Mittwoch, 22. Juni 2011

Muck

Immer wieder ist das Wetter Thema. Statt gestern abend Regen gab es einen wunderbaren klaren Himmerl.Auch morgen war der Wetterbericht daneben. Der 3 Tag mit Sonne aufstehen.Wunderbar. Doch der Regen ist zu sehen. Er kommt. Gegen mittag ist er da. Wir überlegen, ob wir ein Auto mieten und etwas über Mull fahren, denn Tobermory wurde nun schon ausgiebigst besichtigt und beshoppt.
Aber karge Landschaft ist im regengrau nun auch nicht so toll und die können wir eingepackt in Regenklamoten auch vom Boot aus geniesen.

Gestern war die Überfahrt von Oban nach Tobermory einfach klasse. Fast die ganze Strecke konnte gesegelt werden. anfangs noch mit raumen Winden, dann schlief er kurz ein um dann aber wie vorgesagt aus NW zu kommen.Also wie so oft, von vorne. Aber 3 Windstärken sind ideal zum kreuzen. Den Gezeitenstrom richtig vorausberechnet und so macht kreuzen Spaß. Die Sonne scheint fast die ganze Zeit. Traumsegeln.
Tobermory ist der touristische Hotspot neben Oban hier an der Küste. Bunte Häuser geben dem ehemaligen Fischerdorf etwas fröhliches.
Da wir in Oban wegen den Tidenströmen erst am frühnachmittag auslaufen konnten, war ich noch kurz auf Ketera unterwegs. Diese Insel, gegenüber von Oban, kommt im Buch der Keltische Ring vor. Ich also das wieder mal vorgeholt und die Passage darüber gelesen. Dort habe ich dann auch für Tobermory den richtigen Pub und den Wiskey dazu gefunden. Bei einem Gespräch mit einem Einheimischen am Hafen empfiehlt er auch noch dieses Pub. Das beste und billigste Essen hier in einem Pub. Also 2 Empfehlungen können nicht irren. Gut, das Pubessen ist überall gleich. Zuvielo fritiertes und wenig Salat und Gemüse, aber der Wiskey war spitze. Endlich die richtige Sorte zum mitnehmen gefunden. Im Sherryfass gereift, 12 jahre alt angenehm mild. Leider ist der am anderen Morgen im Geschäft nicht zu bekommen. Dafür hat die Verkäuferin etwas anderes. Hausmarke. Wird von ihnen als Single Malt gesammt gekauft und gelabelt. 14 jahre im Sherryfass. Aber unprobiert gebe ich nicht soviel Geld aus. kein Problem. Nun hatte ich am Morgen also meinen besonderen Wiskey und schon einen in der Krone.

Ja und auch deshalb haben wir uns gegen das Auto entschieden und haben bei strömenden Regen abgelegt und die 15 sm bis hier nach Muck motort. Zur Auswahl standen einige Inseln der inneren Hebriden, doch da klang es nach einer geschützen Bucht und außerdem wollte ich nicht ewig motoren. Übrigends der spinnt schon wieder. Saut mit Öl die Bilge voll. Weiß noch nicht woher es kommt. Nervt.
Aber dafür ist es trotz Regen schön. Eine Erkundungstour im Ölzeug. Da ist man nicht nur von Außen naß.
Da ich heute schon in Tobermory Fisch kaufen wollte, dies mangels Angebot aber scheiterte, kam hier Fischer mit seinem Fang gerade recht. Ein Pollet oder so hat es ihn genannt. Weissfisch wie Dorsch. Fleisch ähnlich. Bitte um Hilfe.
Überhaupt muss ich mich für die netten Kommentare bedanken. Freut mich doch sehr. Auch der Tipp mit der Ben Newis Destilerie war gut. Nur kam es zu spät. Wir kamen gerade daher.
Bilder kommen nach. Hier tippe ich mit dem Handy. Bitte um Nachsicht wegen diverser Tippfehler.Die Daumen sind einfach zu groß.

Nun schauckeln wir vor Anker. Ich geh nochmal an Deck dies hier abschicken und Mittsommer im Regen geniesen.

Montag, 20. Juni 2011

Oban

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Raus aus der Schleuse

Vor der letzten Schleuse, ein Blick zurück auf den Kanal und Ben Navis

Letzter Liegeplatz im Kanal. Im Hintergrund das Meer

Bei Sonnenschein ist das Land unbeschreiblich schön




Und dann endlich wieder unter Segel

Oban

Sitze in Oban und blicke über die weite geschützte Bucht. Die Marina liegt auf der anderen Seite ca.1 sm weit weg auf der Insel ketera. nun scheint heute schon am 2.Tag die Sonne, wenn auch immer wieder mal durch kurzes Regnen unterbrochenn aber man wird ja genügsam.die nächsten Tage sehen da nicht so toll aus. Wir wollen heute noch nach Tobermory bevor uns der Wind zu sehr auf dies Nase bläßt.Schade. Ist eigentlich schön hier. Eventuell kommen wir wiedxr her, damit Christiane von hier mit Zug zurück fahren kann.Das geplant Mallaig liegt leider windtechnisch diese Woche ungünstig.Außerdem gibt es hier einfach alles was es an wichtigen Dingen braucht. Ne gute Dusche, Pubs und Internet.
Das gefühl gestern durch die Schleuse zu gehen und wieder freies Wasser vor dem Bug zu haben war unglaublich.Dazu Sonne und eine grandiose Landschaft die im Licht und Schattenspiel dauernd neue Höhepunkte mit sich brachte. Nach ca 1 Stunde kam der Wind. Zwar wie immer von vorne, aber nach soviel Segelentzug war mir das egal. die Tide schob eh mit und so war es ein unbeschreibbares Gefühl. Der Versuch mit Fotos nur annähernd das alles festzuhalten scheitet. 10% sind Bild. Alles andere ist Gefühl.

Samstag, 18. Juni 2011

Neptuns Staircase

Endlich sieht man wieder das Meer. Noch von hochoben, aber man sieht es. Tolles gefühl. Einmal quer durch Schottland und nun wartet der Atlantik auf uns.
Wir müssen 1,5 Std. warten bis wir dran sind. Es geht in 8 Schleusenkammern um ca 20 m nach unten.Und das Dauert ca 90min. Sagt die Infokarte. Und gerade kommen 2 Segler den Berg hoch.
Auf Warteposition. Hinten das Meer
Heute noch etwas Wiskey verkosten in einer nahen Destellerie. Christiane will unbedingt das noch sehen. Davon haben uns Engländer die wir schon in Loch Ness getroffen haben gestern an der letzten Schleuse mit leicht schwammigen Blick und rotem Kopf erzählt. 4 Probierportionen für 4 Pfund.

Freitag, 17. Juni 2011

Übermütig

Gestern Nacht, also es war von der Uhr her Nacht, aber vom Himmel her eher abend, nervte Chrsitiane beim Versuch zu schlafen, ein Arbeitsschiff das gegenüber im Kanal lag und sein Motor als Generator
die ganze Zeit laufen ließ. Bittende Augen um einen ruhigen Platz, was soll ich da machen. Gut die nächste Schleuse ist nur ca 20min. entfernt, vielleicht finden wir da Ruhe.
Mit Radar und Kartenplotter, denn unter Bäumen ist der schwarze Kanal noch schwärzer und da hilft auch ein Lichtschein am Himmel nicht mehrviel. Chrsitiane mit Scheinwerfer im Bug, ich vor dem Kartenplotter und
dem Radar langsam dahin. Als der Fluß (denn das war er da geworden) sich nun teilte, hilft das Radar mal nicht und der Kartenplotter wollte nach links.(sehr ungenau im Kanal übrigens). Nach Konsultation der Karte waren wir auch nicht wirklich schlauer. Aber eher rechts. Doch dann im letzen Licht ein Schild. Mit Hilfe von Fernglas und Handscheinwerfer ein Wegweiser.(ALL SHIPS THIS WAY). Wir waren auf dem Weg ins flache Altwasser.
Ein entschlossener Schlenker und wir waren wieder auf Kurs. Belohnt wurden wir mit Einsamkeit und Ruhe. Direkt vor der Schleuse Kytra einen ganzen Anleger für uns allein. Ganz im Gegensatz zu Fort Augustus. So
nah und ein solcher Unterschied. Morgens, noch vor dem Frühstück, wurden wir von der sehr netten Schleusenwärterin geschleust. Dann noch ne Brücke und ne Schleuse und wir hatten uns ein Frühstück reichlichst verdient. Vor dem Loch Oich, gleich nach Brücke also Pause. Wir auf dem höchsten Stück des Kanals angekommen. ca. 40m über dem Meersspiegel. Der Weg bis dahin war im Morgenlicht ein Traum. Leider kamen aber auch schon die dicken Wolken wieder über die Berge. Ein neues Tief war im Anzug. Sommer in Schottland. Ich hab es so gewollt.
Im eher flachem Loch Oich muss man sich an Tonnen halten. Da aber eh wenig Wind war, und wenn dann von vorne, motorten wir voll entzücken durch die schönste Stelle des Caladonien Canals. Soviel Einsamkeit hätte ich hier nicht erwartet.
Der letzte See im Canal, der Loch Lochy empfängt uns mit starken Regenschauern und Fallwinden bis 20kn. Der Autopilot steuert und wir verkriechen uns unter die Sprayhood. Keine Fotos, kein Filmen. Regenpause!
Vor der Schleuse Gairlochy machen wir für heute fest. Ist zwar noch früh am Nachmittag, aber hier gibt es Duschen (die in Fort Augustus waren Out of Order) und Ruhe. Ein kleiner Spaziergang an den Schleusen entlang zum Fluß Lochy ist aber alles war wir uns antun. Dazu regnet es zu oft. Aber schöne Stimmungen durch die dicken Wolken lassen kein Trübsal aufkommen. Zum Abendessen plötzlich Geräusche an Deck und siehe da, da fühlt sich jemand eingeladen. Eine Ente schaut sehr bettelnd durchs Fenster. Sie
geht systematisch alle Fenster ab und schaut in jedes hinein. Wir sind sprachlos und amüsieren uns.
Morgen gehts weiter bis vor die letzte Schleuse. Dort wollen wir am Sonntagmorgen mit dem Hochwasser gegen 9 Uhr den Atlantik begrüßen.
Erster Liegeplatz für die Nacht in Fort Augustus, doch der Dicke hinter uns musste seinen Motor laufen lassen. da haben wir die Flucht ergiffen. Um 23.30

So sind wir aufgewacht. in aller Ruhe vor der Schleuse Kytra

Morgenstund hat Gold im Mund. Zwischen Kytra und Cullochy

nach der Autobrücke Laggan machen wir erstmal Frühstückspause. Vor uns der  Loch Oich

Hier kann der Oich entscheiden, ob er lieber im Canal weiterfließt oder sein natürliche Bett einnimmt

Loch Oich ist flach. Hier muss man nach Tonnen fahren.

Lech Oich

Auch der Kartenplotter hat nicht immer recht. Ausschnitt unserer Nacht/Irrfahrt.

Gairlochy

Vor der Schleuse Gairlochy. Unser heutiger Liegeplatz.
Blick auf den Ben Newis mit einzelnen Schneefeldern

Blick zurück auf den Loch Lochy

Schleuse Gairlochy

Wenn das Wasser kommt in der Schleuse heisst es festhalten

Besuch an Bord. Plötzlich schaute die Dame zum fenster rein. Waren gerade am Essen

Donnerstag, 16. Juni 2011

Keine Nessie gesehen

Nun haben wir Loch Ness überwunden und sind nicht der berühmten Nessie
begegnet. Mit modernsten Navigation geräten, und alten (dem Fernglas)
war sie nicht zu finden. Wer sie wikrlich sehen will muss halt ins
Museum. Das haben wir uns aber gespart.
Heute morgen gings weiter auf dem Loch Ness. Anfangs konnten wir mit
einer ganz leichten Backstagsbrise, etwas segeln, doch die meiste Zeit
motorten wir über spiegelglattes tiefschwarzes Wasser, Kein Wunder, dass
man an Ungeheuer glaubt. Der See ist einzigarteig. Doppelt so groß wie
der Ammersee und am morgen kein Boot auf dem Wasser. später einige
wenige Boote, aber alles sehr überschaubar.

Am Mittwoch sind wir endlich in Inverness los und hatten bei gemischtem
Wetter immer Glück mit den Schleusen und Brücken und mußten nie warten.
Ab Loch Ness gingen dann die Segel hoch und wir kreutzen bis zum
berühmeten verfallen Castle Urquhart auf. Da auf keiner Karte eindeutig
klar zu sehen war, wo dort eine Anlegemöglichkeit ist, tuckerten wir
langsam an den Steg zum Schloß. Der war natürlich nur für die
Ausflugsschiffe gedacht. Da Christiane aber auf Ausflug ist, sprang sie
dort von Bord und ich legte die Slisand daneben vor Anker. Mit dem
Schlauchboot bin ich dann Christianes touristischen Pfaden gefolgt.
Wunderbarer Blick von oben. Leider fehlt für gute Bilder das Licht.
Abends lagen wir in einem kleinen Hafen recht geschütztin der Bucht
neben dem Castle. Die wird sonst wohl nur von den Motorbootcharterern
genutzt
Nun war die Beschaulichkeit für einen Tag vorbei. Hier in Fort Augustus,
an den Schleusenkammern tobbt der Bär. Engländer, Japaner, Amerikaner
und Deutsche. Werden wohl Busseweise angekarrt. Ausflugsfahrten auf den
Loch Nesse und Kanufahrten werden angeboten. Beim Schleusen waren wir
ein beliebtes Fotomotiv. Gut das wir vorher während des Warten auf die
Schleuse noch geduscht und uns frisch eingekleidet hatten. Und immer die
neugierigen Fragen nach dem vorher und wohin. Keiner fragt: "Kann ich
mal mit anpacken?"
Denn, wenn das Wasser in die Schleuse strömt ist festhalten angesagt.
Schnell steht man sonst mal quer in der Schleuse. Nach 5 Kammern werden
die Arme lang.
So gehen wir hier nach der Schleuse in den Feierabend, leisten uns Fish
und Chips im Pub. Recht teuer hier am Touripoint. Abends geniesen wir
die Restsonne. Leider wird uns die nämlich nicht erhalten blieben. Aber
heute gab es viel Sonnenschein. (mit kurzen, ganz kurzen
Regenschauereinlagen.)

Fort Augustus

Blick zurück auf den Loch Ness

Das Hochschleusen ist immer mit etwas Muskelarbeit verbunden, denn das Wasser kommt schon gewaltig rein geschossen.

Fort August Flight, so nennen sie die 5 Schleusen hintereinander

Das gab dem Ort den Namen. Einds wohl ein Fort, dann Abtei und nun Herrenclub. Zutritt verboten

Warteplatz vor der Schleusentreppe

Endlich etwas Sonne und schon sieht die Landschaft ganz anders aus

Rechts hinten könnte das der Ben Nevis sein?