Mittwoch, 15. Mai 2019

Handy versenkt

Moin, leider liegt mein Handy mit vielen Nummern auf dem Grund des Peenestrom.
Bin ubergangsweise unter. 017636386013
(WhatsApp) zu erreichen

Mittwoch, 8. Mai 2019

Ich bin dann mal weg

Flensburg am Morgen


Rauhreif an Deck


Rauhreif an Deck, die Küchenbude starr und kaum abzubauen, Flensburg im schönsten Morgenlicht. Ja es wir mir nicht leicht gemacht Flensburg für fast 5 Monate zu verlassen. Es lockt das Segeln und die Freiheit, nur noch vom Wetter beherrscht zu werden. Segeln gen Osten. Nur ein grobes Ziel. Rigaischer Meerbusen und dann die üblichen Schären in Finnland und Schweden auf der Tour zurück. Soviel Zeit hatte ich noch nie. Wahnsinn. Gesegelt bin ich ja dieses Jahr schon im Februar, aber da war es nicht so kalt.
Aber das Wetterfester ist genial. Sonne (ab und an morgen wohl auch Mal ein Schauer) und immer Schiebewind. Schwach bis stark. Da bin ich in 3 langen Schlägen auf Hiddensee. Eine meiner Trauminsel mit Zeit zum Träumen.
Die letzten Tage waren arbeitsreich. Morgen oft schon früh wach geworden, reisekrank. den Kopf voll mit Todo-Listen.
Umräumen, Einkaufen, die Wohnung die untervermietet ist, leerräumen und putzen, Freunde nochmal sehen und verabschieden. Einige schöne Abende nochmal im Cockpit sitzen. Und dann geht auch noch die Heizung kaputt. Aber ich fahre. Das Wetterfester ist nur 3 Tage offen. Dann hab ich auf Hiddensee Zeit die Heizung auszubauen und zu säubern und hoffentlich in Stand zu setzen.
Das Frühjahr kam schnell, über Ostern schon warmes Wetter. Wir sind einmal über die Schlei nach Eckernförde zu einer Essenseinladung und zurück gesegelt. Im Gegensatz zum Februar waren schon recht viele Boot auf dem Wasser. Wo ist die Ruhe des Winters geblieben. Aber es sind wunderbare schöne Segeltage mitten im April.
Heute dagegen, Anfang Mai ist es recht kühl.  Aber die Sonne kommt raus und wärmt und der Wind im Rücken läßt uns schnell vorankommen.
Ausgebaumt geht es am Sonntag los. Die Flensburger Außenförde ist noch wunderbar friedlich

Warm eingepackt

Rödby

Einsames Rödby

Ich hab den schon von Bord geschafft. Aber nun leistet er wieder gute Dienste

Mehrmals ändere ich das Ziel. Bagenkop verliert, Wind mit 5 -6 aus West, Legerwallhafen, also nicht ganz leicht rein zu kommen und außerdem ist es erst 4 Uhr. Nochmal 30 sm mehr. was macht das heute schon. Das Großsegel ist schon länger runter und unter der Genua machen wir 6-7 kn. Im Fehmarn Belt steht eine unangenehme hohe Weller.

Die Hafeneinfahrt von Rödby hat es in sich. Unter Segel fahre ich hinein, denn es bricht sich die Welle neben der Hafeneinfahrt. Lieber schnell hindurch. Rödby ist ein eher unattraktiver Fährhafen gegenüber von Fehmarn. Das große Vorbecken reicht um die Genua zu bergen und dann in den leeren Yachthafen einzulaufen. Mit dem Dunkelwerden mache ich die Leinen fest. Geschafft. Heute 72sm. Ich bin müde.

Über Nacht höre ich den Wind und das aufgewühlte Meer. Mir ist ganz bang, als ich morgens sehe, dass es immer noch so bläst. Ich lasse einen Regenschauer durch und im Abflauen des Windes nach dem Regen setze ich im Vorhafen die kleine Genua und rausche unter Segel gleich hinter einer Fähre nach draußen. Was für eine Welle. 2m...? Ich weiß es nicht., gefühlt noch mehr.
Aber mit Verlassen des Fehmarn Belts beruhigt sich die See. Der Wind ist kräftig 5-6 und wir sind schnell. Alle Schauer machen einen Bogen um uns, nur die Windböen sind zu spüren. Erst wollte ich nur bis Gedser, aber auch der Hafen ist nach Westen hin offen. Ich will lieber einen geschützten Hafen. Deswegen segle ich 20 sm weiter nach Haesnäs.
Haesnäs

Haesnäs

Haesnäs

Ein wirklich romantischer kleiner Fischerhafen. Nur noch ein Charterboot an der Pier.
Das Auslaufen am nächsten Morgen ist hier sehr leicht. Langsam nimmt die Welle und der Wind zu, als  wir aus dem Landschutz  segeln. Wir schaffen das Hauptfahrwasser der Großschifffahrt. Eine Fähre funke ich mal an um ihr von uns zu erzählen. Sie macht einen kleinen Bogen. Alles andere klappt perfekt und gegen 15 Uhr ist die Nordspitze von Hiddensee erreicht. Es wird kurz ruhiger, aber wir müssen höher an den Wind und da merkt man es doch. Es bläst fast mit 7 Windstärken.
Wind von hinten lässt uns schnell voran kommen

Der Dornbusch auf Hiddensee

Da wir in der engen Rinne eh nicht segeln können und einhand es verwegen wäre bei den Windbedingungen im engen Fahrwasser Segelmanöver zu fahren, kommt die Genua frühzeitig herunter. Kloster auf Hiddensee ist leer. Nur 2 andere bewohnte Yachten im Hafen. Hier ist wieder die Ruhe des Winters. Ich bin angekommen nach 170 sm in 3 Tagen. Ich bin müde und schlafe erstmal in der Nachmittagssonne im Cockpit. (nicht ohne die Kuchenbude vorher aufzubauen, denn warm ist es immer noch nicht)
Heute die Heizung auseinander gebaut, gar nicht verrußt. Der Fehler ist doch die Warmluftleitung. Das Rohr ist gequetscht und man sieh dies durch die Isolierung nicht von Außen.  Aber das ist zu reparieren und nun ist es wieder mollig warm. Der Wind bläst nun kräftig aus Ost. Wir haben das Wetterfenster perfekt genutzt.
Kaum Ruß in der Heizung


So sah der Luftschlauch in der Isolierung aus
Hiddensee. Noch Vorsaison

Hiddensee


Montag, 25. März 2019

Frühlingsgefühle und Fazit



Gemütlich im Cockpit einen Rotwein trinken

Der Nebel hängt über dem Hafen. Südlich von hier soll der Frühling schon angefangen haben. Wir haben etwas Pech hier und dennoch mag ich es. Gestern Abend mit Axel im Cockpit unter der Kuchenbude im T-Shirt gesessen und Rotwein getrunken. Es ist nicht kalt, die Stadt leuchtet im mystischen Halbnebel. Wunderbar. Dennoch hatten wir hier auch schon Frühlingsgefühle.
Mystische Nebelstimmung in Flensburg
Im Februar war ich eine Woche Segeln zum Teil mit wunderbarer warmen Sonne. In Höruphavn in DK im leeren und dunklen Hafen gelegen. Wunderbar unheimlich. Der erste Gast wie man mir sagte.
Höruphavn für mich allein

Erster Gast in Höruphavn



Dann bei besten Segelbedingungen nach Eckernförde gesegelt.  Auch dort 1 Gast im Jahr. Man darf kostenfrei liegen, für den Strom wandert eine Spende ins Seenotretterschiffchen. Zurück dann mit Susanne ist es leider wolkenverhangen und dadurch kalt. Richtige Kleidung macht sich bezahlt. Wir segeln bis Kappeln. Dort wird der volle Saisonpreis fällig. Dafür sind die Duschen offen und warm. Am nächster Tag ist es kalt, der Wind kommt von vorne .Wir wählen Langballigau. Dort wird gebaggert und wir dürfen auch umsonst liegen.
Baggerarbeiten in Langballigau
Und dann der Freitag. Windstill liegt sie,  da die Ostsee, die Sonne wärmt. Wie geil ist das denn, mitten im Februar. Wir saugen die Sonne auf.
Emden. Mit dem Hochwasser raus auf die Nordsee, eine sternenklare Nacht liegt vor uns

die ehemalige engl. Annis soll mit dem neuen Eigner nach Flensburg.

Nordostseekanal im Februar

Dann wieder kälter, aber nicht so schlimm, dass ich nicht noch einen Überführungstörns mit Detlef mache. Er will endlich sein in  England gekauftes Schiff nach Flensburg holen. Bis Emden ist er schon gekommen. Von Emden in einer sternenklaren Nacht zum NOK. Nach 26 Std sind wir in Brunsbüttel im Kanal. In Rendsburg wird das Boot einige Tage Pause gemachen. Wir beiden haben Termine und das Wetter spielt auch nicht mit. Aber am Anfang der nächsten Woche  geht es weiter. . In Kiel legen wir uns an Detlef neuer Idee eines Kneipenschiffes längsseits, welches ebenfalls gerade den Weg nach Flensburg macht.
Hollandia, Flensburg bekommt eine kulturellorientierte Weinstube im Hafen

Noch wird in der Hollandia renoviert. Ich bin dabei
Am folgenden Tag dann direkt nach Flensburg. Den halben Tag regnet es. Leider war das der Anfang für eine ungewöhnlich lange Regenzeit im Norden. Das kostet Nerven. Nichts konnte man erledigen ohne kräftig nass zu werden. Aber es gehört wohl  nun mal dazu.
Überhaupt war es ein eher milder Winter. Nur 2 Wochen kann ich mich in dieser Wintersaison an Minusgrade auch tagsüber erinnern.
Mein Fazit für dieses Winterexperiment. Nach anfänglichen vielen kleinen Kältebrücken im Boot (Kondenswasser), einigen Lecks von Deck her, habe ich nach kurzer Zeit doch das Meiste geschafft. Eine Plane über der Kuchenbude hält den Frost fern vom Stoff und isolierte auch etwas. (650g/qm LKW Plane ). Syrodur zurecht geschnitten über der Vorschiffsluke, hält die Luke von innen trocken. Das Schlauchboot als Gewicht oben drauf.
Winterfeste Slisand. Schnee gab es nur wenige Male und er blieb kaum liegen


Die Heizung läuft auch wenn ich nicht an Bord bin auf kleiner Stufe. Selten muss ich, wenn ich an Bord komme sie viel höher drehen. Die 4kw Planar hat sich bestens bewährt. Den elektrischen Luftentfeuchter hab ich selten an, denn die Luftfeuchtigkeit schwankt immer um die 50 Prozent. Das ist der Ansaugung der Heizungsluft von außen zu verdanken. Ein kleinen mechanischen Entfeuchter steht im Vorschiff. Dort schlafen wir nur wenn wir beide an Bord sind. Sonst schlafe ich lieber im Salon. Das Vorschiff wird dennoch warm gehalten. Dort am Ankerkasten ist die feuchte Stelle. Da ist nur Holz auf das einfache GFK geklebt und deswegen kalt, und es kondensiert hier stark. Da muss ich im Ankerkasten noch eine Isolation schaffen. Die Matratze muss täglich hochgestellt werden dort. Auch die Bilge die unter dem Wasser liegt, hat viel Kondenswasser und man sollte dort nichts lagern, was feuchtigkeitsempfindlich ist und regelmäßig mal trocken wischen.
Ansonsten ist die größte Herausforderung im Winter ein rutschiges , glattes Deck und ebenso der Steg und das Übersteigen. Da muss man echt aufpassen.
Das Wasser am Steg ist leider abgestellt und ich schleppe regelmäßig Wasserkanister aufs Boot. Auch Heizöl, das in Flensburg in Kanister abgefüllt gekauft werden kann. Ich brauche etwa 25-30 l pro Woche. Zweimal habe ich vergessen frühzeitig nachzutanken. Aber die Heizung ist selbstentlüftend und meist nach 2-3 maligem Starten,  läuft sie wieder un problematisch.
Mit dem Schüttelschlauch lässt sich Heizöl ziemlich einfach nachtanken. Alle 5-6 Tage

Wichtig für mich war auch, dass ich viel Licht im Salon anmachen kann. LED halten die Stromkosten im Rahmen. Denn wenn es früh dunkel wird, muss es im Schiff einigermaßen hell sein.
Das Experiment kann ich nur als befriedigend bezeichnen und wird wiederholt. Ob ich dann auch so einen milden Winter haben werde. Wer weiß.
Nun sind die Frühlingsgefühle an der Reihe, Ende der Woche soll es 2-stellige Temperaturen geben. Da werden die Leinen gelöst. Dann geht es Ende nächster Woche auf den Slip um das Unterwasserschiff zu reinigen. Und das Suchen für die nächsten Wochen einen bezahlbaren Liegeplatz zu finden steht auch auf dem Plan, denn der Winter ist laut Vertrag am 1.April zu Ende.

Bikke brennen. Eine nordfriesische Tradition auch in Flensburg. 21.Februar. Danach zum Grünkohlessen

Das winterliche Flensburg im Januar

Mit Petroleumlampe im Cockpick ist es gemütlich

Montag, 25. Februar 2019

Wenig neues


Hier etwas zu lesen. Meine erste Rezension für Literaturboot.de . Die Seite von Detlef Jens
lohnt sich.

https://literaturboot.de/2019/02/per-anhalter-ueber-den-atlantik/


Als es kalt war, kamen Mike Peuker und Claus Aktoprak für ein Interview vorbei.

https://youtu.be/6yObBt6m4mE

Claus war letzten Sommer in Sachen Wikinger unterwegs in den Ostschären und in Finnland/Estland. Sein Film ist gerade raus gekommen. (bei www.segel-filme.de)

Ansonsten genieße ich nun die warmen Tage. Ich war schon eine Woche mit dem Boot unterwegs. Gut eingepackt macht das richtig Spaß. Morgen fahre ich mit der Bahn nach Emden und segel ein Boot nach Kiel mit dem Eigner. Mehr davon demnächst. Auch ein Fazit über das Abenteuer "Überwintern im Boot" wird es bald geben.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Bergfest

Es ist Winter auf der Slisand

Es hat geschneit, nicht viel aber Flensburg ist verzaubert

Am anderen Ufer liegt die Slisand


Der Reißverschluß der Kuchenbude geht schwer. Der Stoff ist hart gefroren. Ich seh den ersten Schnee an Deck. Nicht viel, aber es reicht um auf dem nach außen abfallenden Deck zu rutschen. Gut wer eine Fußreling hat. Der Steg ist am Gefährlichsten, spiegelglatt. Beim Vonbordsteigen ist Vorsicht angebracht.

Es ist Winter geworden. Und es ist Bergfest. Rechnerisch ist die Hälfte des Winterexperiments überstanden. Aber mir war schon klar, dass, auch wenn es nun Richtung Frühling geht, die kalten Monate noch kommen. Und nun ist es soweit. Die nächsten 2 Wochen sind nachts Minusgrade angesagt und tagsüber selten über Null. Früher im Süden hätte ich darüber nur gelacht. Doch hier mach ich mir Sorgen. Wird alles halten, die Borddurchlässe nicht gefrieren und platzen. Die Heizung durch halten, die Kuchenbude Schaden nehmen. Ich mache viel Gedanken darüber.
Im Schiff wird es noch feuchter. An den noch nicht isolierten Stellen ist es immer feucht. In der Bilge sammelt sich Wasser, dass an der Bordwand unter den Bodenbrettern kondensiert. Also täglich routinemäßig durchs Boot schauen und trockenlegen. An der Vorschiffsluke war innen das Kondenswasser gefroren obwohl auch dort geheizt ist. Aber der Alurahmen ist einfach eine brutale Kältebrücke.
Aber ich hab auch Lösungen gefunden. Für die Vorschiffsluke habe ich Styrodur gekauft. Die Luke passgenau ausgeschnitten und den Rest oben auf gelegt. Zum Beschweren kommt das Schlauchboot in seinem Sack oben drauf. Das lag eh an Deck und es bring enorm viel. Die Luke ist nun trocken. Die Schapps die noch nicht isoliert sind lasse ich offen, wie auch den Kleiderschrank. Außerdem habe ich doch viele Sachen von Bord gebracht. Die Außenwände brauchen Luft. Überall wo was länger liegt entsteht Feuchtigkeit.

Das Vorluk ist nun abgedeckt

Über der Kuchenbude spannt eine LKW-Plane

Und das Wichtigste zum Schutz für die Kuchenbude. Tipp vom Perseningbauer. Eine zusätzliche Plane über die Bude. Ohne Kontakt zueinander. Dazu war eine kleine Konstruktion aus 3 Dachlatten erforderlich. Nun habe ich eine Art Giebel auf der sich der Schnee und die gefrierende Luftfeuchtigkeit sammeln und ablaufen kann und den Stoff nicht mehr gefrieren lässt. Das Aussteigen ist etwas beschwerlicherer, aber dafür bleibt der Stoff weich und der Reißverschluss beweglich.
Anderer Nachteil. Im Cockpit sitzend ist nun der schöne Ausblick auf Flensburg verhangen. Als nun am Sonntag die Sonne das Cockpit wärmte und der heisse Tee mit Rum auf der Terrasse (Cockpit) genommen wurde, habe ich halt mal die Plane etwas zur Seite geschlagen. Alles machbar. Gut das wenigstens kein Wind weht.
Ansonsten ist es gemütlich warm, wenn die Heizung nicht mal ausgeht, weil ich den Heizölverbrauch unterschätzt habe  und dachte, es reicht noch bis morgen. Es sind doch so 3-4 Liter pro Tag. Die Heizung ist eines der Hauptthemen wenn man sich mal trifft am Steg oder im Waschhaus. Alle hier haben seit kurzem oder auch länger eine Planar. 4kw für Boote über 10m und die 2KW unter 10m. Alle sind zufrieden. Sie läuft bei allen im Dauerbetrieb. Verbrauch ist ähnlich bei allen. Die 4er natürlich etwas mehr.  Ausfälle bis jetzt noch keine.

Diesel ist ja inzwischen Winterfest bis -30 Grad. Das an der Tankstelle gekaufte Heizöl leider nicht. Edward hat bei einem Versuch gesehen Glas mit Heizöl an Deck gestellt), dass es schon bei -5 Grad ausflockt. Das bestätigt auch der Tankwart. Es gibt wohl ein Addetiv dafür um es frostsicher zu machen. Bei dem gefallenen Dieselpreis kann ich ja gleich wieder Diesel verfeuern. Denn der Heizölpreis ist immer noch bei knapp 90 Cent. Der Diesel liegt bei ca 115 Cent. Aber mein Tank ist außerdem direkt neben der Heizung und gut temperiert. Nur die Nachfüllkanister stehen unter der Kuchenbude.
Im der ersten Woche des Jahres kam gleich ein extremes Hochwasser. Der steg war bis zu 40cm unter Wasser. Es war Gott sei Dank nicht so kalt und man konnte auf erhöhtem Land das Schauspiel verfolgen. Ich war gerade noch mit Gummistiefeln von Bord gekommen. Knöcheltief war es an einer Stelle schon auf dem Steg. Der Strom musste abgestellt werden. Heizung lief weiter. Ich war etwas unsicher, wie lange die Batterien das mitmachen. Am Ende war der Strom 24 Std. weg. Es war eines der stärksten Hochwasser der letzten Jahre. 175cm über NN. Der Steg steht ab 130 unter Wasser.
Eine Woche später war man wieder in Sorgen. Da stieg das Wasser aber nur bis knapp an die Stegkante. Man muss hier das Boot immer gut, am besten mit mehr als nur den üblichen 4 Leinen vertäuen. Der Windgenerator steht seit dem auch nicht mehr still. Wenn der Landstrom weg ist, kann er wenigstens noch etwas Strom liefern, denn Hochwasser kommt ja immer mit viel Wind.Und einen Stromausfall der ganz Flensburg für 3 Stunden lahm legt gab es auch noch. Der elektrische Türöffner ging natürlich auch nicht. Gut dass ich hinter mir nicht zu gemacht habe am Steg. Lauter kleine Abenteuer im Januar.
Hochwasser. Vom Steg ist nicht mehr viel zu sehen. Das ist aber noch lange nicht der Höchststand

Die Uferpromenade ist unpassierbar

Heckpfähle sind gerade hoch genug

Das Eingangstor ist unpassierbar


Kurzes Bergfestfazit: Ohne Isolierung kommt man nicht aus und täglicher Kontrolle und etwas Trocknen mit dem Lappen. Eine Dieselheizung ist Pflicht. (Sammy auf seinem 7m Boot hat keine). Eine Bootsgröße um 10m ist knapp, weil man nicht so stauen kann wie im Sommer. Bücher und viele Klamotten habe ich in die Wohnung ausgelagert. Und das ist auch eine Erkenntnis. Ein Backup mit ner kleinen warmen Bleibe beruhigt und tut den Sachen gut die man eigentlich sonst an Bord haben will.
Und leider ist auch durch die ganzen Verhüllungen am Boot der spontane Segelspaß nicht mehr gegeben. Nur 2 Stunden mal segeln tut man halt nicht, wenn man 1 Stunde vorher abbauen und danach wieder aufbauen muss.
Aber ich habe noch keinen Tag bereut hier auf dem Boot meinen Lebensmittelpunkt zu haben. Jeden Tag erfreue ich mich an der maritimen Stadt mit seinem Hafen und den vielen Booten im Wasser. Die kalten Tage sind meist mit einigen Stunden  Sonnenschein gesegnet. So kann man das auch genießen, dennoch der Frühling darf kommen.
Silvester auf dem Boot. Ab 22 Uhr bis 2 Uhr nachts knallt es ununterbrochen. Schön, dennoch ist es irgendwann zu viel. Vor allem als Fallschirmraketen vor dem  Wind in unsere Richtung schweben.

Gemütlich ist es unter Deck


Immer wieder ein schöner Anblick. Der Klassische Yachthafen an der Hafenspitze