Montag, 1. Juni 2015
Helgoland
Gestern in 5 Std die 36 sm von Cuxhafen nach Helgoland gesegelt. Wind um 5 aus Süd, wilde See, dennoch ein klasse Ritt. Leider fehlt der Süd nun. So warten wir wie es weiter geht. Sah es noch so aus, als dass morgen der Sturm mit bis 9 Windstärken uns nicht lange hat überlegen lassen hier zu bleiben, und den anschliessenden einsetzenden SE zu nutzen, hat sich jetzt das Tief entschlossen anders zu ziehen und uns hoch am Windkurse versprochen und zum Abschluss der Woche noch mal Starkwind. Den zumindest aus SE vor der Küste Schottlands- So Richtig ohne Kreuzschlag werden wie da nicht hinkommen. Zumindest nicht mit den Vorhersagemodellen von heute. Sie ändern sie fast täglich und die Gefühlslage auch. Gestern Regen, dafür einen gute Überfahrt und gute Aussichten ab Donnerstag, nun heute wunderbarer Sonnenschein, aber dafür diese nicht schönen Aussichten, die die Stimmung wieder runter reißen. Aus See gehen auch Emotionen wie Wellen rauf und runter. Und manchmal recht stark.
Samstag, 30. Mai 2015
Die Elbe runter
So nachdem wir in Hamburg in der City festgemacht hatten, netten Besuch
eines alten Müncher Freundes (der inzwischen im Norden lebt) an Bord
hatten, kleine Besorungen gemacht hatten, ging es 24 Std. später mit dem
nächsten Hochwasser wieder Elbabwärts. Leider war es ein Tag mit Regen,
kräftigem Wind meist von vorne und kalt. Kalt ist es eh andauernd,
darüber reden wir mal nicht mehr. Der Sommer ist hat uns noch nicht
gefunden. Bis Glückstadt hat es uns dann geschwappt (also auf der Welle
der Ebbe den Fluss runter geritten). Sind ja kurze Entfernungen bei 8 kn
über Grund. Dank an das Segel Forum, dass mir richtig viele tolle Tipps
gegeben haben. In Glückstadt in einer urigen Kneipe etwas HSV geschaut
und mit anderen Seglern und Einheimischen bei irischem Bier Spass gehabt.
Mein neuer Motor snurrt brav, heute erster Ölwechsel. Auch alle anderen
kleinen technischen Krankheiten sind geheilt. Wir also sind bereit für
die Nordsee. Ich hatte ja schon aufgegeben die Nordsee noch am
Wochenende und anfangs nächster Woche zu sehen, doch seit Donnerstag
sind die Gripfiles doch auf meiner Seite. Das Tief über Irland bleibt
dort und kommt nicht über Nordsee. Es gibt zwar Anfangs der Woche noch
viel Wind, aber die Richtung stimmt zu mindest. Und so werden wir ab
Cuxhaven, wo ich gerade liege, morgen zum Mittagshochwasser die Elbe
verlassen und nach Helgoland segeln. Und hoffen, dass wir Montag weiter
kommen.
Ich werde dann hier mit kurzen per Funk (Pactor) aktualisierten Daten
euch auf dem Laufenden halten (-wenn es technisch klappt )
eines alten Müncher Freundes (der inzwischen im Norden lebt) an Bord
hatten, kleine Besorungen gemacht hatten, ging es 24 Std. später mit dem
nächsten Hochwasser wieder Elbabwärts. Leider war es ein Tag mit Regen,
kräftigem Wind meist von vorne und kalt. Kalt ist es eh andauernd,
darüber reden wir mal nicht mehr. Der Sommer ist hat uns noch nicht
gefunden. Bis Glückstadt hat es uns dann geschwappt (also auf der Welle
der Ebbe den Fluss runter geritten). Sind ja kurze Entfernungen bei 8 kn
über Grund. Dank an das Segel Forum, dass mir richtig viele tolle Tipps
gegeben haben. In Glückstadt in einer urigen Kneipe etwas HSV geschaut
und mit anderen Seglern und Einheimischen bei irischem Bier Spass gehabt.
Mein neuer Motor snurrt brav, heute erster Ölwechsel. Auch alle anderen
kleinen technischen Krankheiten sind geheilt. Wir also sind bereit für
die Nordsee. Ich hatte ja schon aufgegeben die Nordsee noch am
Wochenende und anfangs nächster Woche zu sehen, doch seit Donnerstag
sind die Gripfiles doch auf meiner Seite. Das Tief über Irland bleibt
dort und kommt nicht über Nordsee. Es gibt zwar Anfangs der Woche noch
viel Wind, aber die Richtung stimmt zu mindest. Und so werden wir ab
Cuxhaven, wo ich gerade liege, morgen zum Mittagshochwasser die Elbe
verlassen und nach Helgoland segeln. Und hoffen, dass wir Montag weiter
kommen.
Ich werde dann hier mit kurzen per Funk (Pactor) aktualisierten Daten
euch auf dem Laufenden halten (-wenn es technisch klappt )
Dienstag, 26. Mai 2015
Die Elbe hoch
Der Wind will das so. Wir segeln nach Hamburg. Morgen zum Mittagshochwasser wird die Slisand das erste Mal dort einlaufen. Dann hoffe ich Do und Fr. bis Cuxhaven zu kommen um dann endlich raus auf die Nordsee zu segeln. So viel und konstanten West habe ich nicht erwartet. Tja und wenn man schon mal Wünsche hat, der Sommer könnte auch mal kommen.
Von Samsung-Tablet gesendet
Sonntag, 24. Mai 2015
Auf der Elbe
So, nun ein Etappenziel erreicht. Sind in Glückstadt an der Elbe. Nein ich hab mich nicht verfahren, hab nur die Windprognosen angeschaut und bin der Meinung, draußen auf der Nordsee wird mir das die Woche über zuviel. Die Elbe aufwärts kenne ich noch nicht und warum nicht.
Gestern in NOK bis Rendsburg und heute weiter bis zu Elbe. Die Tide stand günstig, die Sonne schien und uns war nach Segeln. Leider eher wenig Wind dafür Strom mit 3Kn und im Nu sind wir 10sm die Elbe hoch nach Glückstadt. und was morgen kommt? Wir werden sehen.
PS: über den Motor muss ich nichts sagen
Von Samsung-Tablet gesendet
Donnerstag, 21. Mai 2015
Start mit Hinternissen
Eigentlich wollte ich nie mehr über meinen Motor reden. Ok über den Bukh tue ich es auch nicht. Der wurde in handlichen Einzelteilen verkauft. Nun der Neue, ein Volvo D1 30, schnurrt sehr nett, nur die Umstände seine Geburt waren nichts für schwache Nerven. Im März kam er an Bord um dann schnell zu erkennen, dass die alte Welle 10cm zu kurz war. Das aber ein Ersatz 7 Wochen dauert war nicht zu glauben. Also erst kurz vor meinem Krantermin war er dann drin, nicht ohne am Vorabend noch schnell nen Seeventil zu erneuuern,weil sonst der Auspuff nicht klar kommt.
Dann wurde mir der Krantermin verschoben ( Terminmissverständisse), und geschoben (Travellift kaputt). Als es dann sich schön einregnete, kamen wir dran.
Rein und gleich wieder hoch. Seeventil leckte. 30 min später wieder rein und Motor an. Nur wollte die Schraube nicht vorwärts. Wieder raus, Ach ja der Keil ( ich sagte noch...)der den den Verstellprop in seine richtige Lage bringt, war nicht drin. ( Laut Wellenlieferant sollte der nicht rein....)
Also wieder rein. Nun gibt es Vorwärts und Rückwärts. Nur andersherum. Dreht das Getriebe anders. Nein, auch den Keil kann man am Prob wohl falsch einbauen. Naja. Der Kran war nun besetzt, wir drehen das Schaltgestänge um und es sieht nun Richtig aus.... Muss man wohl aber noch richtig mal machen.
Dann schebberte der Motor. Das Getriebeschlägt gegen das Motorfundament vom Boot....Ich mach es kurz. Die Bolzen vom Fundament mussten nun auch noch gekürzt werden, schlugen durch, weil der Motor sehr tief liegt. Wurde ein langer Tag.
Am Morgen bei der Probefahrt zog er Luft und ging aus. Glücklichweise hatte ich noch eine Leine am Poller fest. Das Schaltgestänge verklemmte sich beim Versuch dem Motor mehr Saft zu geben. Gut, dass der Mechaniker gerade im Hafen war.
Ein Tag lang noch alles Einräumen und wieder Installieren.
Gestern dann ein kalter aber schöner windiger Segeltag, sieht man von der 7er Schauerboe mal ab, Richtung Kiel. Von Freunden erwartet worden und gleich als Balast mit auf die Mittwochsregatta geschleift, war es ein netter Abend in Kiel, meinem eigentlichen Heimathafen. Ich bun unterwegs.
Das Wetter bessert sich nun, kalt ist es aber immer noch. Am Samstag geht es in den Nordostseekanal Richtung Nordsee. Ich hoffe es war die letzte Geschichte vom Motor.
Von Samsung-Tablet gesendet
Sonntag, 12. April 2015
Freitag, 30. Januar 2015
Winterzeit ist Planungszeit
Nur kurz ein Meldung aus dem winterlichen Süden.
Im Sommer wird es wieder nach Schottland gehen und das besondere daran, mit neuem Motor. Dieser wird im März eingebaut. Dann hab ich hoffentlich ein Thema weniger. (Dennoch werde ich berichten)
Und ganz Neu: Der Film von 2008 geht nun wieder. Bin bei www.segel-filme.de untergekommen. Freut mich, da youtube mich teilweise gelöscht hatte.
Im Sommer dann wieder mehr hier
Im Sommer wird es wieder nach Schottland gehen und das besondere daran, mit neuem Motor. Dieser wird im März eingebaut. Dann hab ich hoffentlich ein Thema weniger. (Dennoch werde ich berichten)
Und ganz Neu: Der Film von 2008 geht nun wieder. Bin bei www.segel-filme.de untergekommen. Freut mich, da youtube mich teilweise gelöscht hatte.
Im Sommer dann wieder mehr hier
Sonntag, 7. September 2014
nachtrag
Danke, allen die mir nette kommentare geschrieben haben. Vlt. doch wieder nächstes Jahr wieder. Mal sshen.
Nun bin ich endgueltig im Schlusshafen angekommen. Morgen wird dann eine Entscheidung zum Motor fallen müssen. So geht es nciht weiter.
Oder...? hab ich ja dann nichts mehr zu erzaehlen wenn der sauber läuft ;)
Also danke für eure Bestärkung. Nun ist eh erstmal wieder für mich arbeiten bis zum nächsten Frühsommer angessagt. Dann sehen wie weiter.
gruss Andreas
Nun bin ich endgueltig im Schlusshafen angekommen. Morgen wird dann eine Entscheidung zum Motor fallen müssen. So geht es nciht weiter.
Oder...? hab ich ja dann nichts mehr zu erzaehlen wenn der sauber läuft ;)
Also danke für eure Bestärkung. Nun ist eh erstmal wieder für mich arbeiten bis zum nächsten Frühsommer angessagt. Dann sehen wie weiter.
gruss Andreas
Montag, 25. August 2014
Wieder in Deutschland
So nun mein letzter Eintrag hier.
Bin wieder angekommen. zwar noch nicht im Heimathafen, aber das wird doch noch.
Habe 10 Tage auf Bornholm auf abflauende und drehende Winde gewartet, und bin dann doch vorgestern Nacht los bei 5-6 aus SW. Hat leicht nachgelassen und auf W gedreht und so konnte ich dann Svinemünde anliegen. Doch morgens vor Svinemünde überkam es mich und ich bin weiter bis in den Greifswalder Bodden gesegelt bis Lauterbach. Was war eine Nacht mit wenig Berufsschiffe aber um so mehr Wetterleuchten und einem Gewitter in unmittelbarer Nähe. Irgendwie hat inzwischen jede Nachfahrt auch Gewitter hier. Was für ein Spätsommer.
Nun liege ich vor der Brücke in Stralsund, will weiter noch bis Barhöft und dann ab morgen Richtung Westen.
Ich werde diesen Blog nun schliessen. Habe leider durch ihn einige Anfeindungen gehabt und habe nicht vor noch weiter soviel privates hier Preis zugeben.
Danke allen die ihne gelesen haben. Er wird noch etwas online bleiben, aber über kurz oder lang verschwunden sein. Bis bald auf dem Wasser sommewhere
Andreas
Bin wieder angekommen. zwar noch nicht im Heimathafen, aber das wird doch noch.
Habe 10 Tage auf Bornholm auf abflauende und drehende Winde gewartet, und bin dann doch vorgestern Nacht los bei 5-6 aus SW. Hat leicht nachgelassen und auf W gedreht und so konnte ich dann Svinemünde anliegen. Doch morgens vor Svinemünde überkam es mich und ich bin weiter bis in den Greifswalder Bodden gesegelt bis Lauterbach. Was war eine Nacht mit wenig Berufsschiffe aber um so mehr Wetterleuchten und einem Gewitter in unmittelbarer Nähe. Irgendwie hat inzwischen jede Nachfahrt auch Gewitter hier. Was für ein Spätsommer.
Nun liege ich vor der Brücke in Stralsund, will weiter noch bis Barhöft und dann ab morgen Richtung Westen.
Ich werde diesen Blog nun schliessen. Habe leider durch ihn einige Anfeindungen gehabt und habe nicht vor noch weiter soviel privates hier Preis zugeben.
Danke allen die ihne gelesen haben. Er wird noch etwas online bleiben, aber über kurz oder lang verschwunden sein. Bis bald auf dem Wasser sommewhere
Andreas
Samstag, 16. August 2014
Bornholm
Mit einem Sonnenuntergang verabschiedet sich Schweden von mir.
Allinge auf Bornholm
Allinge ist für seine Räucherreien bekannt
Eine Felsenküste auf der Nordostseite von Bornholm. Blick nach Südenosten
Sogar ein kleiner Sandstrand ist hier zu finden
Villa in den Felsen
Allinge
So nun sitze ich in Bornholm, genauer in Allinge. Hier war ich Donnerstag morgens um 8 Uhr angekommen nach einer anstrengenden Nacht. Direkt aus Kristianopel. ca 80sm. Es war ein kleines Wetterfenster in dem der SW nicht mit 4 und mehr gegenan bließ. Auch wenn sich diverse Wettervorhersagen nicht einigen waren glaubte ich mal dem Windfinder und den Gripfiles von ugrib. Die sagten eine Abnahme des starken Wind vorher und hatten auch für einige Stunden Ostwind im Angebot. (der fehlte bei den anderen, auch bezahlten Wetterdiensten).
Ich bin um kurz vor 16 Uhr los, kreutze bei abnehmenden SSW aus dem Kalmarsund. Nach kurzer Motorunterstützung kam dann der Ostwind und nahm erfreulich zu. So konnte ich endlich meinem Ziel Bornholm mit 6-7KN entgegen segeln. Dazu ein wunderbarer Sonnenuntergang und warmer Luft.Es war perfekt und es kam ein fast noch voller Mond dazu.
Kurz vor MItternacht nahm das Wetterleuchten im Westen immer weiter zu. Ich war angespannt. Auch wenn der Wind aus Ost bließ, war mir klar, dass die Gewitter näher kamen. Der Wind kommt vor einem Gewitter oft aus der entgegengesetzten Richtung. Saugt sozusagen die Luft an, die seine Gewalt ausmachen. Ich war also vorsichtig und nahm dann auch sofort die Segel weg, als der Ostwind einschlief. Keine 5 Minuten zu früh. Dann ging es los mit einer Boenwalze mit über 30 Kn (bf 7). Ich fuhr langsam unter Motor, der Autopilot steuerte und ich saß geschützt unter der Sprayhood und sah im Schein der Hecklaterne die Gischtfahnen übers Cockpit fliegen. Die See baute erstaunlich schnell eine Welle auf.
Nach vielleicht 15 Minuten war das schlimmste überstanden. Es blieb ein leichter Wind aus NW und Regen.. Ich setzte zögerlich die Genua. Zu mehr fehlte noch der Mut. Dazu bltzte es noch zu kräftig. Im Westen war es so dunkel, dass man keine Wolke vor dem Nachhimmel ausmachen konnte und somit auch nicht wußte, ob da noch mal was kommt.
Nach und nach beruhigte sich das Meer und ich setzte das Groß und segelte auf direktem Kurs nach Bornholm. Doch leider schlief dann mit dem Hellwerden auch der Wind ein und der Motor brachte uns die letzten 20 sm nach Allinge.
Da der Motor immer noch viel Öl verliert, habe ich als wir noch gemütlich bei raumen Wind dahin schossen, ihm nen halben Liter frisches Öl gegönnt. Schauckelnder Ölwechsel.
Dazu kommt noch, dass es extrem voll war im Hauptfahrwasser. Immer mindestens 10 Frachter auf dem AIS gleichzeitig. Ich schlengelte mich vorsichtig hindurch. Nicht immer leicht ein gute Taktik zu finden. Zickzack segeln war angesagt. 3 mal musste ich einen Frachter anfunken um keine kritischen Situationen heraufzubeschwören. Soviel Frachter habe ich noch nie erlebt und so dicht bei einander.. Und sie fuhren nicht brav in eine Richtung. Ich war nicht der einzige der in Gegenrichtung zum Teil für Verwirrung sorgte. Ich hörte einige Funkgespräche der Berufsschiffahrt mit. Komisch, dass nicht wenigstens die Frachter alle rechts in ihrer Richtung fahren.
Nun sitze ich hier, bekomme heute Besuch mit der Fähre und harre der Dinge. Die Windvorhersagen der nächsten Woche lassen ein weiterkommen kaum zu. Irgendwie frustierend, wenn man immer nur kräftigen Wind auf die Nase hat. Das verfolgt mich nun den ganzen Sommer.
Dafür habe ich nun Zeit endlich mal ganz Bornholm zu erkunden. Auch ne Lösung.
Allinge auf Bornholm
Allinge ist für seine Räucherreien bekannt
Eine Felsenküste auf der Nordostseite von Bornholm. Blick nach Südenosten
Sogar ein kleiner Sandstrand ist hier zu finden
Villa in den Felsen
Allinge
So nun sitze ich in Bornholm, genauer in Allinge. Hier war ich Donnerstag morgens um 8 Uhr angekommen nach einer anstrengenden Nacht. Direkt aus Kristianopel. ca 80sm. Es war ein kleines Wetterfenster in dem der SW nicht mit 4 und mehr gegenan bließ. Auch wenn sich diverse Wettervorhersagen nicht einigen waren glaubte ich mal dem Windfinder und den Gripfiles von ugrib. Die sagten eine Abnahme des starken Wind vorher und hatten auch für einige Stunden Ostwind im Angebot. (der fehlte bei den anderen, auch bezahlten Wetterdiensten).
Ich bin um kurz vor 16 Uhr los, kreutze bei abnehmenden SSW aus dem Kalmarsund. Nach kurzer Motorunterstützung kam dann der Ostwind und nahm erfreulich zu. So konnte ich endlich meinem Ziel Bornholm mit 6-7KN entgegen segeln. Dazu ein wunderbarer Sonnenuntergang und warmer Luft.Es war perfekt und es kam ein fast noch voller Mond dazu.
Kurz vor MItternacht nahm das Wetterleuchten im Westen immer weiter zu. Ich war angespannt. Auch wenn der Wind aus Ost bließ, war mir klar, dass die Gewitter näher kamen. Der Wind kommt vor einem Gewitter oft aus der entgegengesetzten Richtung. Saugt sozusagen die Luft an, die seine Gewalt ausmachen. Ich war also vorsichtig und nahm dann auch sofort die Segel weg, als der Ostwind einschlief. Keine 5 Minuten zu früh. Dann ging es los mit einer Boenwalze mit über 30 Kn (bf 7). Ich fuhr langsam unter Motor, der Autopilot steuerte und ich saß geschützt unter der Sprayhood und sah im Schein der Hecklaterne die Gischtfahnen übers Cockpit fliegen. Die See baute erstaunlich schnell eine Welle auf.
Nach vielleicht 15 Minuten war das schlimmste überstanden. Es blieb ein leichter Wind aus NW und Regen.. Ich setzte zögerlich die Genua. Zu mehr fehlte noch der Mut. Dazu bltzte es noch zu kräftig. Im Westen war es so dunkel, dass man keine Wolke vor dem Nachhimmel ausmachen konnte und somit auch nicht wußte, ob da noch mal was kommt.
Nach und nach beruhigte sich das Meer und ich setzte das Groß und segelte auf direktem Kurs nach Bornholm. Doch leider schlief dann mit dem Hellwerden auch der Wind ein und der Motor brachte uns die letzten 20 sm nach Allinge.
Da der Motor immer noch viel Öl verliert, habe ich als wir noch gemütlich bei raumen Wind dahin schossen, ihm nen halben Liter frisches Öl gegönnt. Schauckelnder Ölwechsel.
Dazu kommt noch, dass es extrem voll war im Hauptfahrwasser. Immer mindestens 10 Frachter auf dem AIS gleichzeitig. Ich schlengelte mich vorsichtig hindurch. Nicht immer leicht ein gute Taktik zu finden. Zickzack segeln war angesagt. 3 mal musste ich einen Frachter anfunken um keine kritischen Situationen heraufzubeschwören. Soviel Frachter habe ich noch nie erlebt und so dicht bei einander.. Und sie fuhren nicht brav in eine Richtung. Ich war nicht der einzige der in Gegenrichtung zum Teil für Verwirrung sorgte. Ich hörte einige Funkgespräche der Berufsschiffahrt mit. Komisch, dass nicht wenigstens die Frachter alle rechts in ihrer Richtung fahren.
Nun sitze ich hier, bekomme heute Besuch mit der Fähre und harre der Dinge. Die Windvorhersagen der nächsten Woche lassen ein weiterkommen kaum zu. Irgendwie frustierend, wenn man immer nur kräftigen Wind auf die Nase hat. Das verfolgt mich nun den ganzen Sommer.
Dafür habe ich nun Zeit endlich mal ganz Bornholm zu erkunden. Auch ne Lösung.
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