Samstag, 30. Juli 2011
Vor Anker
wir liegen ca 8sm nördlich von Mastrand in einer weiten, felsigen Ankerbucht. einige Boot sind noch an den Felsen. Im Westen ziehen immer noch Boote im Fahrwasser dahin. Von weitweg hört man Discosound. Ist Samstagabend. Stört diese Athmosphäre aber nicht. Es wird wieder dunkel, langsam aber sicher geht der Sommer dahin. Obwohl heute der erste geile Hochsommersegeltag hier war.Gegenan bei 4-5 und dennoch obenohne segeln. Welch warmer Wind aus Norden kommt. Und nach dem Anker gingen wir auch über Bord. Badezeit im hohen Norden. Da will man gar nicht in den Süden.
Freitag, 29. Juli 2011
Wieder auf dem Boot
Donnerstag, 21. Juli 2011
Endlich Sommer
War gut hier her gesegelt zu sein nach Kallö Knippla. War reiner Zufall. Lag halt auf dem Weg.
Gestern nacht war die Einfahrt dann doch etwas Adrenalinfördernd, denn es war nicht eine offizielle beleuchtete Einfahrt in den Schärengarten. Aber mit Kartenplotter geht das sich seinen Weg zwischen den Steinen zu finden. Nur dann sollte er auch nicht ausgehen, was er zuweilen ja mal macht, wenn zu lange gearbeitet hat.Habe ihn extra vorher neugestartet.
Er hat durch gehalten und der Mond, der entgegen meiner gestrigen Aussage, nicht mehr Voll ist, hat uns am fast wolkenfreien Himmel in den Hafen geführt. Gegen halb 4 war ich dann da. Was für ein Glück, es gab recht viele freie Plätze.
Heute hätte ich da Pech. Alles Voll. Dafür ist hier heute auch recht viel los gewesen. Nette Leute ringsrum. Am Nachbarboot erklärt man mir, wie man die netten kleinen Krebse ißt weil ich gar so neugierig schaue, der Holländer auf dem Anderen tauscht mir meine überzähligen Kronen in Euro, weil er noch bis Oslo will.. Und abends entsteht ein spontane Session am Steg. Vorwiegend zwar schwedische Lieder, aber mit soviel Gefühl und Stimmung, dass es egal ist was es alles ist. Ein nette Schwedin erklärt mir dann aber in etwas gebrochenem Englisch den Inhalt. Geschichten aus der Gegend hier. Überhaupt sind sie alle sehr nett. Freuen sich, dass ich hier bin. Und es ist warm bis in die Nacht. Erst gegen 23 Uhr kommt ein kühler Wind auf und wegen der "Nachtruhe" wird abgebrochen. Das geht halt auch nur im Sommer. Er hat mir gefehlt merke ich.
Morgen segle ich die letzen Meilen in einen Hafen, von wo ich aus am Freitag nach München fliegen kann. Eine Woche Pause für mich und das Boot. Eine Woche wo auch schon wieder Regen und Starkwind kommen sollen. Ich will hoffen, dass wenn ich wiederkomme, dann wieder Sommer zurück ist.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Schweden
| Nach 20 Std quer über den Skagerak bin ich Knippla Hamn. Gott sei dank war da nachts soviel Platz. Huete ist es schon voll neben mir. |
| Eher eine Ferienkolonie mit schönen Holzhäusern. |
| Hier war hier das erste Mal baden auf der Tour. Gei....l |
| Bauen auf Fels |
| Rund Skagen ist viel Verkehr. Hier sieht man nur die mit AIS. Die kleinen Sportboot und Fischer ohne kommen noch dazu. Keine 10min Pause für mich. |
| Da bin ich in 20 Std rüber. 110sm. |
Nachtrag Norwegen
| Im Fjord nach Mandal. Platz ist auf der kleinsten Schäre. |
| Hier versuchte ich einen Ankerplatz zu finden. Entweder zuviele Untrerwassersteine oder zu tief. Mist da hätte es mir gefallen |
| Hier bin dann gelandet. Mit dem Superweitwinkel sieht es richtig großzügig aus. |
| ist aber recht eng da. |
| Auf dem Weg nach Grimstad.Hohe Dünung drückt aufs Land |
| Das Hinterland ist shcon lange nicht mehr so hoch wie an der Westküste |
| Sie bauen einfach nette Leuchttürme. Einfahrt nach Grimstad |
Göteborg
und weil der Wind auch gerade mitspielt fahre ich frühmorgens los. Die 110sm sind in 24 Std. Zu schaffen. Morgens kämpfe mit einer gewaltigen See. Das Meer steigt von 400m schnell an und das bei 25kn Wind ergibt Wellen von angstflößender Größe. Mittag wirds dann ruhiger, bis es ganz aufhört mit dem Wind. Somit muss ich fast die Hälfte der Srrecke motoren. Unter Vollmond gibt es nun eine Nachtansteuerung der Schwedischen Schären. Hab mir etwas nördlich von Göteborg einen Hafen ausgesucht. ich hoffe, dass es dann schon wieder etwas heller wird und wir leise einen Platz finden.
Ja und dann fliege von Freitag bis Freitag mal kurz nach hause. Also Sendepause.
Montag, 18. Juli 2011
Weiter gehts
So erwarte ich auch keine einsame Idylle als ich die Bucht erreiche. Entweder war der Tippgeber schon länger nicht mehr dort, oder mag das. Kein Uferfleck ist unbebaut, eine Feriensiedlung wohl neu dazu gekommen und ja, keine Chance den Anker schmeissen ohne im Vorgarten oder im Wohnzimmer eines Einheimischen zu sitzen. Also zurück, da war doch eine ehrer unbebaute Bucht gewesen. Leider täuschte hier der Fernblick. Aus der Nähe betrachtet ist sie sehr eng, Denn den meisten Platz beansprucht eine Yaxht an einer Mooring. Und auch hier Hütten in jedem Winkel. Nur gettarnt, denn die sind nicht alle rot.
Dennoch ich bleibe, kann aber weder genug Kettegeben, noch den Anker sicher einfahren. Als der Wind dann aufbrist in der Nacht, weckt mich jedes Geräusch, denn ich sehe uns schon ans Ufer rutschen nicht ohne vorher die andere Yacht mit zu nehmen. Gegen 6 uhr dreht der Wind in die Bucht rein und ich beschließe, obwohl totmüde, abzuhauen und ein neues Ziel an zu steuren. Mit 2 Reff im Groß und kleiner Fock kämpfe ich mich durch hohe Wellen nach draußen.
Nun bin ich größten Wellen entschwunden und segle außen um alle Schären herum, hoch am Wind weiter. Ziel für heute noch unklar.Ab und läßt sich sogar die Sonne blicken.
Sonntag, 17. Juli 2011
Noch ein Paar Bilder aus Mandal
| Der Platz wo später die Musik spilet |
| Kleins Seitengasse |
| Mandal, eine Stadt an einem Fluss mit Hafen |
| Ungewöhnliches Parkhaus |
| Rechts und links eine Kneipe, dazwischen die Bühne |
Wetter die soundsovielte
ausgesetzt, manchmal auch ausgeleifert. Nun heute nicht unbedingt.
Draußen windet und regnet es seit Stunden, genauer seit gestern abend.
Und es will kein Ende nehmen. Aber ich sitze ja im Trockenen, habe Strom
und einen sicheren Liegeplatz. (nur komme ich nicht ins Internet des
eigentlich kostenlosen Hafennetzes)
In all den Wochen vorher war ein Ende des Regen immer absehbar, der
Himmel irgendwie noch zerrissen. Heute nicht.Ich glaube, dass ist nun
der Höhepunkt an schlechtem Wetter. Schottland du fehlst mir.
Aber auch das muss es geben und man muss es einfach so nehmen. Als ich
heute das Erstmal aufwache und es plätschert aufs Kajütdach, da drehe
ich mich einfach nochmal um. Ist ja auch Sonntag und da darf man ja eh
länger schlafen. So werde ich auch das erste Mal auf dieser Reise vom
Handy geweckt, dass um 9 Uhr klingelt. "Was ich hab dich geweckt....?"
Egal, dann lese ich halt im Bett weiter, in der Hoffnung im
Regengetrommel irgendeine Lücke zu hören um zur ca 300m weit entfernten
Dusche zu spurten.
Nein, dann halt ein Sonntagsfrühstück mit Ei und Toast und viel Zeit.
Hab ja Zeit, nichts läuft davon. Gut das ich gestern noch vor dem
Auslaufen nochmal meine Wetterdaten abgefragt habe. Sonst hätte ich wohl
ne feuchte und unruhige Nacht vor Anker gehabt. Denn der Wind hat um
mehr als 120° gedreht, und Segler wissen: Da kann die Bucht schon
gewaltig falsch gewählt sein, weil dann der Schwell und Wind in diese
hineindrückt und sicheres Liegen meist vorbei ist.
Gut so habe ich mich dann gestern bei idealen Segelbedingungen
entschlossen hier zu bleiben. Mandal ist ja echt nett. In der
Fußgängerzone an einem kleinen Platz, den sich 2 Wirtschaften teilen,
steht eine Bühne und da war dann nachmittags ein tolles Konzert.
Country,Rhythm and Blues und viel Satzgesang alla CCR oder The Band. Die
hatten richtig Spass auf der Bühne und das Publikum (es war richtig voll
bei bestem Wetter)incl. mir auch.
Später in der Bar, die auch mein Internetpoint im Ort ist, spielt ein
kleiner Junge, vlelleicht 8 oder so mit seinm Vater 2-3 Jazz Standards
auf der Querflöte (Papa Gitarre). richtig gut. Scheint hier wohl ein
Musikschwerpunkt zu sein im Ort. Also frage ich gleich ob es Abends auch
Musik gibt. Natürlich um 20.30. Inzwischen hatte es zu regnen begonnen.
Noch verhalten, gemessen an dem was gerade runter kommt, aber genug ein
Openairkonzert zu vermiesen. Ich dachte dann auch, als ich wieder zur
Kneipe pünktlich zu Musik zurück wanderte, dass dies Drinnen stattfinden
würde. Ne die selbe Bühne draußen, die war ja überdacht , aber fürs
Publikum gab es nur 2 kurze Markisen vor den Wirtschaften. Dort drängten
sich das bischen Publikum, beim sündhaft teuern Bier und lauschten der
selben Gruppe vom Nachmittag. 2 x das gleiche Konzert, ja ich hab mir es
angetan. Platten die einem gefallen hört man ja auch rauf und runter und
diese Band hatte es mir echt angetan. 2x am Tag dieses Glückgefühl. Die
Freude an der Musiker ging direkt in die Seele. Schade, dass auf der
Bühne fast soviele Musiker waren wie im Publikum. Ich hätte ihnen mehr
gegönnt. Immerhin war der Nachmittag ja eine Entschädigung.
So nun sitze ich hier, hab gerade mein Buch ausgelesen. Jutta Speidel
mit ihrem ital. Freund radeln von München nach Meran. MIt einem
unglaublichen trockenen Humor erzählt, mal der eine , dann der andere
den selben Tag. Fast so, wie wenn ein Paar anderen ihre Reiseerlebnisse
wiedergibt und der eine dem anderen immerwieder ins Wort fällt und die
Geschichte "ganz anders" erzählt. Leider hat das Buch nur 2 Tage
gehalten. (Sie waren ja auch nur 7 tage unterwegs ;) )Aber ich war somit
heute morgen im warmen Südtirol und musste dann wieder mit Blick nach
draußen in die Realität zurück geholt werden. Schade. Meran wäre jetzt
bestimmt auch schön.
Meine Wetterdaten sagen eigentlich, dass der Regen gegen Nachmittag
aufhören soll, nur wann ist "nachmittag". Nun hat er zumindest begonnen.
Kurz nach 12 Uhrist nun. Hoffen wir darauf, dass der Sommer danach
zurückkommt. Vielleicht segle ich ja heute noch ein Stück, vielleicht
auch erst morgen. Nur der Wettergott weiß es jetzt schon.
Samstag, 16. Juli 2011
Wetterbericht
Apropo Preise: Als Nordlandfahrer weiss ich um das teure Skandinavien. Auch dass Norwegen nochmal teurer ist, aber nun habe ich den ersten Einkaufskorb mal fotografiert. 50 Euro! kaum zu glauben. Da wird man sparsam.
