Sonntag, 12. Juni 2016

Begegnungen


 Torhamn mit dem Schwimmponton als Wellenbrecher
 
Wir liegen in Torhamn. Der Wind hat uns dahin geblasen. Ein Tag der mit Flaute begann und auch nicht viel mehr versprach. Doch am Ende segelten wir mit Rückenwind mit 7 kn gen Osten. Karlskrona war viel zu früh da und wir wollten in diese große unattraktive  Militärstadt nicht unbedingt rein. Die Ruby und ich sind uns schnell einig. Weiter ins Schärenfahrwasser bis Torhamn. 
Der Wind nimmt noch weiter zu und steht auf die Hafeneinfahrt und dann liegt da ein Schwimmponton vor der Hafeneinfahrt. Ich denke erst, ¨Der ist geschlossen¨, doch mit Fernglaskann ich sehen, dass dieser Ponton als Wellenbrecher dienen soll.  Die Einfahrt ist klein, der Wind bläßt mit 6 und im Hafen ist auch nicht viel Platz. Ich geh längseits und werde in die Autoreifen gedrückt. Es schaukelt. Aber es ist alles gut. 
zu Erst ist es leer im Hafen.
 
Besser als Alfred, der seit 2 Wochen im Hafen mit seinem alten 8m Stahlboot liegt und nen kaputten Diesel hat. Der Mechaniker hat zwar die langersehnte Zylinderkopfdichtung eingebaut, doch irgendwas stimmt noch nicht.
Am Freitag morgen stehe ich und schaue auf ein Segelboot , das sich dem Hafen nähert. Es kommt mir  bekannt vor und dann erkenne ich es und den weissbärtigen Skipper an der Pinne. Es ist Rüdiger und die Fiddlers Green. Wir hatten uns vor 2 Jahren hier in der Gegend kennengelernt. Ich freue mich. Auch erkennt mich schon vor dem Festmachen und winkt überrascht. Er hatte mich schon funken gehört am Tage, nur war im nicht klar wo ich war.
Der Freitag ist gewittrig und regnerisch und wir gönnen uns ne Pause. Zusammen gehen wir bei leichtem Regen Einkaufen und ne Pizza essen im Ort. Viel anderes ist auch nicht möglich hier. Rüdiger gesellt sich dazu.
Dann sehen wir bei Alfred mit seinem Motorproblemnach. Dort kommt nun Wasser aus dem Motor und der  Mechaniker kommt wieder und geht. Leider ist vor dem Wochenende keine Lösung in Sicht. Etwas Glück hat er ja. Er kann im Hafen als Notfallgasst umsonst liegen. Ich kenne dieses hilflose Gefühl mit Motorschaden fest zu liegen. Wir diskutieren eine nonstop Heimfahrt ohne Motor. 
 Nach den dunklen Wolken kommt die Sonne wieder raus
 Morgens ein Hagelschauer
 Alle vereint in Torhamn
 Gigantischer Regenbogen über Torhamn
 Nach Sturm kommt Sonnenschein

Totrhamn, ein netter Hafen. Nun noch verschlafen, das Cafe macht erst am Wochenende und nur wenige Boote sind hier.
Ein anderer Einhandsegler mit einem Retroklassiker mit Gaffelsegel und Klüverbaum kommt noch dazu und später noch ein Stockholmer Seglerpaar mitten in einem Hagelschauer.
Sie wollen mal mein Heimatrevier besegeln. Anhand von Karten gebe ich Tipps von der dänischen Südsee, der Kieler Bucht bis Rügen. Er freut sich und ich freue mich mal jemand meine persönlcihen Highlight weiter geben zu können.
Am Samstagmorgen dann große Aufregung bei Alfred. Sein Handy loggt sich nicht mehr ein. Nun auch noch ohne Kommunikation nach außen, wo ihn doch heute ein Freund besuchen kommen will.
Man denk sofort: Handy kaputt. Doch genau in diesem Moment kommt eine Spiegelonlinemeldung auf mein handy. ¨Bei Telekommobil ist der Datenserver in der Nacht ausgefallen.Selbst das Ausland ist betroffen.¨
Die Aufregung legt sich dann schnell und schon 2 Stunden später bekomme ich per SMS Nachricht, dass zumindest die Kommunikation wieder funktioniert.
Wir segeln weiter, kreuzen den Kalmarsund nach Norden. Ruby und Fiddlers Green und die Slisand. 
Kristianopel. Kleiner beschaulicher Hafen. 2 Niederländer und bestimmt 12 deutsche Yachten. Hier sammeln sie sich nun. Die, die über Bornholm in dei Ostschären segeln und die, die über die Hanöbucht kommen. Es wird voller. Dennoch immer noch eine nette Athomsphäre. VieleEinhandsegler. Mehr als früher habe ich das Gefühl.
Abends lecker Essen auf der Ruby und als Rüdiger an Bord kommt machen wir zusammen Musik und geniesen diesen einzigartigen Abend mit Sonnenuntergang.
Kristianopel am Morgen


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Immer wenn die Sonne rot wird ;-)

Av Maydell hat gesagt…

Hallo Andreas, es ist schön deine Berichte zu lesen! In wenigen Wochen folgen wir dir auf ähnlicher Route. Vielleicht schaffen wir es euren Weg zu kreuzen. Wielage wirst du unterwegs sein? Wie hoch soll es gehen?
Beste Grüße - Axel