Mittwoch, 10. Juli 2013

Dartmouth

 Die Dart fliest in den Atlantik. Wir motoren kurz vor Hochwasser in die Flussmündung. Hatten wir es mal wieder hervorragend getroffen. fast die ganze Zeit shcon uns 1,5-2 kn Strom. Nur die letzte Stunde wars ruhiger. Beim Einlaufen nach Dartmouth (alles Flußmündungsstadtchen haben dieses "mouth" im Namen) schiebt uns aber schon wieder das letzte auflaufende Wasser. Obwohl nicht gesegelt sind wir zufrieden. haben wir doch heute wieder 60 sm geschafft. Morgen wollen bleiben und als wir den Fluß hinauffahren wird uns diese Entscheidung nicht weh tun.
 Außen an der Flußmündungen ist noch nichts von irgenwelcher Bebauung zu sehen. Erst als wir näher kommen sind erste versteckte Häuser bzu sehen. Darthmouth hat auf der anderen Seite den Ort Kingswear. Beide haben an die Flußmündung ihr eigenes Castell gebaut. Beindruckende Einfahrt.. Gleich danach tut sich auch die urbane Bebauung und hafenanlagen auf. Viele an Moorings liegende Segelboote. Für Gäste sind einiges Stege, manche mit Landzugang, manche ohne vorgesehen. Wir nehmen nach der Erfahrung in Yarmouth einen ohne und nutzen das Dingi. spart Geld und macht irgendiwe freier, als im Päckchen am Steg zu liegen.
Abends essen wir noch ne Kleinigkeit in Dartmouth ältestem Pub. Dem Seven Stars. Mütterlich geführters Pub von einer  runden, aber sehr herzlichen älteren Dame mit grauem langen Pferdeschwanz.

 Dartmouth Castle
 Der Yachtclub von Kingswear
 Kingswear im Abendlicht
 Morgens schlafen wir gemütlich aus und machen uns nach dem Frühstück an einen kleinen Stadtspaziergang nach Dartmouth aus. Wie wir gestern schon gehört haben liegt die Sea Cloud II im Hafen und die ganzen Kreuzfahrgäste füllen die Straßen. Plötzlich sind viele deutsche Stimmen zu hören.
 Ich halte mich etwas abseits  und geniese die sehr gemütliche Athmosphäre rund um diese Seestadt

 Einen kleinen "Kurpark" gibt es auch. Im Hintergrund das Hotel in dessen Bar ich gerade sitze


 Nachmittags machen Johannes und ich auf den Weg nach Kingswear. Es wird schwer ein Dingianleger zu finden. In der Marina dürfen wir nicht hin. Wir sollen zum Yachtclub. nur gerade ist Niedrigwasser und wir müssen weit raus in den Fluss fahren, 2 Fähren ausweichen und finden dann endlich das Dingyponton. "Vistors Welcome". Johannes macht sich auf ne Trekkingtour. Ich schlendere den Berg hoch und geniese die Aussicht. Am Wegesrand helfe ich einem Englischen Gärtner der im Hang hängt und seine Flex nicht zum laufen bekommt. Stecker in der Garage weiter oben war nicht drin. Er muss nicht aus dem Hang klettern.
 Von ganz oben in Kingswear gibt es sogar einen Blick aus die Slisand 
 und den Blick aud Dartmouth Castell am der Flußmündung.
 Dartmouth von der anderen Flussseite
 Im Royal Yachtclub von Dathmouth. (Auf der Kingswear Seite gelegen)
Castell of Kingswear.

Morgen gehts weiter. Heute hat der ganze Tag ein schoönerf Nordwind geblasen. Auch Mittags. Was das fahren im Dingy sehr erfrischend gestaltet. Weht doch immer eine leichte Gischt übers Boot.
Hoffentlich haben wir den morgen auch. Sind wieder um die 60sm auf dem Plan. Wir wollen direkt nach Falmouth. Wanns es dann ums Ecke in die Irische See geht bleibt den Wettervorhersagen vorbehalten. Es sieht anch etwas Westwind aus. Also noch mit dem letzen N-NW um die ecke und den Dreher richtig erwischen. Wollen wir doch am Dienstag in Milfordhaven sein. Merle kommt zu ihrem, im letzen Jahr dort verlassenen, Segelboot.

 Ausgebaumt rauschen wir den Needles entgegen
 Weymouth am Abend. Kneipe an Restaurant. Im alten engl. Häusern
 Voller Hafen. Wir liegen im Päckchen. Aber keine Problem. Engländer sind höflich und leise
 Eine Brauerei in Weymouth. Mit Museum und angschlossenem Pub. Sehr nett
 Der Flußhafen vor der Brücke. Dahinter käme die unromantische Marina. Sollte man sich ersparen
 Ideylle?
 Der eventuell falsche Strand. Zum Joggen taugt er jedenfalls.
 Seaside.Kleine Hotels und B&Bs.Und alles an Nippes was Touristen glauben zu brauchen.



 Die Needles

 Weymouth Hafen.


Weymouth Strandpromendade. Ist ja nicht immer nur Sonnenschein, deshalb gibt es immerwieder überdachte Parkbanke. Netter Service
Die Needles von Westen gesehen. Hier hat das Meer ganze Arbeit geleistet

Dienstag, 9. Juli 2013

Gezeitennavigation

Die Gezeiten sind nicht nur für Frühaufsateher, sondern auch für die Langschläfer. Bin ich zwar nicht, aber im Moment ist

leider der beste Moment auszulaufen ist immer um die Mittagszeit.
Das eröffnet einem aber auch die Chance am Morgen noch mal in aller Ruhe durch die Stadt zu schlendern und Dinge zu

entdecken, die in der Abenddurstigkeit eher dem Pub unterlegen sind.
Wir sind nach einem eher unaufgeregtem Tag, mehr unter Motor als segelnd in Weymouth angekommen. Ab Yarmouth sah es noch

super mit dem Wind aus. Den Needleschannel sind wir mit fast 8 Kn im richtigen Moment entlang. Die Genua ausgebaumt. So

entspannt kann Segeln sein. An den Needles leichte Kursänderung, Einmal schiften und erstmal gehts so weiter. Doch dann

nimmt der Wind schlagartig ab, die Welle bleibt und schauckelt uns durch.
Motorfahrt, unterbrochen zweimal mit dem Versuch bei leichtem SE zu segeln. Der thermische Seewind macht den sonst recht

gut blasenden NE zu einem schwachen SE. Mit guter Tidenströmung im Rücken sind wir schon um kurz nach 17 Uhr in Weymouth.

(Sind wir doch erst kurz vor Mittag in Yarmouth los, fast 50sm).
Erst ein kühles Bier im Pub, dann kochen an Bord und abends noch nen kurzen Erkundungsspaziergang. Wirklich netter Ort.
Sitzen zusammen im Pub und beobachten das Straßenleben. Es ist wie im Kino. Darsteller: der Engl. Tourist, meist

angetrunken und Fish n Chips essend, Actiondarsteller die Möwen. Auch die mögen Fish n Chips. Aufgebrezelte Tennies,

Angetrunkene Einheimische die Lieder singen und mit einer Gurke den Rest der Manschaft zum Mitsingen dirigieren.
Ein kleiner Junge der vor lauter Langeweile (Eltern knutschen und esssen FnC), Balletversuche am Straßenrand macht.
Langsam senkt sich die Sonne, die Hitze vom tag geht in eine angenehme Kühle über. Dieses Städchen ist schön. das Wetter

tut sein übriges. Hitze bis zum Abwinken.
Weymouth ist sehr auf Tourismus aus. Am morgen entdecke ich auch noch den riessigen langen Sandstrand, der ein bischen

wie aufgeschüttet aussieht. Gibt es hier doch sonst nur Steinestrände. Johannes hat auch beim Joggen gesehen, wie

plötzlich der Sand dann wieder in die Steine übergeht.
Weymouth war (neben Portland, gleich daneben) letztes jahr Austragungsort der olypmischen Segelwettbewerbe. Möchte ja

nicht wissen wie es da dann hier zugegangen ist.
Nun wieder um die Mittagszeit los. Die gefährlichen Races und Overfalls am Südende der Portlandhalbinsel sind heute bei

richtiger Tide und Windstille nur eine Attraktion, denn eine Gefahr. Man kann sich aber gut vorstellen was bei

ungünstigen Bedingungen hier am Kap für Wellen entstehen können. Mir reicht da aber meine Phantasie. Obwohl... Etwas mehr

Wind wäre nicht schlecht. Auch heute wieder nur motoren. Dabei hat es heute morgen im Hafen mit bestimmt 4-5 noch

geblasen. Aber wir wollen ja zur Richtigen Zeit raus und mittags ist die Seebrise der Spielverderber. Löst den NE heute

ganz auf.
Der Wetterbericht sieht auch für die nächsten Tage dieses Wetter vor. Um Landsend (Englans SW Spitze)kommen wir aber

nicht vor anfang nächster Woche. Also lassen wir uns etwas Zeit. Morgen ein Tag in Dartmouth. Soll sehr schön sein.

Kommen da heute wohl mit dem letzten Büchsenlicht an.
Mal sehen wann das WiFI mal wieder etwas mehr Bilder zu läßt. Das hier schicke ich gleich bei KW- Und Pacormodem los.

Deshalb leider auch die kommischen Absätze im Text. Hab da noch keine Lösung gefunden.

Sonntag, 7. Juli 2013

Portsmouth und Yarmouth

 So sieht es an einem normalen Tag auf dem Solent aus. AIS wird irgendwann chaotisch wenn selbst die kleinsten senden. da hilft nur Ausschau halten. (Bilder anklicken zum vergrößern)
 Der Spnnakertower, Portsmouth Wahrzeichen seit 2005
 In der untersten Palttform auf 100m kann man über einen Glasboden direkt in die Tiefe schauen. Höhenangst ich tu dir das nicht an.
 Die Victory von Lord Nelson. Im historischen Dockyard
 Die Engländer lieben ihr gewonnenen Seeschlachten.
 Auf der Fähre nach Gosport
 Die Warrior, von 1860. Bei Ebbe im Hafen
 Johannes ist da.
 Dinghy am Steg in Yarmouth
 Wir liegen außen am Pontoon ohne Landzugang
 Yarmouth
 Nettes kleines touristisches Kaff am Westende der Isle of Wight
 Hier unser Lunchpub
 Nelsons Kanonen auf der Victory
Yarmouth, im Hintergrund der Ort. Mit sonnendach, denn es Brennt die Sonne runter. 30°im Schatten

Crewwechsel in Portsmouth

Nun ist es also vorbei. Die 1.Etappe. Heute ist nun auch Axel zum Zug
gegangen, wie gestern schon Gotthard. Tut immerwieder weh so ein
Abschied und es bleibt etwas Leere zurück. Immerhin ist gestern abend
mein Sohn Johannes gekommen und segelt nun bis Dublin mit.
Portsmouth haben wir (Gotthard und Axel und ich) noch ausgiebig
erkundet. Erst war das berühmte Dockyard dran. Ganz neu ist dort dieses
Jahr das Mary Rose Museum eröffnet worde. Ein in den 80igern gehobenes
Kriegsschiff das vor Portsmouth 1545 gesunken ist. Die im Meeresschlick
konservierten Rumpfteile und Ausrüstungengegenstände sind dort in einem
besonderen Bau ausgestellt. Ketzerisch frage ich mich ja schon warum wir
Menschen so altes Holz ausbuddeln um es auszustellen.
Spannender ist die da schon das Flagschiff Victory von Lord Nelson aus
der Schlacht bei Trafalgar 1805 auf der der Lord auch starb. Für die
kleinen anderen Ausstellungen die wir für unser Pauschalticket bekommen
haben reicht dann kaum mehr die Zeit. Denn pünktlich um 17:30 schliesst
das Museum. Gut dass das Ticket ein Jahr gilt. Axel und ich nutzen das
dann nochmals am Samstag morgen und schauen uns noch die HMS Worrierer
an. Sie war zu ihrer Indienststellung 1860 das bestgepanzerte
Kriegsschiff. Aber irgendwann geht einem die naviale
Selbstbeweihräucherung der Briten dann doch auf die Nerven.
Am Freitagabend abend waren dann noch auf der Suche nach dem
eigentlichen Portsmouth. Keiner wußte so genau wo es liegt.Wir fragen
uns durch, keiner weiss es genau. jeder zeigt mit dem Finger woanders hin.
Zuerst landen wir im neu angelegten Gunwarft mit dem neunen Wahrzeichen,
dem Spinnackertower. Als Milleniumstower geplant, aber erst 2005 fertig,
brauchte es einen neuen Namen. Sieht ja auch aus wie ein Spinnacker.
über 100m hoch sind die Aussichtsplattformen, wir haben uns das Geld für
die Aussicht gespart.
Dafür sind wir am Fischerhafen vorbei in das "alte" Portsmouth. Alte
Festungsanlagen, alte nette Häuserzeilen, Kirchenruinien und am Ende
sogar die Cathetrale von Portsmouth.
Am Ende war es uns dann aber doch lieber in Gosport auf der anderen
Flußseite ein Pub zu suchen. Erstens liegt da unserer Schiff und
zweitens ist es da nicht so touristisch wie in Portsmouth. Ein riesiges
Pub, es läuft Wimbeldon und die Kneipe hat am Ende eine fast
schmerzhafte Lautstärke. Der Abend der Jugend. Aufgebrezelte Mädchen und
angetrunkene Jungs treffen aufeinander.
Wir geniesen den letzten gemeinsamen Abend an Bord. Das Wetter ist
inzwischen wunderbar warm. Fast windstill dafür blauer Himmel.
Auch Samstags wird es heiss. Nach einem kurzen Stadtausflug und
Museumsbesuch (s.o.) verbringen wir die heissen Nachmuittagsstunden
lieber an Bord im Schatten des Sonnensegels.Abends gehts wieder ins Pub.
Und siehe da. Nun hat sich das Publikum gewandelt. Ist ja auch ne Stunde
früher und die älteren Semester wie wir essen hier noch. Johannes
bekommt kein Bier, da er seinen Ausweis nicht dabei hat und man ihm
seine 20 nicht glaubt. Als dann Axel ihm ein Bier holt, kommt doch
tatsächlich eine Konrolle vorbei und will ihm sein Bier aus der Hand
nehmen. Naja dann trinke ich halt mal Guinness. (...bis die Kontrolle
weg ist). Müsssen aufpassen nicht noch raus zu fliegen.
Heute morgen dann Abschied von Axel. Johannes und ich machen uns, bei
morgens schon um 25°Grad und Windstille, auf den Weg nach Yarmouth. Die
Strömung im Rücken dafür den kaum vorhandenen Wind im Gesicht lassen wir
uns durch den Solent treiben. Die British Classic Week mit ihren Booten
versuchen auch nen Regattalauf. Länger als 10min halten die das aber
auch nicht durch und es wird abgeschossen. Am Ende motoren wir fast den
ganzen Weg nach Yarmouth. Nicht ohne vorher noch nen Badestopp auf See
einzulegen.
In Yarmouth gehen wir an den Pontoon.Steg ohne Landanschluss. Wir nutzen
unserer Dingi und zahlen nur 12 Pfund (statt den üblichen 25-30).
Leider weiss der Wind nicht was machen soll. Die Vorhersagen lauten auf
Ost. Heute war er aus allen Richtungen schwach zu spüren. Zu schwach um
die 30°Hitze zu kühlen. Ich muss immerwieder auch im Hafen mein Köpfchen
kühlen und kletter an der Leiter ins Wasser. Das kühlt!
Tja, der Sommer ist da, Urlaubsfeeling. Die harten Tage des Segeln
erstmal vorbei und auch die beiden Mitkämpfer wieder daheim.