ca 90min. Sagt die Infokarte. Und gerade kommen 2 Segler den Berg hoch.
| Auf Warteposition. Hinten das Meer |
Freitag, 17. Juni 2011
Übermütig
die ganze Zeit laufen ließ. Bittende Augen um einen ruhigen Platz, was soll ich da machen. Gut die nächste Schleuse ist nur ca 20min. entfernt, vielleicht finden wir da Ruhe.
Mit Radar und Kartenplotter, denn unter Bäumen ist der schwarze Kanal noch schwärzer und da hilft auch ein Lichtschein am Himmel nicht mehrviel. Chrsitiane mit Scheinwerfer im Bug, ich vor dem Kartenplotter und
dem Radar langsam dahin. Als der Fluß (denn das war er da geworden) sich nun teilte, hilft das Radar mal nicht und der Kartenplotter wollte nach links.(sehr ungenau im Kanal übrigens). Nach Konsultation der Karte waren wir auch nicht wirklich schlauer. Aber eher rechts. Doch dann im letzen Licht ein Schild. Mit Hilfe von Fernglas und Handscheinwerfer ein Wegweiser.(ALL SHIPS THIS WAY). Wir waren auf dem Weg ins flache Altwasser.
Ein entschlossener Schlenker und wir waren wieder auf Kurs. Belohnt wurden wir mit Einsamkeit und Ruhe. Direkt vor der Schleuse Kytra einen ganzen Anleger für uns allein. Ganz im Gegensatz zu Fort Augustus. So
nah und ein solcher Unterschied. Morgens, noch vor dem Frühstück, wurden wir von der sehr netten Schleusenwärterin geschleust. Dann noch ne Brücke und ne Schleuse und wir hatten uns ein Frühstück reichlichst verdient. Vor dem Loch Oich, gleich nach Brücke also Pause. Wir auf dem höchsten Stück des Kanals angekommen. ca. 40m über dem Meersspiegel. Der Weg bis dahin war im Morgenlicht ein Traum. Leider kamen aber auch schon die dicken Wolken wieder über die Berge. Ein neues Tief war im Anzug. Sommer in Schottland. Ich hab es so gewollt.
Im eher flachem Loch Oich muss man sich an Tonnen halten. Da aber eh wenig Wind war, und wenn dann von vorne, motorten wir voll entzücken durch die schönste Stelle des Caladonien Canals. Soviel Einsamkeit hätte ich hier nicht erwartet.
Der letzte See im Canal, der Loch Lochy empfängt uns mit starken Regenschauern und Fallwinden bis 20kn. Der Autopilot steuert und wir verkriechen uns unter die Sprayhood. Keine Fotos, kein Filmen. Regenpause!
Vor der Schleuse Gairlochy machen wir für heute fest. Ist zwar noch früh am Nachmittag, aber hier gibt es Duschen (die in Fort Augustus waren Out of Order) und Ruhe. Ein kleiner Spaziergang an den Schleusen entlang zum Fluß Lochy ist aber alles war wir uns antun. Dazu regnet es zu oft. Aber schöne Stimmungen durch die dicken Wolken lassen kein Trübsal aufkommen. Zum Abendessen plötzlich Geräusche an Deck und siehe da, da fühlt sich jemand eingeladen. Eine Ente schaut sehr bettelnd durchs Fenster. Sie
geht systematisch alle Fenster ab und schaut in jedes hinein. Wir sind sprachlos und amüsieren uns.
Morgen gehts weiter bis vor die letzte Schleuse. Dort wollen wir am Sonntagmorgen mit dem Hochwasser gegen 9 Uhr den Atlantik begrüßen.
| Erster Liegeplatz für die Nacht in Fort Augustus, doch der Dicke hinter uns musste seinen Motor laufen lassen. da haben wir die Flucht ergiffen. Um 23.30 |
| So sind wir aufgewacht. in aller Ruhe vor der Schleuse Kytra |
| Morgenstund hat Gold im Mund. Zwischen Kytra und Cullochy |
| nach der Autobrücke Laggan machen wir erstmal Frühstückspause. Vor uns der Loch Oich |
| Hier kann der Oich entscheiden, ob er lieber im Canal weiterfließt oder sein natürliche Bett einnimmt |
| Loch Oich ist flach. Hier muss man nach Tonnen fahren. |
| Lech Oich |
| Auch der Kartenplotter hat nicht immer recht. Ausschnitt unserer Nacht/Irrfahrt. |
Gairlochy
| Vor der Schleuse Gairlochy. Unser heutiger Liegeplatz. |
| Blick auf den Ben Newis mit einzelnen Schneefeldern |
| Blick zurück auf den Loch Lochy |
| Schleuse Gairlochy |
| Wenn das Wasser kommt in der Schleuse heisst es festhalten |
| Besuch an Bord. Plötzlich schaute die Dame zum fenster rein. Waren gerade am Essen |
Donnerstag, 16. Juni 2011
Keine Nessie gesehen
begegnet. Mit modernsten Navigation geräten, und alten (dem Fernglas)
war sie nicht zu finden. Wer sie wikrlich sehen will muss halt ins
Museum. Das haben wir uns aber gespart.
Heute morgen gings weiter auf dem Loch Ness. Anfangs konnten wir mit
einer ganz leichten Backstagsbrise, etwas segeln, doch die meiste Zeit
motorten wir über spiegelglattes tiefschwarzes Wasser, Kein Wunder, dass
man an Ungeheuer glaubt. Der See ist einzigarteig. Doppelt so groß wie
der Ammersee und am morgen kein Boot auf dem Wasser. später einige
wenige Boote, aber alles sehr überschaubar.
Am Mittwoch sind wir endlich in Inverness los und hatten bei gemischtem
Wetter immer Glück mit den Schleusen und Brücken und mußten nie warten.
Ab Loch Ness gingen dann die Segel hoch und wir kreutzen bis zum
berühmeten verfallen Castle Urquhart auf. Da auf keiner Karte eindeutig
klar zu sehen war, wo dort eine Anlegemöglichkeit ist, tuckerten wir
langsam an den Steg zum Schloß. Der war natürlich nur für die
Ausflugsschiffe gedacht. Da Christiane aber auf Ausflug ist, sprang sie
dort von Bord und ich legte die Slisand daneben vor Anker. Mit dem
Schlauchboot bin ich dann Christianes touristischen Pfaden gefolgt.
Wunderbarer Blick von oben. Leider fehlt für gute Bilder das Licht.
Abends lagen wir in einem kleinen Hafen recht geschütztin der Bucht
neben dem Castle. Die wird sonst wohl nur von den Motorbootcharterern
genutzt
Nun war die Beschaulichkeit für einen Tag vorbei. Hier in Fort Augustus,
an den Schleusenkammern tobbt der Bär. Engländer, Japaner, Amerikaner
und Deutsche. Werden wohl Busseweise angekarrt. Ausflugsfahrten auf den
Loch Nesse und Kanufahrten werden angeboten. Beim Schleusen waren wir
ein beliebtes Fotomotiv. Gut das wir vorher während des Warten auf die
Schleuse noch geduscht und uns frisch eingekleidet hatten. Und immer die
neugierigen Fragen nach dem vorher und wohin. Keiner fragt: "Kann ich
mal mit anpacken?"
Denn, wenn das Wasser in die Schleuse strömt ist festhalten angesagt.
Schnell steht man sonst mal quer in der Schleuse. Nach 5 Kammern werden
die Arme lang.
So gehen wir hier nach der Schleuse in den Feierabend, leisten uns Fish
und Chips im Pub. Recht teuer hier am Touripoint. Abends geniesen wir
die Restsonne. Leider wird uns die nämlich nicht erhalten blieben. Aber
heute gab es viel Sonnenschein. (mit kurzen, ganz kurzen
Regenschauereinlagen.)
Fort Augustus
| Blick zurück auf den Loch Ness |
| Das Hochschleusen ist immer mit etwas Muskelarbeit verbunden, denn das Wasser kommt schon gewaltig rein geschossen. |
| Fort August Flight, so nennen sie die 5 Schleusen hintereinander |
| Das gab dem Ort den Namen. Einds wohl ein Fort, dann Abtei und nun Herrenclub. Zutritt verboten |
| Warteplatz vor der Schleusentreppe |
| Endlich etwas Sonne und schon sieht die Landschaft ganz anders aus |
| Rechts hinten könnte das der Ben Nevis sein? |
Mittwoch, 15. Juni 2011
Loch Ness und Urquhart Castle
| Loch Ness empfängt uns mit Gegenwind und Regenschauer |
| Dennoch kreuzen wir nach Südwesten |
| Am Ende schläft der Wind ein. |
| So gehen vor Urquhart Castle vor Anker |
| Beeindruckend dieses Schloss. Ganz klein ist die Slisand vor Anker zu sehen |
| Ein Wahnsinn Ausblick |
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| Abends machen wir in einem kleinen Hafen in der Bucht daneben fest.Einige Charterboote liegen da. Nette Gespräche mit Deutschen und Engländer. |
